Pressemitteilungen

2. März 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vom 02.03.2017

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Das neue Projekt wird den Leichtbau revolutionieren und zugleich einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen leisten“

Land und EU fördern „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ mit knapp 1,5 Millionen Euro

„Ressourcenschutz und Energiesparen sind zentrale Aufgaben für unsere Gesellschaft: Angesichts  einer stetig wachsenden Weltbevölkerung sowie schwindender Ressourcen ist die Einsparung von Gewicht, Material und Energie eine Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige intakte Welt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Donnerstag (2. März) in Pforzheim. Dem Leichtbau komme hier eine zentrale Rolle zu: Je weniger Gewicht beispielsweise ein Flugzeug aufweise, desto weniger Kerosin verbrauche es, oder allgemein: Je leichter gebaut werde, desto geringer der Ressourcenverbrauch.

Dafür bedarf es neuer Werkstoffe, die leicht sind und zugleich genau definierte Eigenschaften aufweisen. „Über alle Branchen hinweg wird derzeit nach solchen neuen Materialien und Werkstoffen gesucht, die dabei helfen, Gewicht zu reduzieren. Ich freue mich, dass sich die Hochschulen Pforzheim, Karlsruhe und Reutlingen mit dem Karlsruher Institut für Technologie, dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen sowie dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal zusammenschließen und ihre Kräfte für diese wichtige Aufgabe bündeln. Damit sich die Wissenschaftler dem ambitionierten Projekt intensiv widmen können, unterstützt sie das Land mit eigenen und Strukturfondsmitteln der Europäischen Union“, so Bauer weiter. Die Wissenschaftsministerin übergab an der Hochschule Pforzheim den Förderbescheid über knapp 1,5 Millionen Euro an die breit aufgestellte Forschungsallianz – und gab damit zugleich den Startschuss: Die Wissenschaftler wer-den ab jetzt in den kommenden drei Jahren innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau entwickeln und fertigen.

Schaum: Ideale Basis für neue Werkstoffe
„Die innovativen metallischen Schaumstrukturen weisen allein schon durch ihre Struktur ein deutlich geringeres Gewicht auf. Durch die Kombination mit anderen Stoffen können maßgeschneiderte Materialien entwickelt werden, deren Eigenschaften und Verhalten ganz gezielt auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden können. Das Potenzial und die Anwendungsvielfalt dieser neuen Werkstoffe scheint beinahe unerschöpflich“, sagte der Sprecher des Forschungsverbunds, Prof. Dr. Norbert Jost. „Diese innovativen und leichten Zukunftsmaterialien werden vielseitig einsetzbar sein“, unterstrich die Ministerin – von der Fahrzeugindustrie über den Maschinenbau bis zur Luft- und Raumfahrt, in der Energietechnik wie auch in der Biomedizin. Denkbar sei auch die Entwicklung neuartiger medizinischer Implantate. Trotz des großen Potentials befindet sich die Entwicklung solcher Werkstoffe allerdings noch im Anfangsstadium, eine industrielle Fertigung ist noch nicht etabliert. „Dass unsere Hochschulen und Forschungsinstitute jetzt in diesem Feld vorangehen, ist auch von größtem Interesse für die Wirtschaft“, zeigte sich Bauer überzeugt.

Technologietransfer: Wirtschaft und Wissenschaft Hand in Hand
Der Leichtbau gilt als eine der bedeutendsten Zukunftstechnologien – „er stellt geradezu einen Motor für Innovationen dar“, so die Ministerin. In Baden-Württemberg biete sich der Leichtbau als Anwendungsfeld für kleinere und mittlere Unternehmen besonders an, denn hier verfügen Unternehmen wie Forschungseinrichtungen über eine herausragende Expertise im Bereich Forschung, Entwicklung und Anwendung. „Der neue Forschungsverbund wird innovative Produktionsprozesse anstoßen und neue Anwendungsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft erschließen“, sagte Bauer.

Um die Marktpotenziale und Fertigungsmöglichkeiten der neuen Werkstoffe anwendungsnah weiterzuentwickeln, beteiligen sich auch zahlreiche Unternehmen an dem Vorhaben, darunter u.a. die Indutherm Erwärmungsanlagen GmbH aus Walzbachtal, die Tinnit GmbH und die BTE GmbH aus Karlsruhe sowie die Mayser GmbH in Lindenberg und die cirp GmbH aus Heimsheim. Der stetige Austausch zwischen Theorie und Praxis wird durch die Landesagentur Leichtbau BW sowie die Industrie- und Handelskammern Nordschwarzwald und Karlsruhe begleitet. Bauer: „Durch die Einbindung zahlreicher klein- und mittelständischer Unternehmen, der IHKen und der Landesagentur Leichtbau BW wird der wechselseitige Technologietransfer gewährleistet.“

Wissenschaft entwickelt zukunftsweisende Ideen für unsere Gesellschaft
„Wissenschaft und Forschung beschäftigen sich mit den zentralen Fragen unserer Gesellschaft. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lösung drängender Probleme und entwickeln zukunftsweisende Ideen. Das Projekt des Forschungsverbunds wird den Leichtbau voranbringen und diesem wichtigen Feld mit der Entwicklung eines Zukunftswerkstoffs einen weiteren Schub geben“, betonte Bauer abschließend.

Weitere Informationen:
Das neue Forschungsprojekt und Verbundvorhaben „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ (InSeL) wird als sogenanntes ZAFH mit bis zu 1,5 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg und Strukturfondsmittel der Europäischen Union (EFRE) gefördert.

ZAFH, Zentren für angewandte Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, sind interdisziplinäre und hochschul- sowie fakultätsübergreifende Forschungsverbünde. Sie werden vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert. Eine einmalige Verlängerung von zwei Jahren ist möglich. Dafür werden weitere Mittel in Höhe von bis zu 1 Million Euro bereitgestellt.

Bisher wurden landesweit 11 ZAFH an verschiedenen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gefördert. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von bis zu 26,5. Mio. Euro zur Verfügung gestellt (davon 8,75 Mio. Euro EFRE-Mittel sowie 17,75 Mio. Euro Landesmittel).

Die geförderten ZAFH weisen eine große thematische Spannbreite auf: von Fragestellungen zur Unterstützung im Alter über die Robotik bis zur Energieforschung.
Die Einbindung regionaler Wirtschaftsunternehmen  gewährleistet einen hohen Anwendungsbezug der Forschung.

Die ZAFH-Forschungsinitiative „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leicht-bau“  (InSeL) positioniert sich gesamtheitlich als eine neue Plattform für innovative Leichtbaukonzepte, die sowohl für Forschungseinrichtungen als auch für interessierte Unternehmen offen ist und nach der Förderung auch „auf eigenen Beinen“ stehen möchte.

Beteiligte Hochschulen und Forschungsinstitute mit Ansprechpartnern:
Hochschule Pforzheim, Prof. Dr. Norbert Jost
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Prof. Dr. Britta Nestler
Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr. Britta Nestler, Prof. Dr. Frank Pöhler
Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Rumen Krastev
Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal

2. März 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vom 02.03.2017

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Durch die Kombination der jeweiligen Stärken von Mensch und Roboter gewinnen wir nachhaltige, flexible und leistungsfähige technologische Lösungen. Der Roboter wird zum sicheren und effizienten Assistenten des Menschen“

Innovation bringt Wertschöpfung voran – Baden-Württemberg soll zum Leitanbieter für Logistiksysteme und -prozesse werden

Wer Logistik hört, denkt meist nur an Transport, Warenverteilzentrum und Hochregallager. Dieses Bild trifft so aber nicht mehr zu. Logistik ist heute viel mehr als das: Von einer reinen Unterstützungsleistung in den klassischen Bereichen Transport, Umschlag und Lagerung ist sie zu einer Querschnittsaufgabe geworden. Dass Kundenanforderungen zunehmend komplexer werden, stärkt die Bedeutung der Logistikbranche. Logistik ist heute ein vielseitiger Wachstumsmarkt mit einer Fülle unterschiedlicher Serviceangebote. Baden-Württemberg hat die höchste Logistik-Dichte in Deutschland und beheimatet zahlreiche Weltmarktführer. Die Branche spielt daher eine zentrale Rolle für Beschäftigung und Wertschöpfung im Land.

„Umso überraschender ist, dass die vielen innovativen Technologien und Prozesse, die bereits heute für die Automatisierung zur Verfügung stehen, im Logistikbereich noch nicht flächendeckend zum Einsatz kommen. Vorhandene Chancen werden nicht genutzt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Donnerstag (2. März) an der Hochschule in Reutlingen. Gerade die zahlreichen klein- und mittelständischen Unternehmen blieben in Sachen Automatisierung und der damit verbundenen Effizienzsteigerung meist außen vor. „Das wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschulen Reutlingen und Ulm sowie der Universität Ulm ändern: Sie haben sich im Verbundvorhaben ´Intralogistik` zusammengeschlossen und wollen insbesondere für klein- und mittelständische Unternehmen praxisnahe Lösungen finden, wie sie bisher manuell ausgeführte Tätigkeiten schrittweise automatisieren können. Die Fähigkeiten des Menschen werden dadurch unterstützt und erweitert. Der Roboter soll langfristig zum sicheren und effizienten Assistenten des Menschen werden“, betonte Bauer. Anwendungsbereiche für solche automatisierten Lösungen seien beispielsweise die Ent- oder Beladung von LKWs oder Seecontainern oder die Versorgung von Arbeitsstationen in Produktionsumgebungen. „Indem die jeweiligen Stärken von Mensch und Roboter kombiniert werden, gewinnen wir nachhaltige Technologielösungen mit der erforderlichen Flexibilität und Leistungsfähigkeit“, so die Ministerin.

Ziel sei, solche Lösungen und Prozesse schnell in den Unternehmen zum Einsatz zu bringen – „dabei unterstützt das Land mit eigenen und Strukturfondsmitteln der Europäischen Union“. Die Wissenschaftsministerin übergab den Förderbescheid über 1,45 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre – und gab damit zugleich den Startschuss für die Wissenschaftler.

„Aktuell werden sowohl die Materialbereitstellung als auch die erforderliche Be- und Entladetätigkeiten in den Unternehmen überwiegend manuell durchgeführt. Grund für den geringen Automatisierungsgrad sind die Vielfalt der zu handhabenden Gegenstände sowie die unstrukturierte Umgebung, die einen zuverlässigen Einsatz von Maschinen erschwert“, sagte Prof. Echelmeyer, der Sprecher des Forschungsverbunds. „In unserem Forschungsprojekt werden wir das Zusammenspiel intelligenter und flexibler Systeme mit den Anwendern in den Mittelpunkt rücken.“

BW ist Logistik-Land und damit prädestiniert für die Rolle des Leitanbieters 

Laut neuesten Erhebungen bieten rund 800 Unternehmen in Baden- Württemberg Logistik-Produkte oder -Dienstleistungen an. Nach Umsatz und Beschäftigten liegt die Logistikbranche in ihrer Bedeutung für Baden-Württemberg bereits kurz hinter den großen Industriebranchen Maschinenbau, Fahrzeugbau und Elektrotechnik-/Elektroindustrie. „Das zeigt, wie wichtig es gerade für Baden-Württemberg ist, das große Potential für innovative Lösungen im Logistikbereich zu nutzen, Wertschöpfungspartnerschaften zu stärken und Prozesse zu optimieren“, unterstrich die Ministerin. Als Querschnittsbranche sei die Logistik zudem prädestiniert für eine Kombination bisher getrennt betrachteter Technologien und Methoden.

In Verbindung mit der in Baden-Württemberg ebenfalls sehr starken Automatisierungsbranche biete sich nicht nur die Möglichkeit, mit der Entwicklung von entsprechenden Robotiklösungen die Logistikprozesse zu automatisieren und dadurch effizienter zu gestalten. „Hier können auch innovative Systeme für die Branche weltweit entwickelt und zur Verfügung gestellt werden. Baden-Württemberg soll zu einem Leitanbieter für Logistiksysteme und -prozesse werden“, sagte Bauer.

Hoher Anwendungsbezug der Forschung – Robotiklösungen im Fokus

Die enge Verzahnung sowohl mit potentiellen Anwendern aus der Logistik als auch mit Technologieanbietern und Industrie-/KMU-Netzwerken aus Baden Württemberg gewährleiste den hohen Anwendungsbezug der Forschung, die die ökonomischen und technischen Anforderungen der Branche im Blick habe, so Prof. Echelmeyer weiter. „Langfristig wollen wir Innovationshürden für die Anwendung von Servicerobotik in der Logistik senken und innovative Ideen mittels eines Baukastensystems integrieren. Dadurch können die Unternehmen neue Logistiklösungen leichter anwenden. Unsere Priorität liegt somit klar auf der Entwicklung von spezifischen Robotiklösungen – entsprechend der Anforderungen in den Unternehmen“, sagte Prof. Echelmeyer abschließend.

Weitere Informationen:

Das neue Forschungsprojekt und Verbundvorhaben „Intralogistik“ wird als sogenanntes ZAFH mit 1,45 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg und Strukturfondsmittel der Europäischen Union (EFRE) gefördert.

ZAFH, Zentren für angewandte Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, sind interdisziplinäre und hochschul- sowie fakultätsübergreifende Forschungsverbünde. Sie werden vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert. Eine einmalige Verlängerung von zwei Jahren ist möglich. Dafür werden weitere Mittel in Höhe von bis zu 1 Million Euro bereitgestellt.

Bisher wurden landesweit 11 ZAFH an verschiedenen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gefördert. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von bis zu 26,5. Mio. Euro zur Verfügung gestellt (davon 8,75 Mio. Euro EFRE-Mittel sowie 17,75 Mio. Euro Landesmittel).

Die geförderten ZAFH weisen eine große thematische Spannbreite auf: von Fragestellungen zur Unterstützung im Alter über die Robotik bis zur Energieforschung.

Die Einbindung regionaler Wirtschaftsunternehmen gewährleistet einen hohen Anwendungsbezug der Forschung.

Am ZAFH „Intralogistik“ beteiligte Hochschulen und Forschungsinstitute mit Ansprechpartnern:

Prof. Dr. Ing. Wolfgang Echelmeyer
Lehr- und Forschungszentrum Wertschöpfungs-und Logistiksysteme
Hochschule Reutlingen, Fakultät ESB Business School
wolfgang.echelmeyer@reutlingen-university.de
07121 271 3076

Prof. Dr. Ing. Vera Hummel
Lehr- und Forschungszentrum Wertschöpfungs-und Logistiksysteme
Hochschule Reutlingen, Fakultät ESB Business School
vera.hummel@reutlingen-university.de
07121 271 3031

Prof. Dr. Christian Schlegel
Forschungsgruppe Servicerobotik
Institut für Informatik, Fakultät Informatik
Hochschule Ulm
schlegel@hs-ulm.de
0731 50 28242a

13. Dezember 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 13.12.2016

Die Hahn-Schickard-Gesellschaft errichtet am Standort Villingen-Schwenningen ein Kompetenzzentrum für die Mikromedizintechnik „MedAssembly“. Dafür erhält Hahn-Schickard eine Förderung von insgesamt 730.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und 292.000 Euro aus Landesmitteln.

Mit den Fördermitteln werden eine medizintechnisch angepasste Organisations- und Fertigungsstruktur aufgebaut, die bestehende Infrastruktur für die mikromedizinische Fertigung (englisch: Assembly) erweitert sowie innovative Produkte regionaler Unternehmen der Medizintechnik erprobt.

„Durch die fachgerechte Unterstützung bei der Fertigung und Zulassung neuer medizintechnischer Produkte können rund hundert überwiegend mittelständische Unternehmen des Medizintechnik-Clusters in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg wesentlich schneller und risikofreier neue technische Lösungen in erfolgreiche Produkte umsetzen und ihre Investitionskosten in der Fertigung stark reduzieren“, so Ministerialdirektor Hubert Wicker bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids am 13.Dezember 2016 an Institutsleiter Professor Dr. Roland Zengerle in Villingen-Schwenningen. Dies sei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Etablierung neuer Produkte und erleichtere auch Gründern den Einstieg in den für die Regionalentwicklung wichtigen Zukunfts- und Wachstumsmarkt der Mikrosystemtechnik.

Mit MedAssembly wird neben der Zulassungsberatung und -begleitung die Basis für die Fertigung von mikromedizintechnischen Mustern und klinischen Serien geschaffen. Dafür wird die bei Hahn-Schickard bereits vorhandene Fertigungsinfrastruktur inklusive der benötigten Test- und Analysemöglichkeiten erweitert und medizintechnisch angepasst.

Weitere Informationen
Das Leuchtturmprojekt „MedAssembly“ wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014-2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwicklung voranzutreiben.

8. Dezember 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 08.12.2016

„Die Gesundheitswirtschaft ist ein Wachstumssektor mit hohem wirtschaftlichem Potenzial. Die Unternehmen dieser Branchen bieten sehr viele hochqualifizierte, innovative und krisensichere Arbeitsplätze. Mit der Förderung des Business Development Centers Medizintechnologie in Höhe von 7 Millionen Euro stärken wir den aufstrebenden Medizintechnik-Standort Mannheim und damit die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region“, so Staatssekretärin Katrin Schütz. Sie übergab den Förderbescheid an die Stadt Mannheim am 8. Dezember 2016 im Rahmen der Feierstunde zum fünfjährigen Bestehen des Clusters Medizintechnologie und der vor fünf Jahren eingerichteten Fraunhofer Projektgruppe zur Automatisierung in der Medizin und der Biotechnologie (PAMB).

Das Business Development Center Medizintechnologie (BDC MedTech) ist das Herzstück des zukünftigen Mannheim Medical Technology Campus (MMT-Campus). Im MMT-Campus sollen sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Medizintechnologie ansiedeln und so die Entwicklung und nachhaltige Vermarktung von Medizinprodukten in Mannheim und der Metropolregion vorantreiben.
Das BDC MedTech bietet Start-ups, Spin-offs sowie kleinen und mittleren Unternehmen ideale Voraussetzungen in einer der weltweit größten Wachstumsbranchen. Dort können sie u.a. Büros, Hybridräume – so genannte iCubes – und Labore zeitlich flexibel nutzen und so ihre Geschäftsideen entwickeln und ausbauen.

„Das neue Business Development Center Medizintechnologie als erster Baustein des MMT-Campus wird nicht nur die Wettbewerbsposition von Medizintechnologie-Unternehmen in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region verbessern. Es zieht auch neue Unternehmen und Gründungen an, wodurch qualitativ hochwertige Arbeitsplätze der Zukunft entstehen“, so Schütz. „Die Medizintechnologie bietet schon heute über 7.000 Arbeitsplätze und zählt mit den rund 14.000 Arbeitsplätzen in der Pharmaindustrie zu den größten Branchen in Mannheim.“
Das BDC MedTech bietet durch die konzentrierte räumliche Anordnung des Universitätsklinikums, des Clustermanagements Medizintechnologie, der Fraunhofer Projektgruppe PAMB, des Gründungs- und Kompetenzzentrums Medizintechnologie (cubex41) mit einem experimentellem Hybrid-OP sowie des Krebs-Forschungscampus „Mannheim Molecular Intervention Environment“ (M2OLIE) einzigartige Chancen der Verzahnung der Institutionen und Firmen.

Das Investitionsvolumen für den Bau des Leuchtturmprojektes BDC MedTech liegt bei insgesamt rund 20 Millionen Euro. Dafür wird die im RegioWin-Wettbewerb festgelegte maximale Fördersumme von sieben Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium bereitgestellt. Fünf Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zwei Millionen Euro aus Landesmitteln. Träger und Betreiber ist die mg: mannheimer gründungszentren gmbh, eine Tochter der Stadt Mannheim. Mit dem Baubeginn wird Mitte 2018 und mit der Fertigstellung des Zentrums Ende 2020 gerechnet.

Hintergrund RegioWIN:

Das Leuchtturmprojekt BDC MedTech wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE – genannt. Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwicklung voranzutreiben. Die Umsetzung der entwickelten Projekte ist ein wichtiger Beitrag zum Technologietransfer und damit auch zur innovativen Entwicklung Baden-Württembergs.

25. November 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 25.11.2016

„Die Energiewende ist ein wichtiges Zukunftsthema für die Landesregierung. Deswegen fördert das Wirtschaftsministerium ein Gemeinschaftsprojekt zur Energieeffizienz von Unternehmen in Freiburg, Offenburg und Lahr. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit insgesamt 20 Partnern die Effizienz von Blockheizkraftwerken zu verbessern, die Gebäudeeffizienz durch innovative Werkzeuge zu optimieren sowie die Gasqualität von Biogas zu steigern“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz bei der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro an die Infrastruktur Trägergesellschaft mbH & Co. KG am 25. November 2016 in Freiburg.

Unter dem Motto „Nachbarn produzieren Energie für Nachbarn“ arbeiten in dem Gemeinschaftsprojekt verschiedene Industrie- oder Gewerbegebiete zusammen und erproben neue technische Anlagen, die möglichst energieeffizient arbeiten sollen. Ist die Umsetzung erfolgreich, könnte das Projekt bespielgebend sein. Dies betrifft insbesondere die Kommunikations- und Softwarelösungen, den Auf- und Ausbau eines virtuellen Kraftwerks oder die Organisation der Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen. Die Verbundpartner erproben gemeinsame Anlagen und bereits am Markt erhältlich Einzellösungen über Betriebs- und Gewerbegebietsgrenzen hinweg. Sie wollen so schrittweise in einem vernetzten Gesamtsystem zusammen arbeiten, Effizienzgewinne maximieren und neue Innovationsimpulse setzen.Neben den bisherigen Verbundpartnern können sich weitere Unternehmen aus der Region am Projekt beteiligen.

Das Projekt „Neue Infrastruktur“ bildet damit das Dach des prämierten Regio-WIN-Leuchtturmprojekts „Vernetzte energieeffiziente Industrieparks“. In drei Teilprojekten werden neue Effizienztechnologien entwickelt. Im Rahmen des Clusterteilprojekts wurde zudem bereits die Clusterinitiative innoEFF (Innovations- und Effizienzcluster Klimapartner Oberrhein) gegründet, die als Netzwerk und Informationsplattform u.a. die Vernetzung der Akteure vorantreibt. Das Teilprojekt „Neue Infrastruktur“ ist zunächst auf eine Laufzeit von vier Jahren angelegt. Auch nach Projektende soll die gemeinsame Infrastruktur kontinuierlich weiterentwickelt werden. „Damit leistet das Land auch einen Beitrag zur innovationsorientierten Regionalentwicklung, zum Technologietransfer und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region“, so Staatssekretärin Schütz.

Das Leuchtturmprojekt wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE – genannt.

24. November 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 24.11.2016

Das Naturwissenschaftliche und Medizinische Institut (NMI) errichtet mit Fördermitteln der EU und des Landes in direkter räümlicher Nachbarschaft ein modernes Forschungs- und Dienstleistungszentrum für hochauflösende Nanoanalytik in materialwissenschaftlich und werkstofftechnisch orientierten Technologiefeldern. Dafür erhält das NMI insgesamt rund 3,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 1,3 Millionen Euro aus Landesmitteln.

„Viele regionale Unternehmen können dank des Nanoanalytikzentrums bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren auf die bisher nicht verfügbare innovative Spitzentechnologie zurückgreifen“, sagte der Amtschef des Wirtschaftsministeriums, Ministerialdirektor Hubert Wicker, bei der Übergabe des Förderbescheids am 24. November 2016 in Reutlingen. Dies betreffe vor allem die Branchen Fahrzeug-, Maschinen- und Werkzeugbau, Medizintechnik und Zulieferer. „Mit dem neuen Zentrum wird der Zugang für die regionale Wirtschaft zu den werkstoffanalytischen Kompetenzen des NMI und seiner Partner erheblich erleichtert. Dies sorgt für einen Innovationsschub und stärkt damit die Zukunftsfähigkeit der Region“, so Wicker weiter.

Nanoanalytik spielt heute in vielen Bereichen der Materialforschung eine zentrale Rolle. Für die industrielle Entwicklung und Verarbeitung neuer Werkstoffe wie auch für die Grundlagenforschung ist die Erforschung kleinster Strukturen praktisch unverzichtbar. Im Mittelpunkt des Leuchtturmprojektes steht die Anschaffung eines hochauflösenden Transmissionselektronenmikroskops (TEM), einem hoch-spezialisierten Gerät, mit dessen Hilfe sich die Mikrostruktur von Proben bestimmen lässt. Außerdem werden  mit den Fördermitteln die Ausstattung für die Probenpräparation erweitert sowie Labor- und Büroräume eingerichtet.

Das Leuchtturmprojekt Nanoanalytikzentrum wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung – kurz EFRE – genannt.

„Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwicklung voranzutreiben. Die Umsetzung der entwickelten Projekte ist ein wichtiger Beitrag zum Technologietransfer und damit auch zur innovativen Entwicklung Baden-Württembergs. Auch das Nanoanalytikzentrum trägt seinen Teil zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bei“, betonte Wicker.

Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut

21. November 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 21.11.2016

Umweltminister Franz Untersteller: „Der Wettbewerb belegt das hohe Engagement und die Ideenvielfalt, mit der die Kommunen im Land den Klimaschutz vorantreiben.“

Umweltminister Franz Untersteller hat heute (21.11.) in Stuttgart die 15 Gewinner des Wettbewerbs „Klimaschutz mit System“ ausgezeichnet. Mit dem Wettbewerb unterstützt das Ministerium Investitionen von Landkreisen, Städten und Gemeinden, die den Ausstoß von Treibhausgasen verringern sowie bewusstseinsbildende Maßnahmen der Kommunen, die die CO2-Emissionen in Privathaushalten reduzieren sollen.Das Fördervolumen der 15 nun ausgezeichneten Projekte liegt insgesamt bei über 9 Millionen Euro. Die einzelnen Zuschüsse liegen zwischen 100.000 Euro und rund 2 Millionen Euro.Der Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft betonte: „Die eben zu Ende gegangene UN-Klimakonferenz in Marrakesch hat verdeutlicht, dass wir dringend konkrete Schritte aus dem Klima-Desaster benötigen, in das vor allem die Industrienationen die Menschheit hineinmanövriert haben. Unser Wettbewerb zeigt, dass Baden-Württemberg mit Hilfe seiner engagierten Kommunen hierbei eine wichtige Vorreiterrolle einnehmen kann.“Mit „Klimaschutz mit System“ helfe die Landesregierung den Landkreisen, Städten und Gemeinden im Land dabei, die Treibhausgasemissionen auf ihrem Gebiet systematisch zu senken und so ihrer Vorbildfunktion gerecht werden zu können, sagte Untersteller weiter. Für das Programm stehen 27 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung, ergänzt wird es in besonderen Fällen mit Landesmitteln. “Das zeigt, wie wichtig uns der kommunale Klimaschutz ist“, so der Umweltminister.

Ergänzende Informationen

Damit die besten Ideen in den Genuss einer Förderung kommen können, war dem eigentlichen Förderverfahren ein Wettbewerb vorangestellt. Die Kommunen haben hierbei insgesamt 43 Projektvorschläge unterbreitet. Hiervon hat eine Jury 15 konkrete Maßnahmen mit einem Fördervolumen von über 9 Millionen Euro ausgewählt. In einer ersten Auswahlrunde im Jahr 2014 hat das Umweltministerium bereits 13 Projekte mit einem Volumen von insgesamt rund 18 Millionen Euro zur Förderung vorschlagen.

17. Oktober 2016

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 17.10.2016

„Individualisierte und umweltfreundliche Mobilitätsangebote sind heute gefragter denn je. Mit der Digitalisierung erleben wir auch eine Revolution im Mobilitätssektor. Leuchtturmprojekte wie RegioMOVE leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Attraktivität der Region. Mit dem innovativen Mobilitätskonzept werden nachhaltige, zeitgemäße und kundengerechte Mobilitätsangebote etablierter und neuer Unternehmen sinnvoll miteinander vernetzt“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz bei der Übergabe des Förderbescheids in Höhe von insgesamt rund 4,9 Millionen an die TechnologieRegion Karlsruhe am 17. Oktober 2016.

Das Projekt RegioMOVE ist im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Leuchtturmprojekten prämiert worden. Ziel von RegioMOVE ist es, zusätzliche Mobilitätsanbieter in das bestehende System des Karlsruher Verkehrsverbunds (KKV) zu integrieren. Aktuell ist der KVV ein klassischer Verkehrsverbund mit einem breiten ÖPNV-Angebot, das sich aus Bus- und Bahnverkehr zusammensetzt. Künftig sollen mit der Weiterentwicklung des Verkehrsverbunds hin zu einem Mobilitätsverbund zum Beispiel auch Carsharing- und Leihfahrradanbieter in das System integriert werden. Der Kunde soll diese Angebote unkompliziert nutzen können. Deswegen ist auch der Aufbau so genannter Mobilitätsstationen im gesamten Verbundgebiet geplant. An diesen Stationen soll es möglich sein, zwischen verschiedenen Mobilitätsformen (Bus, Bahn, E-Car, E-Bike) und deren Anbietern zu wählen und so auch flexibel wechseln zu können.

Das Vorhaben besteht aus zwei Teilen: Im Teilprojekt RegioMOVE wird die technische und organisatorische Infrastruktur für den Aufbau und den Betrieb eines Mobilitätsverbundes für die TechnologieRegion Karlsruhe enstehen. Bei der Plattform RegioMOVE_KOMM geht es um die breite Kommunikation des Gesamtprojekts RegioMOVE. Mit RegioMOVE_KOMM soll bei Städten und Gemeinden ein Bewusstsein für den Nutzen des Gesamtprojekts geschaffen werden. Zudem soll sie sämtlichen Projektbeteiligten sowie kommunalen und regionalen Entscheidungsträger ein einheitliches und überzeugendes Bild des Konzepts vermitteln.

Für die beiden Teilprojekte erhalten der KVV und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein rund 3,5 Millionen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und rund 1,4 Millionen Euro aus Landesmitteln. Der Wettbewerb RegioWIN ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Förderperiode 2014 – 2020.

Weitere Informationen
Im Februar 2013 hat das Land den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um die Regionalentwicklung in Baden-Württemberg voran zu treiben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht. Die RegioWIN-Antragsteller haben die vorgesehenen 68 Millionen Euro EU-Fördermittel voll ausgeschöpft.

Weitere Informationen