Pressemitteilungen

27. September 2017

„Baden-Württemberg ist einer der führenden Wirtschaftsstandorte in Europa, und es sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die im Ländlichen Raum Baden-Württembergs entscheidend zur Innovationskraft beitragen und für Arbeitsplätze und Wohlstand sorgen. Ziel unserer Förderpolitik ist es, diese Betriebe in ihrer Arbeit zu unterstützen und so die ländlichen Regionen im Land in ihrer Leistungsfähigkeit weiterzuentwickeln“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (20. September) in Stuttgart.

Mit dem Programm ‚Spitze auf dem Land‘ fördere das Land gezielt innovationsstarke Mittelständler, die das Potenzial haben, einen wichtigen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Hierfür stünden in der Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung.

„Nach der Hälfte der Laufzeit sind rund 25 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden. Wir konnten innerhalb der vergangenen drei Jahre 73 Unternehmen in 69 ländlich geprägten Gemeinden in die Förderlinie aufnehmen. Im Rahmen dieser Projekte werden insgesamt etwa 650 Arbeitsplätze geschaffen“, erklärte Minister Hauk. Eine Umsetzungsrate von 95 Prozent belege, dass die Förderlinie maßgeschneidert und die Projekte gut durchdacht wären. „Die Gelder gelangen dorthin, wo sie hingehören“, so Hauk.

„Mit ‚Spitze auf dem Land‘ haben wir ein hervorragendes Instrument, um die herausragende Stellung Baden-Württembergs mit Blick auf die Technologieführerschaft und Innovationskraft weiter auszubauen. Bereits Ende Oktober steht die nächste Auswahlsitzung an“, sagte der Minister. Bewerbungen für diese neunte Auswahlrunde seien noch bis zum 30. September 2017 möglich.

Hintergrundinformationen:

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovationen und Zukunftsfähigkeit sind. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen.

In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderlinie insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt. In den zurückliegenden acht Auswahlrunden hat der auf Landesebene gebildete Bewertungsausschuss 151 Projekte beraten. Für insgesamt 73 Projekte wurde eine Förderzusage erteilt. Die bisher bereitgestellten Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 25 Millionen Euro. Auf Seiten der Unternehmen wird dadurch ein Investitionsvolumen in Höhe von 196 Millionen Euro angestoßen.

Die Bewerbung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch Aufnahmeanträge der Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Basis des Vorschlages eines dazu eingerichteten Bewertungsausschusses. Dieser tagt zweimal jährlich, im April und Oktober eines Jahres.

Aufnahmeanträge können jederzeit eingereicht werden. In der Auswahlrunde im April eines Jahres werden alle Aufnahmeanträge berücksichtigt, die bis zum 31. März vorliegen. In der Auswahlrunde im Oktober diejenigen, die bis zum 30. September eines Jahres vorliegen.

Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V., die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen, die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Mit dem EFRE und dem zugrunde liegenden Programm „Innovation und Energiewende“ richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung, Innovation sowie auf die Verringerung der CO2-Emissionen. Das ELR ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden im Ländlichen Raum. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung liegt der Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr-bw.de/laendlicher-raum/  zur Verfügung.

Unten stehend finden Sie eine Übersichtskarte mit den Gemeinden, in denen Unternehmen in die Förderlinie „Spitze auf dem Land!“ aufgenommen wurden.

Übersichtskarte ELR

16. Juni 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 16.06.2017

Einmal jährlich tagt der Begleitausschuss für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Bei der diesjährigen Sitzung Anfang Juni informierte sich das Gremium unter anderem über den Stand der Umsetzung des ‚EFRE-Programms Baden-Württemberg 2014-2020 – Innovation und Energiewende‘; genehmigte den jährlich zu erstellenden Durchführungsbericht an die Kommission; und es erhielt einen Überblick über durchgeführten und geplanten Kommunikationsmaßnahmen. Dieses Jahr hatte Ramböll Management Consulting zudem erste Evaluationsergebnisse der begleitenden Bewertung präsentiert, und ein Vertreter des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Baden-Württemberg hatte das Programm des ESF und Synergien mit dem EFRE vorgestellt.

Die Sitzung fand im Tagungszentrum des Wissenschafts- und Technologiezentrums (WTZ) in Heilbronn statt.

Während der Sitzung wurde auch dargelegt, dass die breite Öffentlichkeit bei den Tagen der offenen Tür von EFRE-geförderten Projekten im Rahmen der EU-weiten Veranstaltung ‚Europa in meiner Region‘ eingeladen ist, sich über Projekte zu informieren, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Baden-Württemberg gefördert werden. Bei insgesamt sieben Veranstaltungen im Verlauf des Jahres 2017 gewähren Projektträger einen Blick hinter die Kulissen. Das gebotene Themenspektrum reicht von Forschungsprojekten im Bereich der Technik über die Kreativwirtschaft bis hin zu Fragen der Energieeffizienz. Mit dabei ist auch das WTZ in Heilbronn, welches am 11. Mai 2017 der Öffentlichkeit neben zahlreichen spannenden Vorträgen einen Ausblick von der Dachterrasse auf den Gesamtkomplex und das Gelände der Bundesgartenschau 2019 bot.

Von der Forschung über die Kreativwirtschaft bis zur Energieeffizienz

Um Streusalz gezielt nur an glatte Stellen streuen zu müssen, braucht es ein ausgeklügeltes System der Straßenzustandserkennung. Wie diese und andere innovative Anwendungen aussehen können, damit beschäftigt sich das EFRE-geförderte Forschungsprojekt Innovative Millimeterwellen-Sensorik für industrielle Anwendungen, kurz MikroSens. Es präsentierte sich am 31. März 2017 im Rahmen der Nacht der Technik an der Hochschule Heilbronn. Bei der Nacht der Technik hatten Technikfans jeden Alters die Gelegenheit, Technik zum Anfassen zu erleben. Diese Gelegenheit wurde von über 1500 Besuchern jeden Alters genutzt – mit großer Begeisterung.

Als ‚Zentrum für Mannheims neue Arbeiterklasse‘ bezeichnet sich das mit EU-Mitteln geförderte Kreativwirtschaftszentrum C-HUB im aufstrebenden Stadtteil Jungbusch in Mannheim. Am 09. Mai 2017 öffnete es unter dem Motto ‚Kreative in Europa‘ seine Türen und gewährte Interessierten einen Blick über die Schulter der Schaffenden.
Im C-HUB, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Musikpark Mannheim und zur Popakademie Baden-Württemberg liegt, finden auf rund 3500 Quadratmetern rund 37 Start-up Firmen aus der Kreativwirtschaft ein passendes Umfeld. Abgedeckt werden Bereiche wie die Werbewirtschaft, der Designmarkt, die Filmwirtschaft, der Kunstmarkt sowie die Software- bzw. App-Entwicklung.

Mit einem ‚Energie-Rundgang‘ und einem unterhaltsamen Infoabend eröffnete die Stadt Emmendingen am 31. Mai die Aktion ‚Energiekarawane‘. Hier handelt es sich um ein kostenloses Vor-Ort-Beratungsangebot zu Energieeinsparpotenzialen, das vom 1. Juni bis zum 25. Juli 2017 läuft.

Wer noch ein EFRE-gefördertes Projekt kennen lernen möchte, hat am 28. Juni 2017 in Ravensburg-Weingarten die Gelegenheit. Im so genannten ‚Mittwochsseminar“ stellt sich das Forschungsprojekt ‚DiP‘ mit einem Vortrag zur Digitalisierung im Maschinenbau vor. Darüber hinaus findet am 21. Juli 2017 eine lange Nacht der Wissenschaften an der Universität Ulm anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums statt. Dort präsentiert sich das EFRE-geförderte Innovationszentrum Batterietechnologie, das am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm angesiedelt ist und Fertigungstechnologien für eine neue Generation von Hochleistungsbatterien erforscht. Das Projekt hat zum Ziel, die Anforderungen der Automobilindustrie hinsichtlich Energiedichte, Sicherheit, Lebensdauer und Kosten für Hochleistungsbatterien künftig besser erfüllen zu können. Damit ist das Projekt hoch modern und leistet es einen wichtigen Beitrag für die Wende zur Elektromobilität.

19. Mai 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 19.05.2017

 

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Rückgewinnung von Phosphor hat ökologisch und ökonomisch eine immense Bedeutung. Wer hier investiert, investiert zukunftsweisend.“

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gibt den Startschuss für die dritte Runde im Förderprogramm zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen und Klärschlammasche. Von heute (19.05.) an können sich privat-gewerbliche Unternehmen, Gebietskörperschaften einschließlich deren Eigenbetriebe und öffentlich-rechtliche Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften wieder um Fördermittel für die Entwicklung und den Bau von Versuchsanlagen und großtechnische Pilotanlagen zur Phosphorrückgewinnung bewerben.

Der Förderaufruf richtet sich gleichermaßen an kommunale Unternehmen in privater Rechtsform mit einem kommunalen Anteil von mehr als 50 Prozent. Im Rahmen des dritten Förderaufrufs sind Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 50.000 Einwohnerwerten oder dem entsprechenden Klärschlammanfall antragsberechtigt. Erstmals wird auch die Erstellung von Projektskizzen kommunaler Einrichtungen gefördert.

Umweltminister Franz Untersteller: „Da es EU-weit keine nennenswerten Phosphorvorkommen gibt, ist es unser Ziel, auf lange Sicht unabhängig zu werden von teuren Phosphorimporten aus politisch unsicheren Lieferländern. Außerdem wollen wir erreichen, dass der Abbau von Rohphosphaten eingedämmt und die damit verbundenen erheblichen Umweltbelastungen zurückgehen.“
Insgesamt rund 13 Millionen Euro Fördervolumen

Um diese Ziele zu erreichen, fördert Baden-Württemberg mit Hilfe der Europäischen Union die Entwicklung und den Bau von Versuchsanlagen und großtechnischen Pilotanlagen zur Phosphor-Rückgewinnung. Insgesamt stehen in dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) acht Millionen Euro zur Verfügung. Das Land ergänzt diese Mittel durch bis zu 4,8 Millionen Euro.

Minister Untersteller äußerte sich in diesem Zusammenhang zufrieden über die Novelle der Klärschlammverordnung des Bundes, die in wenigen Wochen in Kraft treten wird. Er sagte: „Die Bundesrepublik wird das erste Land der Europäischen Union sein, welches Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 50.000 Einwohnerwerten zur Rückgewinnung von Phosphor verpflichtet. Das ist ein richtiges und wichtiges Signal.“ Der schonende Umgang mit Ressourcen und deren Rückgewinnung aus Abfällen habe ökologisch und ökonomisch eine immense Bedeutung. Dies gelte besonders für lebenswichtige Rohstoffe wie Phosphor, für die es keinen Ersatz gebe, so Untersteller.

Bis die Betreiber der betroffenen Kläranlagen die neue Verordnung umsetzen müssen, bleiben ihnen noch einige Jahre Zeit. Sie sind jedoch verpflichtet, bis 2023 ein Konzept vorzulegen, wie sie der Rückgewinnung nachkommen werden. Diese Zeit müsse genutzt werden, um die technologische Entwicklung auf diesem Gebiet voranzubringen, appellierte der Umweltminister. „Nur wenn Investitionen in Anlagen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm oder Klärschlammasche gezielt angereizt werden, sind entscheidende und zukunftsweisende Fortschritte zu erwarten,“ ist Untersteller überzeugt. Er fügte hinzu: „Für den Start der dritten Förderrunde hätten wir keinen besseren Zeitpunkt finden können.“

Die Möglichkeit zur Einreichung der Projektskizzen besteht bis zum 13. Oktober 2017.

Weitere Informationen

Förderprogramm Phosphor-Rückgewinnung

5. Mai 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 05.05.2017

 

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert im Rahmen seiner Clusterpolitik mit Mitteln des EFRE innovationsorientierte regionale Cluster-Initiativen sowie landesweite und regionsübergreifende Netzwerke. Auf einen ersten Aufruf im Jahr 2015 hin konnten neun unterschiedliche innovative Projekte für eine Förderung ausgewählt werden. Jetzt werden erneut weitere 400.000 Euro Fördermittel bereitgestellt. Damit stellt das Ministerium in der aktuellen EFRE-Förderperiode insgesamt 2 Millionen Euro für die Förderung von Clusterprojekten zur Verfügung.

„Vor dem Hintergrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Ereignisse, seien es der Brexit oder mögliche protektionistische Maßnahmen in den USA, stehen auch die baden-württembergischen Cluster Initiativen mit Blick auf ihre internationale Zusammenarbeit vor neuen Herausforderungen. Internationale Kooperationen mit geeigneten Partnern sind für die Cluster-Initiativen und ihre Mitgliedsunternehmen jedoch weiterhin existenziell. Denn so können sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, die eigenen Kompetenzen durch Wissenstransfer erweitern und die Wertschöpfungskette ergänzen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich des Förderaufrufs am Freitag (5. Mai) in Stuttgart.

Der aktuelle Aufruf bezieht sich deshalb und vor dem Hintergrund der EU-Strategie für den Ostseeraum (BSR = Baltic Sea Region) auf Projekte in Kooperationen mit Netzwerken aus den Ländern Schweden, Dänemark, Norwegen und Litauen. Die relative räumliche Nähe und die ausgeprägten Clusterlandschaften in den skandinavischen und baltischen Ländern erlauben langfristige strategische Partnerschaften und eine konstruktive Zusammenarbeit. Die Länder des Ostseeraums verfügen über eine gut entwickelte Clusterlandschaft und Netzwerke, die sich wichtigen Themen wie beispielsweise Lifescience, Bioökonomie und IKT widmen.

Es sei daher zu erwarten, dass im Zuge dieses Aufrufs für alle Partner gleichermaßen gewinnbringende neue Kooperationsprojekte gefunden werden, so die Ministerin weiter. Ziel der Förderung sei es, die Zusammenarbeit in und zwischen den Cluster-Initiativen im internationalen Maßstab zu intensivieren. Die Cluster-Initiativen sollen gemeinsam mit ihren Mitgliedern so Innovationen generieren und neue Handlungsfelder mit den Partnern des BSR-Raums erschließen.

Die entsprechenden Förderaufrufe aus diesen Ländern werden mit dem baden-württembergischen Aufruf synchronisiert. So wird sichergestellt, dass die Projektpartner aus den jeweiligen Ländern ihre Anträge gemeinsam einreichen können und eine länderübergreifende Jury die Projekte als Paket zusammen auswählt. So kann gewährleistet werden, dass auch die für ein Projekt insgesamt erforderlichen Fördermittel länderübergreifend bereitgestellt werden.

Gefördert werden 50 Prozent der Personal- und Sachkosten. Anträge können bis 31. Oktober 2017 bei der L-Bank in Karlsruhe eingereicht werden.

Weitere Informationen unter

https://www.clusterportal-bw.de/service/foerderprogramme-und-wettbewerbe/ sowie

https://efre-bw.de/foerderaufruf/innovative-clusterbezogene-projekte-im-internationalen-massstab-im-bsr-raum/

5. Mai 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vom 05.05.2017

„Das Beispiel Oberschwaben zeigt, dass der Ländliche Raum als starkes Rückgrat Baden-Württembergs unverzichtbare Leistungen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft erbringt. Unsere Förderpolitik schafft die Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Forschen, Wirtschaften, Arbeiten und Leben auf dem Land“, sagte der Minister für Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL, am Freitag (5. Mai) bei der Überreichung des Zuwendungsbescheides für das Innovations- und Technologietransferzentrum PLUS (ITZ Plus) in Biberach (Landkreis Biberach).

Vielfach liege der Schlüssel zum Erfolg in der Bildung von Kooperationen und Netzwerken. Das ITZ Plus werde am Campus Aspach der Hochschule Biberach errichtet. Das Land fördere das Projekt mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung in Höhe von 4,9 Millionen Euro und dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

„Baden-Württemberg steht für Qualität und Hochtechnologie. Die Region Biberach ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit zahlreichen national und international erfolgreichen Unternehmen“, betonte der Minister. Der Landkreis Biberach nehme europaweit eine Spitzenstellung in der Innovationsfähigkeit, der Wirtschaftsleistung und dem Wirtschaftswachstum ein. Insbesondere als Standort für die Biotechnologie gewinne Biberach zunehmend an Bedeutung.

Um diese gute Ausgangslage zu festigen, habe sich die Region um die Iller zwischen Alb und Oberschwaben im ‚Schwabenbund‘ grenzübergreifend zusammengefunden. In diesem Rahmen sei unter Federführung der IHK Ulm das regionale Entwicklungskonzept ‚Wissenstransfer-Netzwerk‘ erarbeitet worden.

„Das ITZ Plus bietet mit seinem Konzept innovativen und technologieorientierten Gründern und Unternehmen ideale Bedingungen für die ersten Startjahre. Zudem wird die Attraktivität der Region gerade für junge und hochqualifizierte Menschen gesteigert. Ihnen bieten sich hier nach der Ausbildung weitere Perspektiven für ein berufliches Weiterkommen“, erklärte Hauk.

„Biotechnologie und Energietechnik sind Schlüsselbereiche unserer Hochschule und unserer lokalen Wirtschaft, die durch das Projekt ITZ Plus nachhaltig gefördert werden sollen. Die Stadt Biberach bedankt sich bei allen Partnern, insbesondere bei der Hochschule, dem Landkreis Biberach sowie der IHK Ulm – gemeinsam können wir diese wichtige Entwicklung für den Standort Biberach und die Region ermöglichen“, sagte Norbert Zeidler, Oberbürgermeister der Stadt Biberach. Der Erster Bürgermeister, Roland Wersch, ergänzte: „Die Idee, ein Technologiezentrum in Biberach zu realisieren, besteht schon seit einigen Jahren. Wir freuen uns daher sehr, dass dieses Leuchtturmprojekt durch die Förderung von EU und Land eine Chance erhält“.

„Dies ist ein entscheidender Schritt für die Realisierung des Innovations- und Technologietransferzentrums PLUS in Biberach, und die Bewilligung des Förderantrags ist eine gute Nachricht für die Region und die Hochschule. Der Kreis will dabei neben der bereits zugesagten Kofinanzierung aktiver Partner sein, wenn es darum geht, Wissen und Erfahrung einzubringen“, betonte Landrat Dr. Heiko Schmid.

„Das Innovations- und Technologietransferzentrum Plus ist ein wichtiger Baustein unseres regionalen Entwicklungskonzepts Wissenstransfer-[Netzwerk]² des Schwabenbundes. Die IHK Ulm fördert nicht nur dieses Leuchtturmprojekt im Landkreis Biberach. Auch der Manager für das Wissenstranfer-[Netzwerk]² hat seinen Sitz in Biberach“, sagte IHK Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle.

„Mit dem Innovations- und Technologietransferzentrum werden ideale Voraussetzungen für Interaktionen zwischen Wissenschaft und Praxis der für diese Region bedeutenden Themen Biotechnologie und Energietechnik geschaffen. Das ITZ PLUS bietet darüber hinaus jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren der Hochschule Biberach eine Plattform für innovative Startups“, betonte Prof. Dr.-Ing. Thomas Vogel, Rektor der Hochschule Biberach.

Hintergrundinformationen:
Das Innovations- und Technologietransferzentrum PLUS (ITZ Plus) Biberach wurde im Rahmen des Wettbewerbs RegioWIN als Leuchtturmprojekt ausgewählt. Für den Bau und die Ausstattung erhält die Stadt Biberach Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR).

RegioWIN zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit (W) in den Regionen durch Innovation (I) und Nachhaltigkeit (N) zu verbessern und damit zu einer zukunftsfähigen Regionalentwicklung beizutragen. RegioWIN ist Teil der EFRE-Strategie des Landes Baden-Württemberg für die Förderperiode 2014-2020.

Informationen zu RegioWIN finden Sie unter www.regiowin.eu.

Informationen zu den Förderprogrammen für den Ländlichen Raum sind unter www.mlr-bw.de/laendlicher-raum abrufbar.

24. April 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg vom 24.04.2017

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das RegioWIN-Leuchtturmprojekt Business Development Center Organische Elektronik (BDC OE) in Heidelberg mit 7 Millionen Euro. „Das BDC OE wird jungen Unternehmen aus High-Tech-Bereichen einen optimalen Innovationsraum bieten, um sich in Heidelberg anzusiedeln und voneinander zu profitieren. Mit diesem Zentrum erweitern wir die Innovationsinfrastruktur zur gedruckten organischen Elektronik in Baden-Württemberg und schaffen damit ein Spitzenumfeld der Forschung und Entwicklung, das den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft stärken und das Gründungsgeschehen in der Metropolregion sowie im Land insgesamt beleben wird. Damit entstehen hochwertige Arbeitsplätze und wir sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit in dieser Zukunftstechnologie“, sagte Staatssekretärin Katrin Schütz heute (24. April) anlässlich der Übergabe des Förderbescheids und des Spatenstichs in Heidelberg.

Das Investitionsvolumen für den Bau des Leuchtturmprojektes BDC OE liegt bei mehr als 17 Millionen Euro. Dafür wird vom Wirtschaftsministerium die im RegioWIN-Wettbewerb festgelegte maximale Fördersumme von sieben Millionen Euro – davon fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und zwei Millionen Euro aus Landesmitteln – bereitgestellt. Träger und Betreiber ist die Technologieförderung Heidelberg GmbH, eine Tochter der Stadt Heidelberg. Mit der Fertigstellung des Zentrums wird Mitte 2019 gerechnet.

Die organische Elektronik sei eine Zukunftstechnologie mit hohem wirtschaftlichem Wachstumspotenzial. Sie ermögliche die Herstellung von druckbaren und flexiblen Elektronikbauteilen mit neuen Anwendungsmöglichkeiten, beispielsweise in den Bereichen Photonik, erneuerbare Energien, Sensorik für Industrie 4.0 und medizinische Diagnostik. „Damit stärken wir den High-Tech-Standort Heidelberg und die Zukunftsfähigkeit der ganzen Region“, so Schütz.

Das neue Business Development Center Organische Elektronik wird als eines der ersten Gebäude des neuen Heidelberg Innovation Park (HIP) auf dem Gelände der ehemaligen Patton Barracks errichtet. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Spitzencluster Forum Organic Electronics, das Center for Advanced Materials (CAM) der Universität Heidelberg und die InnovationLab GmbH als Managementstruktur des Clusters. Dieser Zusammenschluss aus namhaften Unternehmen und Forschungseinrichtungen treibt die Forschungsbestrebungen einer jungen und zukunftsweisenden Produktionstechnik für Halbleiter voran.

Hintergrund RegioWIN

Das Leuchtturmprojekt BDC Organische Elektronik wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwicklung voranzutreiben. Die Umsetzung der entwickelten Projekte ist ein wichtiger Beitrag zum Technologietransfer und damit auch zur innovativen Entwicklung Baden-Württembergs.

24. März 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg vom 24.03.2017

Minister Peter Hauk MdL:

„Die Regionalförderung der EU ist wichtig. Mehr Flexibilität und weniger Bürokratie würden der Sache jedoch dienen“

„Die Regionalpolitik der Europäischen Union hat zum Ziel, den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt unter den Mitgliedstaaten und deren Regionen zu stärken. Baden-Württemberg ist eines der innovativsten Länder, und unsere Förderpolitik zielt darauf ab, diese Stellung zu festigen und auszubauen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Freitag (24. März) in Stuttgart. Auf Einladung von Minister Hauk besuchte der neue Generaldirektor der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, Marc Lemaître, Baden-Württemberg.

„Brüssel stellt uns aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung von 2014 bis Ende 2020 rund 247 Millionen Euro an Fördermitteln bereit, die durch Mittel aus dem Land auf insgesamt 500 Millionen aufgestockt werden. Diese Gelder werden wir gemeinsam mit der Wirtschaft in zukunftsweisende Projekte investieren“, sagte Hauk. Dabei stünden vor allem Projekte im Vordergrund, die die Innovation, Forschung und Entwicklung sowie die Energiewende und den Klimaschutz mit innovativen und ressourcenschonenden Maßnahmen vorantreiben würden. Dies habe Modellcharakter und Vorbildfunktion.

Die Förderprogramme des Landes seien bislang von den Forschungseinrichtungen und Unternehmen sehr gut angenommen worden. Mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Mittel seien bereits bewilligt worden. Bis Ende dieses Jahres sei das Programm aller Voraussicht nach ausgeschöpft. „Die gute Nachfrage zeigt, dass unserer Förderpolitik passt. Wir werden uns in Brüssel dafür stark machen, dass das Land unserer Wirtschaft auch künftig maßgeschneiderte Programme anbieten kann“, betonte der Minister.

Passgenaue Regionalförderung auch nach 2020

„Derzeit laufen die Vorbereitungen für die neue Förderperiode ab 2021 an. Baden-Württemberg macht sich dafür stark, die Dinge so einfach und flexibel wie möglich zu gestalten. Solange Angst vor Fehlern und Scheu vor Risiken vorherrschen, kann der volle Nutzen der EU-Politiken nicht erreicht werden. Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Flexibilität“, betonte Peter Hauk. In der Diskussion um Vereinfachungen innerhalb der EU müsse der Stimme der Mitgliedstaaten und Regionen ein entscheidendes Gewicht beigemessen werden.

„Entscheidungen sind dort zu treffen, wo die besten Informationen vorliegen. Mit Blick auf eine passgenaue Regionalförderung bedeutet dies, dass Brüssel den Ländern größere Freiräume bei der Ausgestaltung der Förderprogramme einräumt. Was für die Entwicklung in Baden-Württemberg gut ist, muss nicht zwangsläufig in auch Südeuropa funktionieren. Wir brauchen Homogenität, aber nicht Gleichmacherei“,, forderte Peter Hauk.

Hintergrundinformationen:

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein Strukturfonds der EU, mit dessen Hilfe der wirtschaftliche, territoriale und soziale Zusammenhalt innerhalb der EU gefördert wird. Baden-Württemberg bezieht Fördermittel aus dem EFRE, um das Operationelle Programm mit dem Leitmotiv „Innovation und Energiewende“ in Baden-Württemberg in der Förderperiode 2014-2020 umzusetzen. Das Operationelle Programm konzentriert sich dabei auf die Stärken des Landes und unterstützt gezielt die Themen Forschung und Innovation sowie Verminderung der CO₂-Emissionen.

2. März 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg vom 02.03.2017

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Das neue Projekt wird den Leichtbau revolutionieren und zugleich einen wertvollen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen leisten“

Land und EU fördern „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ mit knapp 1,5 Millionen Euro

„Ressourcenschutz und Energiesparen sind zentrale Aufgaben für unsere Gesellschaft: Angesichts  einer stetig wachsenden Weltbevölkerung sowie schwindender Ressourcen ist die Einsparung von Gewicht, Material und Energie eine Grundvoraussetzung für eine zukunftsfähige intakte Welt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Donnerstag (2. März) in Pforzheim. Dem Leichtbau komme hier eine zentrale Rolle zu: Je weniger Gewicht beispielsweise ein Flugzeug aufweise, desto weniger Kerosin verbrauche es, oder allgemein: Je leichter gebaut werde, desto geringer der Ressourcenverbrauch.

Dafür bedarf es neuer Werkstoffe, die leicht sind und zugleich genau definierte Eigenschaften aufweisen. „Über alle Branchen hinweg wird derzeit nach solchen neuen Materialien und Werkstoffen gesucht, die dabei helfen, Gewicht zu reduzieren. Ich freue mich, dass sich die Hochschulen Pforzheim, Karlsruhe und Reutlingen mit dem Karlsruher Institut für Technologie, dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen sowie dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal zusammenschließen und ihre Kräfte für diese wichtige Aufgabe bündeln. Damit sich die Wissenschaftler dem ambitionierten Projekt intensiv widmen können, unterstützt sie das Land mit eigenen und Strukturfondsmitteln der Europäischen Union“, so Bauer weiter. Die Wissenschaftsministerin übergab an der Hochschule Pforzheim den Förderbescheid über knapp 1,5 Millionen Euro an die breit aufgestellte Forschungsallianz – und gab damit zugleich den Startschuss: Die Wissenschaftler wer-den ab jetzt in den kommenden drei Jahren innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau entwickeln und fertigen.

Schaum: Ideale Basis für neue Werkstoffe
„Die innovativen metallischen Schaumstrukturen weisen allein schon durch ihre Struktur ein deutlich geringeres Gewicht auf. Durch die Kombination mit anderen Stoffen können maßgeschneiderte Materialien entwickelt werden, deren Eigenschaften und Verhalten ganz gezielt auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt werden können. Das Potenzial und die Anwendungsvielfalt dieser neuen Werkstoffe scheint beinahe unerschöpflich“, sagte der Sprecher des Forschungsverbunds, Prof. Dr. Norbert Jost. „Diese innovativen und leichten Zukunftsmaterialien werden vielseitig einsetzbar sein“, unterstrich die Ministerin – von der Fahrzeugindustrie über den Maschinenbau bis zur Luft- und Raumfahrt, in der Energietechnik wie auch in der Biomedizin. Denkbar sei auch die Entwicklung neuartiger medizinischer Implantate. Trotz des großen Potentials befindet sich die Entwicklung solcher Werkstoffe allerdings noch im Anfangsstadium, eine industrielle Fertigung ist noch nicht etabliert. „Dass unsere Hochschulen und Forschungsinstitute jetzt in diesem Feld vorangehen, ist auch von größtem Interesse für die Wirtschaft“, zeigte sich Bauer überzeugt.

Technologietransfer: Wirtschaft und Wissenschaft Hand in Hand
Der Leichtbau gilt als eine der bedeutendsten Zukunftstechnologien – „er stellt geradezu einen Motor für Innovationen dar“, so die Ministerin. In Baden-Württemberg biete sich der Leichtbau als Anwendungsfeld für kleinere und mittlere Unternehmen besonders an, denn hier verfügen Unternehmen wie Forschungseinrichtungen über eine herausragende Expertise im Bereich Forschung, Entwicklung und Anwendung. „Der neue Forschungsverbund wird innovative Produktionsprozesse anstoßen und neue Anwendungsfelder für die baden-württembergische Wirtschaft erschließen“, sagte Bauer.

Um die Marktpotenziale und Fertigungsmöglichkeiten der neuen Werkstoffe anwendungsnah weiterzuentwickeln, beteiligen sich auch zahlreiche Unternehmen an dem Vorhaben, darunter u.a. die Indutherm Erwärmungsanlagen GmbH aus Walzbachtal, die Tinnit GmbH und die BTE GmbH aus Karlsruhe sowie die Mayser GmbH in Lindenberg und die cirp GmbH aus Heimsheim. Der stetige Austausch zwischen Theorie und Praxis wird durch die Landesagentur Leichtbau BW sowie die Industrie- und Handelskammern Nordschwarzwald und Karlsruhe begleitet. Bauer: „Durch die Einbindung zahlreicher klein- und mittelständischer Unternehmen, der IHKen und der Landesagentur Leichtbau BW wird der wechselseitige Technologietransfer gewährleistet.“

Wissenschaft entwickelt zukunftsweisende Ideen für unsere Gesellschaft
„Wissenschaft und Forschung beschäftigen sich mit den zentralen Fragen unserer Gesellschaft. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lösung drängender Probleme und entwickeln zukunftsweisende Ideen. Das Projekt des Forschungsverbunds wird den Leichtbau voranbringen und diesem wichtigen Feld mit der Entwicklung eines Zukunftswerkstoffs einen weiteren Schub geben“, betonte Bauer abschließend.

Weitere Informationen:
Das neue Forschungsprojekt und Verbundvorhaben „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leichtbau“ (InSeL) wird als sogenanntes ZAFH mit bis zu 1,5 Millionen Euro durch das Land Baden-Württemberg und Strukturfondsmittel der Europäischen Union (EFRE) gefördert.

ZAFH, Zentren für angewandte Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften, sind interdisziplinäre und hochschul- sowie fakultätsübergreifende Forschungsverbünde. Sie werden vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert. Eine einmalige Verlängerung von zwei Jahren ist möglich. Dafür werden weitere Mittel in Höhe von bis zu 1 Million Euro bereitgestellt.

Bisher wurden landesweit 11 ZAFH an verschiedenen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften gefördert. Dafür wurden Fördermittel in Höhe von bis zu 26,5. Mio. Euro zur Verfügung gestellt (davon 8,75 Mio. Euro EFRE-Mittel sowie 17,75 Mio. Euro Landesmittel).

Die geförderten ZAFH weisen eine große thematische Spannbreite auf: von Fragestellungen zur Unterstützung im Alter über die Robotik bis zur Energieforschung.
Die Einbindung regionaler Wirtschaftsunternehmen  gewährleistet einen hohen Anwendungsbezug der Forschung.

Die ZAFH-Forschungsinitiative „Innovative Schaumstrukturen für effizienten Leicht-bau“  (InSeL) positioniert sich gesamtheitlich als eine neue Plattform für innovative Leichtbaukonzepte, die sowohl für Forschungseinrichtungen als auch für interessierte Unternehmen offen ist und nach der Förderung auch „auf eigenen Beinen“ stehen möchte.

Beteiligte Hochschulen und Forschungsinstitute mit Ansprechpartnern:
Hochschule Pforzheim, Prof. Dr. Norbert Jost
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Prof. Dr. Britta Nestler
Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr. Britta Nestler, Prof. Dr. Frank Pöhler
Hochschule Reutlingen, Prof. Dr. Rumen Krastev
Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen
Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal

Weitere Informationen