Pressemitteilungen

26. Juli 2018

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Bahnbrechende Ideen für Industrie 4.0-Produkte und Dienstleistungen zum Erfolg bringen“

Eine Förderung über 972.000 Euro für das „Smart production Lab“ überreichte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (26. Juli) dem CyberFo-rum e. V. Im Zuge der zweiten Sitzung des Start-up BW Think Tank zum Thema „Digitale Start-ups“ sagte die Ministerin in Karlsruhe: „Unser baden-württembergi-scher IT-Accelerator, das CyberLab, ist ein echtes Vorzeigeprojekt und nimmt in unserer Gründungsszene eine Vorbildrolle ein. Mit der Erweiterung um das ‘Smart production Lab‘ bereichern wir unseren Start-up Standort sehr. Damit schaffen wir eine noch bessere Umgebung, um bahnbrechende Ideen für Industrie 4.0-Pro-dukte und -Dienstleistungen zum Erfolg zu bringen.“ Beim „Smart production Lab“ seien die Digitalisierung und innovative neue Geschäftsmodelle entlang der ge-samten Wertschöpfungskette im Bereich Produktion und Logistik im Fokus, er-klärte Hoffmeister-Kraut.

Für die nächste Ausbaustufe, das „Smart production Lab“, stellt das Land nun rund 972.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Der CyberForum e. V. und die Stadt Karlsruhe als Ko-Finanzier überneh-men die andere Hälfte der Investitionskosten von knapp zwei Millionen Euro.

Bereits in der Vergangenheit wurden mehrere Projekte des Hightech-Unternehmens-Netzwerks gefördert. Auf dem Areal der Hoepfner Burg in Karlsruhe ist ein dynami-sches Ökosystem entstanden, das erfolgreich Start-ups aus dem IT-Bereich in der unternehmerischen Frühphase intensiv und umfassend unterstützt.

23. Juli 2018

Innovative Unternehmen im Ländlichen Raum werden gezielt von der Landesregierung unterstützt / Bewerbung für bevorstehende Auswahlrunde ‚Spitze auf dem Land!‘ bis 31. August möglich

„Die baden-württembergischen Mittelständler sind Meister ihrer Klasse. Kein anderes Land hat solch eine gewachsene Struktur an traditionsreichen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zu dieser Feststellung kommt der KfW-Mittelstandsatlas 2018, welcher im März des Jahres veröffentlich wurde. Die jahrzehntelange dominante Präsenz der baden-württembergischen KMU ist nur möglich, weil diese in ihren Bereichen absolute Spitzenreiter sind und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Sie tragen entscheidend zur Wirtschaftskraft im Land bei und sind vor allem im Ländlichen Raum unverzichtbare Arbeitgeber“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Montag (23. Juli) in Stuttgart.
„Damit dies auch weiterhin so bleibt, hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ aufgesetzt. Über diese können innovationsstarke Unternehmen im Ländlichen Raum eine Förderung erhalten, um neue Produkte oder Dienstleistungen voranzutreiben. Gemeinden mit solchen Unternehmen können sich noch bis zum 31. August 2018 für die aktuelle elfte Auswahlrunde bewerben“, sagte Hauk.

Hintergrundinformationen:

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovationen und Zukunftsfähigkeit sind. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen.
In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderlinie insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt. In den zurückliegenden zehn Auswahlrunden hat der auf Landesebene gebildete Bewertungsausschuss über 192 Projekte beraten. Für insgesamt 89 Projekte wurde eine Förderzusage erteilt. Die bisher bereitgestellten Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 29 Millionen Euro. Auf Seiten der Unternehmen wird dadurch ein Investitionsvolumen in Höhe von 238 Millionen Euro angestoßen.
Die Bewerbung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch Aufnahmeanträge der Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Basis des Vorschlages eines dazu eingerichteten Bewertungsausschusses. Dieser tagt zweimal jährlich. Aufnahmeanträge können jederzeit eingereicht werden. In der ersten Auswahlrunde eines Jahres werden alle Aufnahmeanträge berücksichtigt, die bis zum 28. Februar vorliegen, in der zweiten Auswahlrunde diejenigen, die bis zum 31. August eines Jahres vorliegen.

Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V., die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen, die Landeskreditbank Baden-Württemberg-Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.
Mit dem EFRE und dem darauf aufbauenden Programm ‚Innovation und Energiewende‘ richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg im Programmzeitraum 2014 bis 2020 den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung, Innovation sowie die Verringerung der CO2-Emissionen. Das ELR ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden im Ländlichen Raum. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt ‚Arbeiten‘ wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung liegt der Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/ sowie unter www.efre-bw.de zur Verfügung.

 

23. Mai 2018

Der Begleitausschuss für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) würdigte ‚Europa in meiner Region‘-Veranstaltungen, die über die Ergebnisse der EFRE-Förderung informieren

„Baden-Württemberg ist eine der wirtschaftsstärksten und innovationsfähigsten Regionen in Europa. Bei Erhalt und Ausbau dieser Position spielt die EFRE-Strukturförderung eine wichtige Rolle. Die Leistungen des EFRE in Baden-Württemberg werden durch Veranstaltungen vor Ort sichtbar“, betonte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, anlässlich der diesjährigen Sitzung des EFRE-Begleitausschusses am 16. Mai 2018 in Stuttgart. Beeindruckt zeigten sich die Sitzungsteilnehmer, die wichtige Partner des Programms repräsentieren, insbesondere von den vielfältigen Veranstaltungen der Projektträger, die dazu beitragen, die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse der EFRE-Förderung zu informieren. Diese Veranstaltungen sind in die EU-weite Kommunikationskampagne ‚Europa in meiner Region‘ eingebunden.

„Diese Tage der offenen Tür von EFRE-geförderten Projekten führen wir schon zum vierten Mal durch, weil sie ein voller Erfolg sind. Mehr als 6.900 interessierte Besucher haben sich bis zum heutigen Tage über solche Projekte informiert. Dieses hoch öffentlichkeitswirksame Format werden wir auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, sagte der Minister. Die diesjährigen Aktionstage laden Bürgerinnen und Bürger im Zeitraum von 23. Februar bis 23. November 2018 zu insgesamt zehn Informationsveranstaltungen ein.

Europa vor der Haustür – Förderung wird sicht- und erlebbar
Den Auftakt für die Jahresinformationsaktion 2018 machte das Innovationsprojekt ARENA2036. So präsentierte sich Ende Februar eine der modernsten Forschungsfabriken der Welt im Bereich des Leichtbaus und der innovativen Produktionstechnologie der breiten Öffentlichkeit. Bei der Veranstaltung konnten sich Fahrzeugaffine einen Eindruck davon verschaffen, wie die Zukunft der Mobilität und die Arbeit in der Automobilindustrie 4.0 aussehen wird. Mehr als 2.000 Besucher machten von dem Angebot Gebrauch, den Forschungsneubau zu besichtigen.

Ein weiteres Projekt stellte die Gemeinde Ilsfeld auf die Beine. Sie bekennt sich klar zum Klimaschutz und sorgt durch ökologische Nahwärmeversorgung für eine nachhaltige Energiebilanz. Nach umfangreichen bereits durchgeführten Maßnahmen lud der Bürgermeister zum Spatenstich am 23. März für den Anschluss der Ortsteile Helfenberg und Auenstein an die umweltfreundliche Nahwärmeversorgung ein. Die Besucher bekamen Gelegenheit, sich aus erster Hand über den Stand des Projekts zu informieren und sich mit den Projektbeteiligten auszutauschen.

Die nächsten EFRE-Aktionstage finden im Juni und Juli statt
Die nächsten EFRE-Aktionstage finden im Juni und Juli statt. So wird am 14. Juni im Rahmen der Regionalkonferenz Mobilitätswende das Projekt ‚Zeozweifrei unterwegs‘ auf dem Bruchsaler Marktplatz vorgestellt. Unter dem Motto ‚flexibel, günstig, klimaneutral‘ wird das Ziel verfolgt, ein regionales E-Carsharing-System aufzubauen. Direkt weiter geht die Veranstaltungsreihe am 20. Juni mit einer EU-Tour am Südlichen Oberrhein. Im Rahmen derer kann ein RegioWIN-Leuchtturmprojekt besichtigt werden, das sich mit dem Aufbau einer neuen Infrastruktur zur Erhöhung der Ressourceneffizienz und Innovationsbereitschaft in den Gewerbegebieten rund um Freiburg beschäftigt.

Beim Tag der Forschung am 2. Juli 2018 an der Hochschule für Technik (HTF) in Stuttgart bekommen Interessierte unter anderem die Gelegenheit, sich über den Forschungsverbund „Urbane ENergiesysteme und Ressourceneffizienz – ENsource“ zu informieren. Fragen rund um das Thema erneuerbare Energien und Energieeffizienz werden bei der Veranstaltung in Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen thematisiert.

Veranstaltungen im Herbst
Auch im Herbst finden weitere Veranstaltungen statt: Die mittelständische Firma Bieler & Lang GmbH, die sich auf die Entwicklung von Software für Gasmess- und Warnsysteme spezialisiert hat, lädt zum Von-Drais-Straßenfest nach Achern ein. Im Rahmen der Neckarwoche 2018 stellt sich das ‚Plastics InnoCentre‘ in Horb vor, ein Innovations- und Dienstleistungszentrum rund um das Thema Plastik. Das Innovations- und Forschungs-Centrum Tuttlingen im Bereich Medizintechnik öffnet seine Türen für die Öffentlichkeit voraussichtlich im Oktober. Und zum Abschluss können sich Interessierte beim Photonic-Forum Baden-Württemberg im November in Stuttgart davon überzeugen, das Licht ein wichtiges Werkzeug ist.

„Baden-Württemberg will auch künftig zukunftsweisende Projekte im Bereich Innovation und Klimaschutz im Land mit EFRE-Mitteln fördern und so als Lokomotive für Wachstum und Ideen wirken“, betonte Minister Hauk. Der Begleitausschuss informierte sich darüber hinaus über den Fortschritt des gesamten Programms, das sich auf gutem Wege befindet.

Hintergrundinformationen:
Weitere Informationen zu den Aktionstagen „Europa in meiner Region“ finden Sie im Internet unter https://efre-bw.de/veranstaltungen/tage-der-offenen-tuer-2018-informationsaktion-europa-in-meiner-region.

 

13. April 2018

Hoffmeister-Kraut: „Unsere aktuelle Innovationsstärke ist nicht ungefährdet. Globale Veränderungen erfordern auch auf regiona-ler Ebene neues Denken und neue Kooperationen, um das Innova-tionsgeschehen in der Fläche Baden-Württembergs zu sichern.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Freitag (13. April) in Reutlingen ein neues Förderprogramm offiziell vorgestellt, das zur Stärkung des Innovationsgeschehens in den Regionen Baden-Württembergs beitragen soll. „ProRegioInno“ besteht aus Bausteinen mit sowohl finanzieller als auch ideeller Unterstützung und ist mit insgesamt 5,6 Millionen Euro unterlegt, davon 4 Millio-nen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
„Baden-Württembergs aktuelle Innovationsstärke ist nicht ungefährdet. Globale Veränderungsprozesse erfordern auch auf regionaler Ebene neues Denken und neue Kooperationen, um das Innovationsgeschehen in der Fläche des Landes zu sichern“, sagte Hoffmeister-Kraut und warb darum, neue Wege regionaler In-novationspolitik zu initiieren.
Globalisierung und Digitalisierung wirken in allen Regionen
Neben beständigem, weltweitem Innovationsdruck, dem sich alle Wirtschafts- und Innovationsstandorte gleichermaßen stellen müssten, gebe es aktuelle glo-bale Herausforderungen wie zum Beispiel zunehmende Rufe nach Protektionis-mus, die sich als Gefahr für einen exportorientierten Standort wie Baden-Würt-temberg erweisen könnten. Andere Herausforderungen wie die Digitalisierung könnten ganze Branchen, Geschäftsmodelle oder Kompetenzfelder von heute auf morgen auf den Kopf stellen. „Diese Herausforderungen treffen nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch die kleinen und mittleren“, betonte Hoff-meister-Kraut. Die Folgen dieser Umwälzungen seien tief bis in alle Regionen zu spüren. Dem müssten sich auch regionale Innovationsakteure wie Wirtschaftsför-derer, Innovationsberater der Kammern, die Technologietransferzentren oder die Cluster-Initiativen stellen.

Regionale Innovationspotenziale aktivieren: ProRegioINNO
Das neue strukturpolitische Programm setzt sich aus vier Bestandteilen zur Stär-kung der regionalen Innovationskraft zusammen:

1. Förderung des regionalen Innovationsmanagements
2. Förderung regionaler Innovationsinfrastrukturen in Verdichtungsräumen
3. Regionale Unternehmerforen
4. Neue Beratungsangebote der ClusterAgentur Baden-Württemberg

Zur Vermeidung größenbedingter Nachteile für kleine und mittelständische Un-ternehmen fördere das Wirtschaftsministerium im Rahmen des neuen Pro-gramms daher gezielt Investitionen in regionale Innovationsinfrastrukturen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Im Fokus der Förderung stehen wirtschaftsnahe Technologie-, Kompetenz-, Innovations- und Gründerzentren oder vergleichbare Einrichtungen, die etwa sogenannte LivingLabs, Co-Working Spaces bzw. MakerSpaces beinhalten. Geschaffen wer-den sollen räumliche Voraussetzungen, um kleinen und mittelständischen Unter-nehmen, Start-ups und innovativen Dienstleistern die Erprobung und Nutzung von neuen und kooperativen Innovationsmethoden wie zum Beispiel Open-Inno-vation-Formaten zu ermöglichen, sagte Hoffmeister-Kraut.

Strategische Vernetzung vorhandener Innovationsangebote verbessern
Ziel des neuen Programms sei zudem, über noch bessere strategische Vernet-zung der vorhandenen Innovationsangebote in den Regionen einen neuen Mehr-wert an Innovationskraft für das Land insgesamt zu schaffen, so die Ministerin. Hoffmeister-Kraut: „Jede Region muss fokussierter denn je ihre Stärken und Schwächen, ihre Chancen und Risiken analysieren und ihre Ziele kennen, um ihre jeweilige Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen zu können.“

Das Programm „ProRegioInno“ sei damit eine gezielte Ergänzung der Angebote des Wirtschaftsministeriums, die direkt auf die Unternehmen zielten, wie zum Beispiel das „Popup Labor BW“. Mit „ProRegioInno“ wolle das Wirtschaftsminis-terium erreichen, dass die regionalen Innovationsakteure wie Wirtschaftsförderer, Innovationsberater der Kammern oder Technologietransferzentren zielgerichteter zusammenarbeiten, um regionale Innovationsprozesse zu beschleunigen und re-gionale Innovationssysteme weiterzuentwickeln. „Es geht darum, dass alle auf Innovationen ausgerichteten Akteure sich besser koordinieren, wenn möglich auch Doppelstrukturen abbauen und gemeinsam Potenziale der Region erken-nen und definieren.“ Im Ergebnis werde auch dies zur Steigerung der Innovati-onsfähigkeit der Unternehmen vor Ort beitragen.

Studie „Regionale Innovationssysteme“ zeigt Handlungsbedarf auf
Hintergrund des neuen Programms sind zum einen Analysen, dass insbeson-dere im Mittelstand die Innovationsdynamik nachlässt. Handlungsbedarf hat zu-dem die vom Wirtschaftsministerium beauftragte Studie „Regionale Innovations-systeme – Bestandsaufnahme und Schlussfolgerungen“ aufgezeigt. Die Studie identifiziere beispielsweise Defizite in der gezielten Zusammenarbeit und Vernet-zung der regionalen Innovationsakteure und gebe Empfehlungen für Verbesse-rungen in diesem Bereich. Weiteren Handlungsbedarf sehe die Studie darin, Hilfsangebote der regionalen Innovationsakteure transparenter zu machen und arbeitsteiliger auf die Bedarfe der mittelständischen Wirtschaft abzustimmen. Auch müssten die Innovationsakteure in den Regionen miteinander künftige In-novationstrends oder Transformationsbedarfe noch besser erkennen und über eine zielgeführte Zusammenarbeit für die regionale Wirtschaft anwendbar ma-chen. Hier stünden regionale Stärken und Schwächen noch zu selten im Fokus.

Die Studie „Regionale Innovationssysteme – Bestandsaufnahme und Schlussfol-gerungen“ ist online abrufbar unter: www.wm.baden-wuerttemberg.de

Alle Informationen zum Förderaufruf „Regionale Innovationsinfrastrukturen“ sind online abrufbar unter: www.efre-bw.de

23. Februar 2018

Innovative Unternehmen im Ländlichen Raum werden gezielt von der Landesregierung unterstützt/ Bewerbung für bevorstehende Auswahlrunde „Spitze auf dem Land!“ bis zum 31. März möglich

„In keinem anderen Land gibt es so viele Marktführer wie in Baden-Württemberg. Nicht nur die Zahl der Marktführer ist einmalig, sondern auch deren Verteilung über die verschiedenen Branchen hinweg und über die Fläche. Das Know-how und die Innovationkraft finden sich nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch zum Beispiel im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb oder im Odenwald. Um die Spitzenstellung des Landes als eine der wirtschaftlich stärksten und attraktivsten Regionen in Europa zu halten reicht es nicht, sich auf der bisherigen Leistung auszuruhen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (22. Februar) in Stuttgart. Der globale Wettbewerb fordere von den Unternehmen, ihre Produkte kontinuierlich weiter zu entwickeln sowie ihre Produktpalette durch neue, innovative Produkte zu erweitern. Nur so könnten sie auf dem Markt bestehen und Arbeitsplätze und Wohlstand sichern.

„Die bisher über die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ geförderten Unternehmen zeigen deutlich, dass die Mittelständler im Ländlichen Raum Baden-Württembergs hoch innovativ sind. Sie scheuen sich nicht davor, gewohnte Wege zu verlassen, Technologien und Prozesse in anderen Bereichen zu testen und auf diese zu übertragen, um neue Märkte zu erschließen. Zahlreiche von ihnen haben das Potential, in ihrem Bereich eine führende Position einzunehmen und sie sind ein wichtiger und unverzichtbarer Wachstumsmotor“, erklärte Minister Hauk. Genau diese innovationsstarken Unternehmen im Ländlichen Raum fördere das Land gezielt durch die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land!‘. Gemeinden mit solchen Unternehmen können sich bis zum 31. März 2018 für die aktuelle zehnte Auswahlrunde bewerben.

Hintergrundinformationen:

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovationen und Zukunftsfähigkeit sind. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen.

In der Förderperiode 2014-2020 stehen für die Förderlinie insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt. In den zurückliegenden neun Auswahlrunden hat der auf Landesebene gebildete Bewertungsausschuss über 170 Projekte beraten. Für insgesamt 81 Projekte wurde eine Förderzusage erteilt. Die bisher bereitgestellten Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 27 Millionen Euro. Auf Seiten der Unternehmen wird dadurch ein Investitionsvolumen in Höhe von 222 Millionen Euro angestoßen.

Die Bewerbung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch Aufnahmeanträge der Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Basis des Vorschlages eines dazu eingerichteten Bewertungsausschusses. Dieser tagt zweimal jährlich, im April und Oktober eines Jahres.

Aufnahmeanträge können jederzeit eingereicht werden. In der Auswahlrunde im April eines Jahres werden alle Aufnahmeanträge berücksichtigt, die bis zum 31. März vorliegen. In der Auswahlrunde im Oktober diejenigen, die bis zum 30. September eines Jahres vorliegen.

Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V., die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen, die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Mit dem EFRE und dem darauf aufbauenden Programm „Innovation und Energiewende“ richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg im Programmzeitraum 2014-2020 den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung, Innovation sowie die Verringerung der CO2-Emissionen. Das ELR ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden im Ländlichen Raum. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung liegt der Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/

Den Förderaufruf finden Sie auf unserer Website unter: https://efre-bw.de/foerderaufruf/spitze-auf-dem-land-fa/

2. Februar 2018

Ministerialdirektor Kleiner: „Neues Technologietransferangebot setzt Impulse für Innovation und Nachhaltigkeit in der Region Neckar-Alb“

Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Freitag (2. Februar) im Beisein von Vertretern der Europäischen Kommission mit einer feierlichen Schüsselübergabe den Neubau „RegioWIN-Campus“
in Reutlingen-Kusterdingen eingeweiht. In dem neuen Gebäude finden künftig das Nanoanalytikzentrum des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Insti-tuts (NMI) und der von der Technologieförderung Reutlingen-Tübingen GmbH (TF-RT) betriebene Forschungscampus BioMedTech einen modernen Standort.
Beide Zentren wurden beim Wettbewerb RegioWIN als Leuchtturmprojekte prä-miert und erhalten Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Ent-wicklung (EFRE) und des Landes.
„Das neue Technologietransferangebot setzt Impulse für Innovation und Nach-haltigkeit in der Region Neckar-Alb. Mit einer hohen Effizienz bei Forschung und Entwicklung können sich Unternehmen so eine gute Position auf dem Weltmarkt sichern. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie private Unternehmen und öffent-liche Hand gemeinsam innovationsorientierte Regionalentwicklung erfolgreich voranbringen“, sagte Ministerialdirektor Kleiner.
Im Forschungscampus BioMedTech werden regional ansässige Unternehmen der Medizintechnik und Biotechnologie sowie Institutionen der Grundlagen- und industrienahen Forschung gemeinsam unter einem Dach in sogenannten „Flying Labs“ an interdisziplinären, komplexen Projekten der Biomedizin und Material-technik forschen. Das Konzept der Flying-Labs sei neuartig und ermögliche regi-onal ansässigen Unternehmen der Medizintechnik einen optimalen Zugang zu Ergebnissen der angewandten Forschung, so Kleiner.
Das Zentrum für Nanoanalytik des NMI stärkt die Forschungs- und Innovations-kapazitäten für die Erforschung, Entwicklung und Herstellung innovativer Pro-dukte im Fahrzeug-, Maschinen- und Werkzeugbau sowie der Medizintechnik.
Hierfür wird ein hochauflösendes Elektronenmikroskop der neuesten Generation zum Einsatz kommen. Damit bieten sich Analysemöglichkeiten für Materialeigen-schaften im atomaren Bereich, die bisher nur der Grundlagenforschung zugäng-lich waren. Über 20 Unternehmen aus der Region und darüber hinaus zahlreiche
Forschungseinrichtungen, darunter vier Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg, haben Forschungsbedarf signalisiert, der nur mit diesem Mikro-skop abgedeckt werden kann.
„Das NMI trägt als Innovationstreiber maßgeblich zur Steigerung der Wettbe-werbsfähigkeit in der Region bei. Es ist ein starker, kompetenter und verlässli-cher Partner für die Unternehmen, der gut aufgestellt und europaweit vernetzt ist“, betonte Kleiner.
Hintergrund RegioWIN
Die Leuchtturmprojekte Forschungscampus BioMed Tech und Nanoanalytikzent-rum wurden im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als zwei von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 -2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwick-lung voranzutreiben. Die Umsetzung der entwickelten Projekte ist ein wichtiger Beitrag zum Technologietransfer und damit auch zur innovativen Entwicklung Ba-den-Württembergs.

17. Januar 2018

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat am Mittwoch (17. Januar) der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH einen Förderbescheid über 121.000 Euro für das Projekt „Materials Excellence“ der Cluster-Initiative „MetallDIALOG“ übergeben. Die Förderung unterstützt gezielt die strategische Weiterentwicklung der Mitgliedsunternehmen des MetallDIALOGs im internationalen Maßstab und erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„In einem so ausgeprägt exportorientierten Land wie Baden-Württemberg müssen gerade auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Internationalisierung als wesentliches Standbein der Geschäftspolitik im Blick behalten“, betonte Schütz anlässlich der Übergabe des Förderbescheides. Internationalisierung meine dabei nicht nur die Erschließung neuer Märkte, sondern auch Kooperationen in Forschung und Entwicklung, so Schütz. Die Cluster-Initiative MetallDIALOG habe hierfür mit ihren Mitgliedsunternehmen eine langfristige, bis ins einzelne durchdachte Strategie entwickelt, die sich im geförderten Projekt niederschlage.

Das Projekt „Materials Excellence“ schließt mit der internationalen Perspektive konsequent an das bereits 2015 geförderte Projekt SEFEX („Strategisches Management, Effizienzsteigerung und Expansion in den Unternehmen des MetallDIALOGs“) an. Mit „Materials Excellence“ diversifizieren Mitglieder des MetallDIALOGs – ergänzt um Mitgliedsunternehmen des KunststoffDIALOGs – und Mitglieder des Danish Materials Network ihre Geschäftsaktivitäten und entwickeln gemeinsam neue Märkte. Ziel dabei ist in erster Linie, eine breitere Kundenbasis aufzubauen sowie die Unternehmen in der Entwicklung vom Teilelieferant bzw. Lohnfertiger zum produktorientierten Unternehmen voranzubringen.

Vor allem der branchenübergreifende Aspekt stehe dabei für ein hohes Innovationspotential, so die Staatssekretärin. So böten sich den Unternehmen des MetallDIALOGS mit den dänischen Unternehmen, die z. B. in Bereichen wie Windenergieanlagen, Off-Shore-Installationen oder Nahrungsmittelverarbeitung aktiv seien, ganz neue Zielbranchen für cross-sektorale Kooperationen. Katrin Schütz: „Über 250 Unternehmen der Metallbranche in der Stadt Heilbronn und im Landkreis Heilbronn können damit ein weiteres Instrument der Cluster-Initiative MetallDIALOG nutzen, das sie strategisch und nachhaltig in ihrer Weiterentwicklung unterstützt.“

Besonders erfreulich sei, dass sich das Projekt „Materials Excellence“ zusammen mit zwei weiteren Projekten, an denen Cluster-Initiativen aus Baden-Württemberg mit Partnerorganisationen aus Dänemark und Schweden beteiligt sind, gegen insgesamt knapp 30 Projekte bei der international zusammengesetzten Jury erfolgreich habe durchsetzen können, unterstrich Schütz. Die Programmausschreibung des Wirtschaftsministeriums hatte gezielt den Ostseeraum mit seinen skandinavischen und baltischen Anrainerländern, für den die EU-Kommission eine eigene Strategie formuliert hat, in den Blick genommen. Ausschlaggebend dafür war, dass die Cluster-Initiativen aus Baden-Württemberg insbesondere in den skandinavischen Ländern auf eine ausgeprägte Clusterlandschaft und innovative Unternehmen und damit potentiell geeignete Partner auf Augenhöhe treffen konnten.

Die Unterstützung des Landes erfolgt innerhalb der Clusterförderung, mit der das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Rahmen des aktuellen EFRE Operationellen Programms 2014-2020 „Innovation und Energiewende“ die Entwicklung und Erprobung neuer Projekte und Dienstleistungen durch regionale Cluster-Initiativen und Innovationsplattformen auch im internationalen Zusammenhang fördert

17. Januar 2018

Ministerialdirektor Kleiner: „Projekt unterstützt Digitalisierung als Mittel zur Steigerung von Ressourcen- und Energieeffizienz in der Oberrhein-Region“

Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Mittwoch (17. Januar) den Startschuss für das RegioWIN-Gemeinschaftspro-jekt „Vernetzte Industrie“ am Standort Offenburg gegeben. Das Gemein-schaftsprojekt zur Energieeffizienz von Unternehmen in Freiburg, Offenburg und Lahr wird von der EU und vom Land Baden-Württemberg mit fast vier Millionen Euro unterstützt. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit von möglichst vielen Partnern in den beteiligten Industriegebieten und durch eine Betriebsübergrei-fende Koordination das volle Energieeffizienzpotenzial von innovativen Einzellö-sungen zu erschließen und damit neuen Technologien und digitalen Lösungen in die industrielle Praxisanwendung zu helfen.
„Die Landesregierung hat sich auf die Fahnen geschrieben, unsere Unterneh-men im Land zur Nummer eins bei Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien zu machen. Das Innovationspotential der Unternehmen kann in Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung ein relevanter Motor dafür sein“, so Kleiner.
Offenburg ist einer von drei Pilotstandorten des Projekts, das den Unternehmen aus Offenburg und Umgebung neue Technologien zur Steigerung ihrer Energie-effizienz zur Verfügung stellt. Träger des Vorhabens ist die ITG aus Freiburg, eine gemeinsame Tochter der Badenova AG und dem E-Werk Mittelbaden. Das Angebot wurde den Unternehmen in Offenburg jetzt erstmalig vorgestellt. Mit dem Auftakt beginnt nun die Suche nach umsetzungswilligen Unternehmen, die sich für technische Innovationen offen zeigen und konkrete Schritte gehen wol-len, um Energie und Kosten einzusparen.
Unter dem Motto „Nachbarn produzieren Energie für Nachbarn“ arbeiten in dem Gemeinschaftsprojekt die Unternehmen aus den Industriegebieten Elgersweier in Offenburg, Industriegebiet West in Lahr und Industriegebiet Nord in Freiburg zusammen und erproben neue technische Anlagen, die möglichst energieeffi-zient arbeiten sollen. Ist die Umsetzung erfolgreich, könnte das Projekt bespiel-gebend sein. Dies betrifft insbesondere die Kommunikations- und Softwarelösun-gen, den Auf- und Ausbau eines virtuellen Kraftwerks oder die Organisation der Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen. Die Verbundpartner erproben ge-meinsame Anlagen und bereits am Markt erhältliche Einzellösungen über Be-triebs- und Gewerbegebietsgrenzen hinweg. Umgesetzt werden sollen vor allem auch vernetzte Lösungen, die in den Industrieunternehmen vorhandene Rest- und Abwärme nutzen, zur Digitalisierung des Energiemanagements beitragen o-der die Energieeffizienz durch Automatisierung der Gebäude und Produktions-prozesse steigern. Die Projektpartner wollen so schrittweise in einem vernetzten Gesamtsystem zusammenarbeiten, Effizienzgewinne maximieren und neue In-novationsimpulse setzen. Je mehr Umsetzungspartner gefunden werden, desto besser kann die Vernetzung gestaltet werden.
„Mit der Projektförderung leistet das Land auch einen Beitrag zur innovationsori-entierten Regionalentwicklung, zum Technologietransfer und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region“, betonte Kleiner. Insbesondere den Blick über den betrieblichen Tellerrand hinaus solle das Projekt unterstützen, so der Amts-chef des Wirtschaftsministeriums: „Fast immer fehlt es in den Industriestandorten an einem Überblick über die Energie- und Stoffströme sowie an einem unterneh-mensübergreifenden Management – entsprechend groß ist das Umsetzungsinte-resse der EU und des Landes.“
Das Leuchtturmprojekt wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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