Pressemitteilungen

9. September 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 09.09.2016

Die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Katrin Schütz, hat am 9. September 2016 finanzielle Weichenstellungen für die Erforschung der Energiesysteme der Zukunft vorgenommen. Mit der Übergabe der Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt rund 1,4 Millionen Euro an die Fraunhofer-Institute für physikalische Messtechnik (IPM) und für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg kann das prämierte RegioWIN-Leuchtturmprojekt „Vernetzte energieeffiziente Industrieparks“ in drei Teilprojekten entscheidend weiter vorangetrieben werden.

„Die Projekte Gas-Effizienz, SmartBadenMonitor und Thermoelektrik-BHKW gehen zentraleHerausforderungen des Umbaus unseres Energiesystems an und beschleunigen die Markteinführung innovativer und effizienter Lösungen. Sie stehen damit für den Anspruch derLandesregierung, Nachhaltigkeit zum Markenzeichen Baden-Württembergs zu machen“, so Staatssekretärin Schütz.

Die drei Projekte sind Teil des RegioWIN-Leuchtturmprojekts „Vernetzte energieeffiziente Industrieparks“, dessen Ziel es ist, durch die Vernetzung vorhandener Anlagen und Einzellösungen heute schon realisierbare Effizienzgewinne zu maximieren und gleichzeitig neue Innovationsimpulse zu setzen. Ergänzt wird die so entstehende Energie-Infrastruktur durch die Entwicklung und Erprobung weiterer Effizienztechnologien im Rahmen von Verbundprojekten zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die bislang noch nicht am Markt verfügbar sind.

Im Rahmen des Teilprojekts Gas-Effizienz des Fraunhofer IPM wird eine neue Generation sensorischer Online-Messtechnik entwickelt und erprobt, die eine schnellere Bestimmung der Zusammensetzung regenerativ erzeugter Gase ermöglicht. Durch die Optimierung neuartiger optischer Messgeräte können Schwankungen der Brennwertqualität verringert, eine effiziente Einspeisung von aufbereitetem Biogas in das Gasnetz ermöglicht und eine verbesserte Nutzung von BHKW erreicht werden. Das Projekt wird mit rund 200.000 Euro aus dem EFRE und mit rund 80.000 Euro seitens des Landes unterstützt.

Die Entwicklung und Demonstration innovativer Werkzeuge zur Optimierung der Gebäudeeffizienz sowie zur Erstellung automatisierter Lastprognosen ist Ziel des Teilprojekts SmartBadenMonitor des Fraunhofer ISE. Für die stetige Überwachung und Verbesserung des eigenen Gebäudebetriebs werden Optimierungs- und Diagnoseverfahren auf Basis von so genannten „White-Box“-Modellen entwickelt und getestet. In einem weiteren Schritt werden Methoden zur realdatenbasierten Prozessanalyse und Lastprognoseverfahren erarbeitet, die eine Anlageneinsatzoptimierung und die zukünftig gebotene Vermarktung von flexiblen Lasten erlauben. Das Projekt wird mit 387.000 Euro aus dem EFRE und 154.800 Euro von Seiten des Landes gefördert.

Im Rahmen des Teilprojekts Thermoelektrik-BHKW des Fraunhofer IPM werden mehrere Blockheizkraftwerke (BHKW) mit neuartigen thermoelektrischen Generatoren (TEG) und Wärmetauschern ausgerüstet, um Abgaswärme effizienter zu verwenden und die elektrische Leistung zu steigern. Die Ergebnisse des anschließenden Feldtests fließen ein in eine Wirtschaftlichkeitsstudie für die thermoelektrische Wärmeverstromung inklusive Empfehlungen für die weitere Markteinführung. Das Projekt wird mit über 430.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 172.000 Euro seitens des Landes unterstützt.

Die Fraunhofer-Institute IPM und ISE arbeiten in diesen drei Projekten mit insgesamt 12 Unternehmen zusammen, die überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) aus
Baden-Württemberg sind.

Hintergrund RegioWIN
Im Februar 2013 haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (damals Ministerium für Finanzen und Wirtschaft), das Ministerium für Ländlichen Raum und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um die Regionalentwicklung in Baden-Württemberg voran zu treiben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 fristgerecht 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht.

Den RegioWIN-Antragstellern ist es auf Anhieb gelungen, 68 Millionen Euro EU-Fördermittel voll auszuschöpfen. Die Umsetzung der Projekte ist ein wichtiger Beitrag zur innovativen und ökologischen Entwicklung Baden-Württembergs. Die prämierten Projekte sind alle auf die Zukunftsfähigkeit der Regionen ausgerichtet und zeichnen sich durch hohe Qualität und Kreativität aus.

Auch die nun bewilligten drei Teilprojekte des Leuchtturmprojekts „Vernetzte energieeffiziente Industrieparks“ tragen ihren Part zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Landes bei. Das ist ein Prinzip des RegioWIN-Wettbewerbs: Die Summe der Qualitäten der einzelnen RegioWIN-Projekte in der Umsetzung der prämierten regionalen Entwicklungskonzepte stärkt den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg in seiner Wettbewerbsfähigkeit.

20. Juli 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 20.07.2016

Umweltminister Franz Untersteller: „Mit den Kompetenzstellen helfen wir vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, ihren Energieverbrauch effizienter zu gestalten. Das bedeutet ökonomischen und ökologischen Gewinn gleichermaßen.“

Die Region Donau-Iller bekommt als letzte baden-württembergische Region eine Kompetenzstelle für Energieeffizienz, kurz KEFF. Die Zuwendungsbescheide für die Finanzierung einer solchen Stelle wurden verschickt. Damit haben in absehbarer Zeit alle 12 Regionen des Landes eine Anlaufstelle für die ortsansässigen Unternehmen zum Themenfeld Energieeffizienz.

Umweltminister Franz Untersteller: „Maßnahmen zur Energieeffizienz anzugehen, bedeutet immer auch bewährte Strukturen in Frage zu stellen – die Hürde ist oft insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen sehr hoch. Wir wollen ihnen mit den Kompetenzstellen die ersten Schritte erleichtern und sie beim Sprung über die Hürde unterstützen.“

Die regionalen Kompetenzstellen für Energieeffizienz sollen die erste Anlaufstation für interessierte Unternehmen sein. So genannte Effizienzmoderatoren übernehmen vor Ort die Ansprache und Versorgung der Unternehmen mit wichtigen Informationen. Zur Betreuung gehört neben der Sensibilisierung für Energieeffizienzpotentiale insbesondere auch die Vermittlung geeigneter Ansprechpartner für die Energieberatung. Die Kompetenzstellen sollen bei Bedarf ebenfalls bei der Maßnahmenumsetzung unterstützen. Inzwischen haben die meisten regionalen Kompetenzstellen für Energieeffizienz ihre Arbeit aufgenommen, es gibt überall im Land eine Vielzahl lokaler Veranstaltungen sowie bereits erste individuell vereinbarte Impulsgespräche, bei denen die Effizienzmoderatoren ihre in der Region ansässigen Unternehmen besuchen.

Die 12 Kompetenzstellen bilden zusammen mit einer zentralen Koordinierungsstelle, die bei Umwelttechnik Baden-Württemberg GmbH eingerichtet wurde, ein landesweites Netzwerk. Regelmäßige Netzwerktreffen und gemeinsame Veranstaltungen fördern den gegenseitigen Informationsaustausch, damit die KEFF auch überregional von Erfahrungen und Erfolgen profitieren können. Zu den Aufgaben der zentralen Koordinierungsstelle gehört unter anderem, die KEFF bei der Veranstaltungsplanung, ihrem Internetauftritt und der Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen.

Die Arbeit der regionalen Kompetenzstellen und des Netzwerks wird ab Herbst im jährlichen Turnus in einem Projektbegleitkreis beraten, an festgelegten Leistungsmerkmalen gemessen und bei Bedarf in ihrer Ausrichtung angepasst. Auf der Basis eines Evaluationsberichts wird nach vier Jahren entschieden, ob die KEFF für weitere drei Jahre gefördert werden können und sollen.

Die Kompetenzstellen werden zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, EFRE finanziert. Knapp 40 Prozent finanziert das Land Baden-Württemberg, den Rest steuern die jeweiligen Trägereinrichtungen der KEFF in den Regionen bei. Insgesamt stehen 24 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Unterstützung durch die Kompetenzstelle ist für die Unternehmen kostenlos.

Weitere Informationen

Regionale Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffizienz (KEFF)

Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)

Regionale Kompetenzstellen Netzwerk Energieeffizienz (KEFF)

23. Juni 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 23.06.2016

Insgesamt rund 12 Millionen Euro Fördervolumen.

Baden-Württemberg fördert mit Hilfe der Europäischen Union die Entwicklung und den Bau von Anlagen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm oder Klärschlammasche. Insgesamt stehen in dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) acht Millionen Euro zur Verfügung. Das Land ergänzt diese Mittel durch weitere vier bis sechs Millionen Euro. Aus einer ersten Bewerbungsphase sind zwei viel versprechende Projekte hervorgegangen. Ab sofort läuft die zweite Bewerbungsphase. Grundsätzlich förderfähig sind Versuchsanlagen und großtechnische Pilotanlagen.

Umweltminister Franz Untersteller: „Phosphor ist ein lebensnotwendiger Rohstoff, der sich zurückgewinnen und wieder nutzen lässt. Verfahren zu entwickeln und zu optimieren lohnt sich ökologisch und ökonomisch – das fördern wir“.

Umweltminister Franz Untersteller bezeichnete das Förderprogramm als „eine Riesenchance, auf dem Gebiet der Phosphor-Rückgewinnung vorwärts zu kommen. Ich hoffe sehr, dass sich die sprichwörtliche Innovationskraft baden-württembergischer Forschungseinrichtungen und Unternehmen auch auf diesem Gebiet beweist. Unser Ziel ist es, durch gute Technologien von Phosphorimporten weitgehend unabhängig zu werden.“

Das Förderprogramm richtet sich an privat-gewerbliche Unternehmen, Gebietskörperschaften (einschließlich deren Eigenbetriebe), öffentlich-rechtliche Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften und kommunale Unternehmen in privater Rechtsform mit einem kommunalen Anteil von mehr als 50 Prozent.

Die Möglichkeit zur Einreichung der Projektskizzen besteht bis zum 30. November 2016.

 

Weitere Informationen

Förderprogramm Phosphor-Rückgewinnung

15. Juni 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 15.06.2016

Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL: „Land fördert gezielt kleine und mittlere Unternehmen, um baden-württembergische Spitzenposition zu sichern“

Baden-Württemberg ist eine der wirtschaftlich stärksten und innovationsfähigsten Regionen Europas – und der Ländliche Raum trägt entscheidend zu diesem Erfolg bei. Dort wird ein Drittel des Bruttoinlandproduktes erwirtschaftet. Mit der im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum angesiedelten Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ will die Landesregierung dazu beitragen, die Spitzenposition Baden-Württembergs nicht nur zu erhalten, sondern diese weiter auszubauen.

„Die baden-württembergischen Mittelständler sind für Baden-Württemberg unverzichtbar. Viele dieser erfolgreichen Unternehmen sind im Ländlichen Raum zu Hause. Mit der Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘ stärken wir die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit dieser Unternehmen. Außerdem setzen wir mit den Fördergeldern gezielt Impulse, damit diese Unternehmen ihr Potenzial als Technologieführer festigen und weiter wachsen können. So entstehen hochqualifizierte Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum in der Fläche. Gleichzeitig wird der Ländliche Raum gestärkt und zukunftsfähig erhalten“, sagte Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch MdL am Mittwoch (15. Juni) bei ihrem Besuch des Unternehmens Feucht Antriebstechnik in St. Johann-Upfingen (Landkreis Reutlingen). Das Unternehmen hatte im Herbst 2015 den Zuschlag für die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘ in der fünften Auswahlrunde erhalten.

Die Staatssekretärin betonte, dass der immer stärker werdende globale Wettbewerb es mit sich bringe, dass auch die Unternehmen im Ländlichen Raum ihre Innovationskraft stetig steigern und dem zunehmenden Wettbewerbsdruck Stand halten müssten. „Die Landesregierung unterstützt mit der ‚Spitze auf dem Land‘-Förderlinie gezielt kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten. Bezuschusst werden beispielsweise umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen. So können Innovationskraft gestärkt, Arbeitsplätze geschaffen und gleichwertige Lebensverhältnisse in Baden-Württemberg gesichert werden“, sagte Gurr-Hirsch.

Hintergrundinformationen:

Rolf Feucht gründete 1996 das im Ländlichen Raum gelegene Unternehmen Feucht GmbH Antriebstechnik. Zu Beginn lag die Haupttätigkeit im Handel von Wälzlagern und dem Bau von Förderbändern, zwischenzeitlich konzentriert sich das Unternehmen auf die Geschäftsfelder Baugruppenfertigung, CNC-, Fräs- und Drehbearbeitung sowie den Maschinenbau in der Entgrattechnik. Beim Entgraten werden Grate (scharfe, bei einem Bearbeitungs- oder Herstellungsvorgang entstandene Kanten) entfernt. Die Investitionen aus der ‚Spitze auf dem Land‘-Förderlinie sollen dazu beitragen, den Neubau eines Technologiezentrums mit integrierten Büro- und Produktionsflächen zur Umsetzung der Wachstums- und Innovationsstrategie zu realisieren. Gefördert wer- den aus EU- und Landesmitteln 271.800 Euro.

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen. Insgesamt stehen  über  die  sechsjährige  Förderperiode  hinweg  rund 31 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt.

Die Antragstellung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Die Aufnahmeanträge müssen jeweils zum 31. März oder 30. September vorliegen, um in den zweimal jährlich stattfindenden Auswahlrunden im April und Oktober berücksichtigt zu werden. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz entscheidet über die Aufnahme in die Förderung. Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Baden-Württemberg Connected e.V., die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/laendlichen-raum-staerken/efre/spitze-auf-dem-land/ zur Verfügung.

2. Juni 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 02.06.2016.

Baden-Württemberg ist eine der wirtschaftlich stärksten und innovationsfähigsten Regionen in Europa. „Der Ländliche Raum in Baden-Württemberg ist stark. Viele hoch innovative Mittelständler in Baden-Württemberg haben das Potenzial, in ihrem Bereich eine führende Position einzunehmen. Ich freue mich, dass in der aktuellen Auswahlrunde unserer Förderlinie Spitze auf dem Land zehn hervorragende Unternehmen zum Zuge gekommen sind, die jetzt einen Schub für ihre weitere Entwicklung bekommen. Das Land setzt mit insgesamt 3,3 Millionen Euro gezielte Impulse für einen lebenswerten Ländlichen Raum“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (2. Juni) in Stuttgart. Die Fördermittel stammen aus dem landeseigenen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).

„Innovative Mittelständler sind typisch für den starken Ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Sie bieten attraktive Arbeitsplätze und tragen dazu bei, gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land zu erhalten“, so der Minister. Insgesamt stehen über die siebenjährige Förderperiode hinweg rund 31 Millionen Euro zur Verfügung. Die in der sechsten Runde ausgewählten Unternehmen können nun ihre konkreten Förderanträge bei der L-Bank, der Förderbank des Landes, einreichen. Die L-Bank nimmt eine abschließende Prüfung vor und bewilligt die Zuschüsse.

Hintergrundinformationen:

Aufgenommene Projekte der aktuellen Auswahlrunde:

  •  Endigen, Landkreis Emmendingen: Krumm e.K. (Reinigungsanalagen für industrielle Prozesse)
  •  Haslach, Ortenaukreis: Neumaier Industry GmbH & Co. KG (mechatronische Systeme)
  •  Kolbingen, Landkreis Tuttlingen: Hipp Medical AG (Medizintechnik, Bereich Orthopädie)
  •  Renchen, Ortenaukreis: Imos Gubela GmbH (Industrieoptiken)
  •  Neidenstein, Rhein-Neckar-Kreis: Gelinova GmbH (Produktion von Biofolien)
  •  Sinsheim, Rhein-Neckar-Kreis: Kortec Industrieelektronik GmbH (Elektronik und Software für industrielle Anwendung)
  •  Kirchberg an der Jagst, Schwäbisch Hall: E+K Sortiersysteme GmbH (Sortier- und Bevorratungstechnik, Zuführsysteme)
  •  Eppingen, Heilbronn: Nivus GmbH (Messtechnik für Wasserwirtschaft)
  •  Rosengarten, Schwäbisch Hall: Wrapping Solutions GmbH (Innenraumkomponenten für Automobile)
  •  Krauchenwies, Sigmaringen: Tox Dübeltechnik GmbH (Befestigungstechnik)

 

Mit dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation sowie die Förderung der Bestrebungen zur Verringerung der CO2-Emissionen mit dem Programm „Innovation und Energiewende“.

Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ spricht das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum an, die das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz aufweisen. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovation und Zukunftsfähigkeit sind. Dabei können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent Zuschuss erhalten. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer Dienstleistungen und Produkte.

Die Antragstellung erfolgt schriftlich durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Jährlich sind zwei Auswahlrunden geplant. In der gesamten Förderperiode 2014 bis 2020 werden nach derzeitigem Stand Insgesamt 31 Millionen Euro an EFRE- und Landesmittel zur Verfügung stehen.

Im Bewertungsausschuss sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Baden-Württemberg Connected e.V., die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das MLR vertreten.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist das zentrale Förderprogramm zur integrierten Strukturentwicklung der Städte und Gemeinden vor allem im Ländlichen Raum. Über Aufnahmeanträge der Kommunen können sowohl kommunale als auch private Projekte gefördert werden. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ werden Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt, die der dezentralen Wirtschaftsstruktur dienen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen und sichern.

2. Mai 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft vom 02.05.2016.

Wirtschaftsminister Nils Schmid: „Das Transfer- und Innovationszentrum soll die Unternehmen unterstützen und ihre Innovationskraft stärken“

Um die Innovationskraft der Bodenseeregion langfristig zu stärken, fördert das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft das RegioWIN-Leuchtturmprojekt „BodenseeInnovativ“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 1.334.553 Euro. Das Land stellt zusätzlich eine Förderung in Höhe von 533.821 Euro bereit. Mit Einrichtung des Transfer- und Innovationszentrums sollen die Unternehmen bei der Entwicklung von Innovationen unterstützt und der Technologietransfer in der Region gefördert werden.

„Das Transfer- und Innovationszentrum soll sich zu einem attraktiven Kooperationspartner der regionalen Innovationsbetriebe entwickeln und die Innovations-kraft der Unternehmen stärken. Vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen sollen von dieser Einrichtung profitieren – aber auch für die Großunternehmen in der Bodenseeregion ist das Zentrum ein großer Vorteil. Es leistet einen wichtigen Beitrag zum regionalen Entwicklungskonzept des Bodenseekreises“, so Minister Schmid.

Mit dem Projekt „BodenseeInnovativ“ sollen die lokal ansässigen wissenschaftlichen Einrichtungen mit den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Unternehmen vernetzt, Forschungskooperationen unterstützt und der Transfer von Forschungsergebnissen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen verbessert werden. Der Einsatz ganz unterschiedlicher Innovationsmethoden soll den Wissens- und Technologieaustausch kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region weiter ausbauen.

Weitere Informationen:

Im Februar 2013 haben das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, das Ministerium für Ländlichen Raum und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um die Regionalentwicklung in Baden-Württemberg voran zu treiben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 fristgerecht 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht. Die Umsetzung der Projekte ist ein wichtiger Beitrag zur innovativen und ökologischen Entwicklung Baden-Württembergs. Die prämierten Projekte sind auf die Zukunftsfähigkeit der Regionen ausgerichtet.

26. April 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 26.04.2016

Minister Alexander Bonde: „Baden-Württemberg fördert Ausbildungsprojekt in Ellwangen mit über 9 Millionen Euro aus EU- und Landes-Regionalentwicklungsgeldern

Jugendliche aus Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit und junge Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive sollen in der Konversionsgemeinde Ellwangen parallel Sprachschulungen erhalten und auf eine Ausbildung oder einen Beruf vorbereitet werden. Das Leuchtturm-Projekt an der Europäischen Ausbildungs- und Transfer-Akademie (EATA) zielt auf bessere Wohn-, Lern-, und Sprachausbildungsmöglichkeiten ab.

„Das Land hat die Förderung der Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie auf über neun Millionen Euro aufgestockt. Statt ursprünglich 50 Wohnplätzen sollen auf dem Gelände der ehemaligen Reinhardt-Kaserne in Ellwangen rund 250 Wohnplätze sowie Schulungs- und Sozialräume entstehen. Denn durch die vielen jungen Flüchtlinge, die in Baden-Württemberg eine Perspektive suchen, ist der Bedarf noch größer geworden. Daher lag es auf der Hand den Bildungscampus, der bereits im Regionalwettbewerb RegioWin die Jury beeindruckt hatte, zu erweitern“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Dienstag (26. April). Der Ministerrat habe beschlossen, das Projekt mit weiteren fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäi-
schen Union und Landes-Regionalentwicklungsgeldern zu fördern, der Anteil von EU und Land liegt nun bei 9,3 Millionen Euro. Die Stadt Ellwangen und der Ostalbkreis beteiligen sich mit 6,3 Millionen Euro an der Finanzierung, die nun bei insgesamt rund 15,6 Millionen Euro liegt.

„Die EATA könnte sich zu einem Vorzeigemodell für gelungene Integration entwickeln und passt vorzüglich zur Gewerbestruktur des Ostalbkreises mit seinen vielen produzierenden Firmen. Zugleich ist dieses Projekt ein hervorragendes Beispiel, wie sich Konversion innovativ gestalten lässt“, betonte Bonde. In die Erarbeitung seines Regionalen Entwicklungskonzepts habe der Ostalbkreis konsequent die Erkenntnisse des Konversionsentwicklungskonzepts Ellwangen/Rainau einbezogen, das durch die Schließung der Reinhardt-Kaserne in Ellwangen bedingt war. Dabei wurde auf dem Kasernengelände ein Bildungscampus geplant, in dem die EATA als Teilprojekt angelegt war.

Hintergrundinformation:

Insgesamt investieren Stadt, Landkreis, Land und Europäische Union rund 15,6 Millionen Euro für die Europäische Ausbildungs- und Transfer-Akademie (EATA). Die Hälfte davon trägt die EU aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – EFRE – bei, weitere 20 Prozent das Land Baden-Württemberg aus Mitteln des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum.

Die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg fördern im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2014 bis 2020 Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Bestrebungen für ein CO2-armes Wirtschaften. Mit dem Strukturförderprogramm „Innovation und Energiewende“ will die Landesregierung künftig noch stärker zur Europäischen Wachstumsstrategie „Europa 2020“ beitragen, die auf innovatives, nachhaltiges und integratives Wachstum setzt.

Baden-Württemberg erhält für die Förderperiode 2014 bis 2020 rund 247 Millionen Euro aus dem EFRE, die mit Mitteln aus Baden-Württemberg in mindestens gleicher Höhe kofinanziert werden. Der Titel des Programms „Innovation und Energiewende“ beschreibt auch die wesentlichen Ziele, die durch die Förderung von Projekten in den Bereichen Forschung, Forschungsinfrastruktur, Technologietransfer zwischen Forschungsreinrichtungen und Unternehmen, Weiterentwicklung von Clustern sowie Investitionen in Innovationsinfrastruktur und Projekte zur Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes in Kommunen und Unternehmen erreicht werden sollen.

21. April 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft vom 21.04.2016.

„Mit der Gründung des „innoEFF“ treiben wir die Innovationsaktivitäten von Unternehmen und Wissenschaft im Bereich Energie- und Effizienztechnologien in der Region Südlicher Oberrhein voran. Die Cluster-Initiative bettet sich hervorragend in die bestehende umfangreiche Cluster-Landschaft Baden-Württembergs ein“, so Ministerialdirektor Guido Rebstock anlässlich der Übergabe des Zuwendungsbescheids an den Projektträger „Strategische Partner – Klimaschutz am Oberrhein e.V. “ (Klimapartner Oberrhein) am 21. April 2016.

Auch Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer zeigte sich über die Förderung er-freut: „Als Präsidentin des Vereins Klimapartner Oberrhein freue ich mich sehr darüber, dass das Land die Anstrengungen des Vereins honoriert und mit 300.000 Euro ein Projekt fördert, das uns bei unseren – auch grenzüberschreitenden – Bemühungen um den Klimaschutz einen weiteren Schritt voranbringen wird.“

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft stellt für das dreijährige Projekt 300.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Der Verein Klimapartner Oberrhein übernimmt die andere Hälfte der Kosten. Der Aufbau der Cluster-Initiative „innoEFF“ und ihres Clustermanagements ist ein Teilprojekt des prämierten RegioWIN-Leuchtturmprojekts „Vernetzte energieeffiziente Industrieparks“ im regionalen Entwicklungskonzept „Sustainable Energy Valley – Energiewende-Region Südlicher Oberrhein: Impulsgeber für Innovationen und Bürger“ der WINregion Südlicher Oberrhein.

Im Rahmen der in der Region Südlicher Oberrhein prämierten RegioWIN-Leuchtturmprojekte „Vernetzte energieeffiziente Industrieparks“ und „Innovationszentrum für Energietechnik“ nimmt das Clustermanagement wichtige Funktionen im Bereich des Wissenstransfers, der Außendarstellung, der Vernetzung mit Akteuren sowie der Weiterverbreitung der Projekterkenntnisse wahr. „innoEFF“ eröffnet zudem weiterreichende Entwicklungsmöglichkeiten über das aktuelle RegioWIN-Projekt hinaus. „Das Teilprojekt „InnoEFF“ zeigt zudem beispielhaft, dass der RegioWIN-Prozess an dem in Baden-Württemberg gewachsenen Zusammenspiel zwischen Städten und Gemeinden mit ihrem jeweiligen Umland und dem gesamten Wirtschaftsraum der Region anknüpft“, so Rebstock.

Hintergrund RegioWIN
Im Februar 2013 haben das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft, das Ministerium für Ländlichen Raum und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um die Regionalentwicklung in Baden-Württemberg voran zu treiben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 fristgerecht 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht.

Den RegioWIN-Antragstellern ist es auf Anhieb gelungen, 68 Millionen Euro EU-Fördermittel voll auszuschöpfen. Die Umsetzung der Projekte ist ein wichtiger Beitrag zur innovativen und ökologischen Entwicklung Baden-Württembergs. Die prämierten Projekte sind alle auf die Zukunftsfähigkeit der Regionen ausgerichtet und zeichnen sich durch hohe Qualität und Kreativität aus.

Auch das nun als erstes Teilprojekt bewilligte Clustervorhaben „innoEFF“ trägt seinen Part zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Landes bei. Das ist ein Prinzip des RegioWIN-Wettbewerbs: Die Summe der Qualitäten der einzelnen RegioWIN-Projekte in der Umsetzung der prämierten regionalen Entwicklungskonzepte stärkt den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg in seiner Wettbewerbsfähigkeit.

Weitere Informationen