Pressemitteilungen

13. April 2018

Hoffmeister-Kraut: „Unsere aktuelle Innovationsstärke ist nicht ungefährdet. Globale Veränderungen erfordern auch auf regiona-ler Ebene neues Denken und neue Kooperationen, um das Innova-tionsgeschehen in der Fläche Baden-Württembergs zu sichern.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Freitag (13. April) in Reutlingen ein neues Förderprogramm offiziell vorgestellt, das zur Stärkung des Innovationsgeschehens in den Regionen Baden-Württembergs beitragen soll. „ProRegioInno“ besteht aus Bausteinen mit sowohl finanzieller als auch ideeller Unterstützung und ist mit insgesamt 5,6 Millionen Euro unterlegt, davon 4 Millio-nen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
„Baden-Württembergs aktuelle Innovationsstärke ist nicht ungefährdet. Globale Veränderungsprozesse erfordern auch auf regionaler Ebene neues Denken und neue Kooperationen, um das Innovationsgeschehen in der Fläche des Landes zu sichern“, sagte Hoffmeister-Kraut und warb darum, neue Wege regionaler In-novationspolitik zu initiieren.
Globalisierung und Digitalisierung wirken in allen Regionen
Neben beständigem, weltweitem Innovationsdruck, dem sich alle Wirtschafts- und Innovationsstandorte gleichermaßen stellen müssten, gebe es aktuelle glo-bale Herausforderungen wie zum Beispiel zunehmende Rufe nach Protektionis-mus, die sich als Gefahr für einen exportorientierten Standort wie Baden-Würt-temberg erweisen könnten. Andere Herausforderungen wie die Digitalisierung könnten ganze Branchen, Geschäftsmodelle oder Kompetenzfelder von heute auf morgen auf den Kopf stellen. „Diese Herausforderungen treffen nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch die kleinen und mittleren“, betonte Hoff-meister-Kraut. Die Folgen dieser Umwälzungen seien tief bis in alle Regionen zu spüren. Dem müssten sich auch regionale Innovationsakteure wie Wirtschaftsför-derer, Innovationsberater der Kammern, die Technologietransferzentren oder die Cluster-Initiativen stellen.

Regionale Innovationspotenziale aktivieren: ProRegioINNO
Das neue strukturpolitische Programm setzt sich aus vier Bestandteilen zur Stär-kung der regionalen Innovationskraft zusammen:

1. Förderung des regionalen Innovationsmanagements
2. Förderung regionaler Innovationsinfrastrukturen in Verdichtungsräumen
3. Regionale Unternehmerforen
4. Neue Beratungsangebote der ClusterAgentur Baden-Württemberg

Zur Vermeidung größenbedingter Nachteile für kleine und mittelständische Un-ternehmen fördere das Wirtschaftsministerium im Rahmen des neuen Pro-gramms daher gezielt Investitionen in regionale Innovationsinfrastrukturen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Im Fokus der Förderung stehen wirtschaftsnahe Technologie-, Kompetenz-, Innovations- und Gründerzentren oder vergleichbare Einrichtungen, die etwa sogenannte LivingLabs, Co-Working Spaces bzw. MakerSpaces beinhalten. Geschaffen wer-den sollen räumliche Voraussetzungen, um kleinen und mittelständischen Unter-nehmen, Start-ups und innovativen Dienstleistern die Erprobung und Nutzung von neuen und kooperativen Innovationsmethoden wie zum Beispiel Open-Inno-vation-Formaten zu ermöglichen, sagte Hoffmeister-Kraut.

Strategische Vernetzung vorhandener Innovationsangebote verbessern
Ziel des neuen Programms sei zudem, über noch bessere strategische Vernet-zung der vorhandenen Innovationsangebote in den Regionen einen neuen Mehr-wert an Innovationskraft für das Land insgesamt zu schaffen, so die Ministerin. Hoffmeister-Kraut: „Jede Region muss fokussierter denn je ihre Stärken und Schwächen, ihre Chancen und Risiken analysieren und ihre Ziele kennen, um ihre jeweilige Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen zu können.“

Das Programm „ProRegioInno“ sei damit eine gezielte Ergänzung der Angebote des Wirtschaftsministeriums, die direkt auf die Unternehmen zielten, wie zum Beispiel das „Popup Labor BW“. Mit „ProRegioInno“ wolle das Wirtschaftsminis-terium erreichen, dass die regionalen Innovationsakteure wie Wirtschaftsförderer, Innovationsberater der Kammern oder Technologietransferzentren zielgerichteter zusammenarbeiten, um regionale Innovationsprozesse zu beschleunigen und re-gionale Innovationssysteme weiterzuentwickeln. „Es geht darum, dass alle auf Innovationen ausgerichteten Akteure sich besser koordinieren, wenn möglich auch Doppelstrukturen abbauen und gemeinsam Potenziale der Region erken-nen und definieren.“ Im Ergebnis werde auch dies zur Steigerung der Innovati-onsfähigkeit der Unternehmen vor Ort beitragen.

Studie „Regionale Innovationssysteme“ zeigt Handlungsbedarf auf
Hintergrund des neuen Programms sind zum einen Analysen, dass insbeson-dere im Mittelstand die Innovationsdynamik nachlässt. Handlungsbedarf hat zu-dem die vom Wirtschaftsministerium beauftragte Studie „Regionale Innovations-systeme – Bestandsaufnahme und Schlussfolgerungen“ aufgezeigt. Die Studie identifiziere beispielsweise Defizite in der gezielten Zusammenarbeit und Vernet-zung der regionalen Innovationsakteure und gebe Empfehlungen für Verbesse-rungen in diesem Bereich. Weiteren Handlungsbedarf sehe die Studie darin, Hilfsangebote der regionalen Innovationsakteure transparenter zu machen und arbeitsteiliger auf die Bedarfe der mittelständischen Wirtschaft abzustimmen. Auch müssten die Innovationsakteure in den Regionen miteinander künftige In-novationstrends oder Transformationsbedarfe noch besser erkennen und über eine zielgeführte Zusammenarbeit für die regionale Wirtschaft anwendbar ma-chen. Hier stünden regionale Stärken und Schwächen noch zu selten im Fokus.

Die Studie „Regionale Innovationssysteme – Bestandsaufnahme und Schlussfol-gerungen“ ist online abrufbar unter: www.wm.baden-wuerttemberg.de

Alle Informationen zum Förderaufruf „Regionale Innovationsinfrastrukturen“ sind online abrufbar unter: www.efre-bw.de

23. Februar 2018

Innovative Unternehmen im Ländlichen Raum werden gezielt von der Landesregierung unterstützt/ Bewerbung für bevorstehende Auswahlrunde „Spitze auf dem Land!“ bis zum 31. März möglich

„In keinem anderen Land gibt es so viele Marktführer wie in Baden-Württemberg. Nicht nur die Zahl der Marktführer ist einmalig, sondern auch deren Verteilung über die verschiedenen Branchen hinweg und über die Fläche. Das Know-how und die Innovationkraft finden sich nicht nur in den Ballungszentren, sondern auch zum Beispiel im Schwarzwald, auf der Schwäbischen Alb oder im Odenwald. Um die Spitzenstellung des Landes als eine der wirtschaftlich stärksten und attraktivsten Regionen in Europa zu halten reicht es nicht, sich auf der bisherigen Leistung auszuruhen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (22. Februar) in Stuttgart. Der globale Wettbewerb fordere von den Unternehmen, ihre Produkte kontinuierlich weiter zu entwickeln sowie ihre Produktpalette durch neue, innovative Produkte zu erweitern. Nur so könnten sie auf dem Markt bestehen und Arbeitsplätze und Wohlstand sichern.

„Die bisher über die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ geförderten Unternehmen zeigen deutlich, dass die Mittelständler im Ländlichen Raum Baden-Württembergs hoch innovativ sind. Sie scheuen sich nicht davor, gewohnte Wege zu verlassen, Technologien und Prozesse in anderen Bereichen zu testen und auf diese zu übertragen, um neue Märkte zu erschließen. Zahlreiche von ihnen haben das Potential, in ihrem Bereich eine führende Position einzunehmen und sie sind ein wichtiger und unverzichtbarer Wachstumsmotor“, erklärte Minister Hauk. Genau diese innovationsstarken Unternehmen im Ländlichen Raum fördere das Land gezielt durch die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land!‘. Gemeinden mit solchen Unternehmen können sich bis zum 31. März 2018 für die aktuelle zehnte Auswahlrunde bewerben.

Hintergrundinformationen:

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovationen und Zukunftsfähigkeit sind. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen.

In der Förderperiode 2014-2020 stehen für die Förderlinie insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt. In den zurückliegenden neun Auswahlrunden hat der auf Landesebene gebildete Bewertungsausschuss über 170 Projekte beraten. Für insgesamt 81 Projekte wurde eine Förderzusage erteilt. Die bisher bereitgestellten Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 27 Millionen Euro. Auf Seiten der Unternehmen wird dadurch ein Investitionsvolumen in Höhe von 222 Millionen Euro angestoßen.

Die Bewerbung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch Aufnahmeanträge der Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Basis des Vorschlages eines dazu eingerichteten Bewertungsausschusses. Dieser tagt zweimal jährlich, im April und Oktober eines Jahres.

Aufnahmeanträge können jederzeit eingereicht werden. In der Auswahlrunde im April eines Jahres werden alle Aufnahmeanträge berücksichtigt, die bis zum 31. März vorliegen. In der Auswahlrunde im Oktober diejenigen, die bis zum 30. September eines Jahres vorliegen.

Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V., die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen, die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Mit dem EFRE und dem darauf aufbauenden Programm „Innovation und Energiewende“ richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg im Programmzeitraum 2014-2020 den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung, Innovation sowie die Verringerung der CO2-Emissionen. Das ELR ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden im Ländlichen Raum. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung liegt der Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/

Den Förderaufruf finden Sie auf unserer Website unter: https://efre-bw.de/foerderaufruf/spitze-auf-dem-land-fa/

2. Februar 2018

Ministerialdirektor Kleiner: „Neues Technologietransferangebot setzt Impulse für Innovation und Nachhaltigkeit in der Region Neckar-Alb“

Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Freitag (2. Februar) im Beisein von Vertretern der Europäischen Kommission mit einer feierlichen Schüsselübergabe den Neubau „RegioWIN-Campus“
in Reutlingen-Kusterdingen eingeweiht. In dem neuen Gebäude finden künftig das Nanoanalytikzentrum des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Insti-tuts (NMI) und der von der Technologieförderung Reutlingen-Tübingen GmbH (TF-RT) betriebene Forschungscampus BioMedTech einen modernen Standort.
Beide Zentren wurden beim Wettbewerb RegioWIN als Leuchtturmprojekte prä-miert und erhalten Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Ent-wicklung (EFRE) und des Landes.
„Das neue Technologietransferangebot setzt Impulse für Innovation und Nach-haltigkeit in der Region Neckar-Alb. Mit einer hohen Effizienz bei Forschung und Entwicklung können sich Unternehmen so eine gute Position auf dem Weltmarkt sichern. Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie private Unternehmen und öffent-liche Hand gemeinsam innovationsorientierte Regionalentwicklung erfolgreich voranbringen“, sagte Ministerialdirektor Kleiner.
Im Forschungscampus BioMedTech werden regional ansässige Unternehmen der Medizintechnik und Biotechnologie sowie Institutionen der Grundlagen- und industrienahen Forschung gemeinsam unter einem Dach in sogenannten „Flying Labs“ an interdisziplinären, komplexen Projekten der Biomedizin und Material-technik forschen. Das Konzept der Flying-Labs sei neuartig und ermögliche regi-onal ansässigen Unternehmen der Medizintechnik einen optimalen Zugang zu Ergebnissen der angewandten Forschung, so Kleiner.
Das Zentrum für Nanoanalytik des NMI stärkt die Forschungs- und Innovations-kapazitäten für die Erforschung, Entwicklung und Herstellung innovativer Pro-dukte im Fahrzeug-, Maschinen- und Werkzeugbau sowie der Medizintechnik.
Hierfür wird ein hochauflösendes Elektronenmikroskop der neuesten Generation zum Einsatz kommen. Damit bieten sich Analysemöglichkeiten für Materialeigen-schaften im atomaren Bereich, die bisher nur der Grundlagenforschung zugäng-lich waren. Über 20 Unternehmen aus der Region und darüber hinaus zahlreiche
Forschungseinrichtungen, darunter vier Institute der Innovationsallianz Baden-Württemberg, haben Forschungsbedarf signalisiert, der nur mit diesem Mikro-skop abgedeckt werden kann.
„Das NMI trägt als Innovationstreiber maßgeblich zur Steigerung der Wettbe-werbsfähigkeit in der Region bei. Es ist ein starker, kompetenter und verlässli-cher Partner für die Unternehmen, der gut aufgestellt und europaweit vernetzt ist“, betonte Kleiner.
Hintergrund RegioWIN
Die Leuchtturmprojekte Forschungscampus BioMed Tech und Nanoanalytikzent-rum wurden im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als zwei von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 -2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwick-lung voranzutreiben. Die Umsetzung der entwickelten Projekte ist ein wichtiger Beitrag zum Technologietransfer und damit auch zur innovativen Entwicklung Ba-den-Württembergs.

17. Januar 2018

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat am Mittwoch (17. Januar) der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH einen Förderbescheid über 121.000 Euro für das Projekt „Materials Excellence“ der Cluster-Initiative „MetallDIALOG“ übergeben. Die Förderung unterstützt gezielt die strategische Weiterentwicklung der Mitgliedsunternehmen des MetallDIALOGs im internationalen Maßstab und erfolgt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„In einem so ausgeprägt exportorientierten Land wie Baden-Württemberg müssen gerade auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Internationalisierung als wesentliches Standbein der Geschäftspolitik im Blick behalten“, betonte Schütz anlässlich der Übergabe des Förderbescheides. Internationalisierung meine dabei nicht nur die Erschließung neuer Märkte, sondern auch Kooperationen in Forschung und Entwicklung, so Schütz. Die Cluster-Initiative MetallDIALOG habe hierfür mit ihren Mitgliedsunternehmen eine langfristige, bis ins einzelne durchdachte Strategie entwickelt, die sich im geförderten Projekt niederschlage.

Das Projekt „Materials Excellence“ schließt mit der internationalen Perspektive konsequent an das bereits 2015 geförderte Projekt SEFEX („Strategisches Management, Effizienzsteigerung und Expansion in den Unternehmen des MetallDIALOGs“) an. Mit „Materials Excellence“ diversifizieren Mitglieder des MetallDIALOGs – ergänzt um Mitgliedsunternehmen des KunststoffDIALOGs – und Mitglieder des Danish Materials Network ihre Geschäftsaktivitäten und entwickeln gemeinsam neue Märkte. Ziel dabei ist in erster Linie, eine breitere Kundenbasis aufzubauen sowie die Unternehmen in der Entwicklung vom Teilelieferant bzw. Lohnfertiger zum produktorientierten Unternehmen voranzubringen.

Vor allem der branchenübergreifende Aspekt stehe dabei für ein hohes Innovationspotential, so die Staatssekretärin. So böten sich den Unternehmen des MetallDIALOGS mit den dänischen Unternehmen, die z. B. in Bereichen wie Windenergieanlagen, Off-Shore-Installationen oder Nahrungsmittelverarbeitung aktiv seien, ganz neue Zielbranchen für cross-sektorale Kooperationen. Katrin Schütz: „Über 250 Unternehmen der Metallbranche in der Stadt Heilbronn und im Landkreis Heilbronn können damit ein weiteres Instrument der Cluster-Initiative MetallDIALOG nutzen, das sie strategisch und nachhaltig in ihrer Weiterentwicklung unterstützt.“

Besonders erfreulich sei, dass sich das Projekt „Materials Excellence“ zusammen mit zwei weiteren Projekten, an denen Cluster-Initiativen aus Baden-Württemberg mit Partnerorganisationen aus Dänemark und Schweden beteiligt sind, gegen insgesamt knapp 30 Projekte bei der international zusammengesetzten Jury erfolgreich habe durchsetzen können, unterstrich Schütz. Die Programmausschreibung des Wirtschaftsministeriums hatte gezielt den Ostseeraum mit seinen skandinavischen und baltischen Anrainerländern, für den die EU-Kommission eine eigene Strategie formuliert hat, in den Blick genommen. Ausschlaggebend dafür war, dass die Cluster-Initiativen aus Baden-Württemberg insbesondere in den skandinavischen Ländern auf eine ausgeprägte Clusterlandschaft und innovative Unternehmen und damit potentiell geeignete Partner auf Augenhöhe treffen konnten.

Die Unterstützung des Landes erfolgt innerhalb der Clusterförderung, mit der das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Rahmen des aktuellen EFRE Operationellen Programms 2014-2020 „Innovation und Energiewende“ die Entwicklung und Erprobung neuer Projekte und Dienstleistungen durch regionale Cluster-Initiativen und Innovationsplattformen auch im internationalen Zusammenhang fördert

17. Januar 2018

Ministerialdirektor Kleiner: „Projekt unterstützt Digitalisierung als Mittel zur Steigerung von Ressourcen- und Energieeffizienz in der Oberrhein-Region“

Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Mittwoch (17. Januar) den Startschuss für das RegioWIN-Gemeinschaftspro-jekt „Vernetzte Industrie“ am Standort Offenburg gegeben. Das Gemein-schaftsprojekt zur Energieeffizienz von Unternehmen in Freiburg, Offenburg und Lahr wird von der EU und vom Land Baden-Württemberg mit fast vier Millionen Euro unterstützt. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit von möglichst vielen Partnern in den beteiligten Industriegebieten und durch eine Betriebsübergrei-fende Koordination das volle Energieeffizienzpotenzial von innovativen Einzellö-sungen zu erschließen und damit neuen Technologien und digitalen Lösungen in die industrielle Praxisanwendung zu helfen.
„Die Landesregierung hat sich auf die Fahnen geschrieben, unsere Unterneh-men im Land zur Nummer eins bei Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien zu machen. Das Innovationspotential der Unternehmen kann in Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung ein relevanter Motor dafür sein“, so Kleiner.
Offenburg ist einer von drei Pilotstandorten des Projekts, das den Unternehmen aus Offenburg und Umgebung neue Technologien zur Steigerung ihrer Energie-effizienz zur Verfügung stellt. Träger des Vorhabens ist die ITG aus Freiburg, eine gemeinsame Tochter der Badenova AG und dem E-Werk Mittelbaden. Das Angebot wurde den Unternehmen in Offenburg jetzt erstmalig vorgestellt. Mit dem Auftakt beginnt nun die Suche nach umsetzungswilligen Unternehmen, die sich für technische Innovationen offen zeigen und konkrete Schritte gehen wol-len, um Energie und Kosten einzusparen.
Unter dem Motto „Nachbarn produzieren Energie für Nachbarn“ arbeiten in dem Gemeinschaftsprojekt die Unternehmen aus den Industriegebieten Elgersweier in Offenburg, Industriegebiet West in Lahr und Industriegebiet Nord in Freiburg zusammen und erproben neue technische Anlagen, die möglichst energieeffi-zient arbeiten sollen. Ist die Umsetzung erfolgreich, könnte das Projekt bespiel-gebend sein. Dies betrifft insbesondere die Kommunikations- und Softwarelösun-gen, den Auf- und Ausbau eines virtuellen Kraftwerks oder die Organisation der Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen. Die Verbundpartner erproben ge-meinsame Anlagen und bereits am Markt erhältliche Einzellösungen über Be-triebs- und Gewerbegebietsgrenzen hinweg. Umgesetzt werden sollen vor allem auch vernetzte Lösungen, die in den Industrieunternehmen vorhandene Rest- und Abwärme nutzen, zur Digitalisierung des Energiemanagements beitragen o-der die Energieeffizienz durch Automatisierung der Gebäude und Produktions-prozesse steigern. Die Projektpartner wollen so schrittweise in einem vernetzten Gesamtsystem zusammenarbeiten, Effizienzgewinne maximieren und neue In-novationsimpulse setzen. Je mehr Umsetzungspartner gefunden werden, desto besser kann die Vernetzung gestaltet werden.
„Mit der Projektförderung leistet das Land auch einen Beitrag zur innovationsori-entierten Regionalentwicklung, zum Technologietransfer und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region“, betonte Kleiner. Insbesondere den Blick über den betrieblichen Tellerrand hinaus solle das Projekt unterstützen, so der Amts-chef des Wirtschaftsministeriums: „Fast immer fehlt es in den Industriestandorten an einem Überblick über die Energie- und Stoffströme sowie an einem unterneh-mensübergreifenden Management – entsprechend groß ist das Umsetzungsinte-resse der EU und des Landes.“
Das Leuchtturmprojekt wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

28. November 2017

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Montag (27. November) im Rahmen ihrer Kreisbereisung im Bodenseekreis einen Förderbescheid für das Regionale Innovations- und Technologietransferzentrum (RITZ) in Höhe von 7 Millionen Euro an die Stadt Friedrichshafen übergeben. Mit der Errichtung des RITZ sollen die überbetrieblichen Innovationsaktivitäten in der Region gestärkt werden. Zentraler Beitrag zur inhaltlichen Belebung dieses Zentrums ist die 2016 gestartete Technologietransfer-Initiative BodenseeInnovativ. Das Wirtschaftsministerium stellt für beide RegioWIN-Leuchtturmprojekte insgesamt 8,9 Millionen Euro zur Förderung bereit, davon 6,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 2,5 Millionen Euro aus Landesmitteln.

„Innovationsfähigkeit ist kein Selbstläufer. Damit Baden-Württemberg führende Innovationsregion in Europa bleibt, müssen wir vor allem die Innovationskraft unseres starken Mittelstands weiter verbessern – hier besteht noch Handlungsbedarf“, betonte die Ministerin bei der Übergabe des Förderbescheides. Beide prämierten RegioWIN-Leuchtturmprojekte zielten daher auf ein sehr wichtiges Thema für die Region und das ganze Land: Die Weiterentwicklung des Technologietransfers zwischen der Wissenschaft und den mittelständischen Unternehmen vor Ort. „Das Wirtschaftsministerium stärkt mit der Förderung des RITZ als Kristallisationskern für das regionale Innovationssystem und der Technologietransfer-Initiative BodenseeInnovativ den Standort und die Wettbewerbsfähigkeit des Bodenseekreises mit erheblichen Summen. Dies sind gut investierte Mittel“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Die RegioWIN-Leuchtturmprojekte im Einzelnen
Mit der Errichtung des RITZ sollen Räumlichkeiten für ein kooperatives Miteinander innovationsorientierter Einrichtungen für die Region Bodenseekreis im Bereich der System- und Produktinnovation geschaffen werden. In einer Region betrieblicher Innovations-Einzelkämpfer kann die physische Bündelung dieser Akteure das überbetriebliche Engagement zur Innovationsförderung greifbar machen. Vor diesem Hintergrund soll das Zentrum als Nukleus und zentrale Anlaufstelle für die Themen Innovation und Technologietransfer dienen. Auf mehr als 3.000 Quadratmeter Nutzfläche sind Räume für innovationsorientierte Einrichtungen, Jungunternehmen und Existenzgründer in flexiblen Büros vorgesehen. Die Stadt Friedrichshafen und der Bodenseekreis errichten bis 2020 das RITZ auf dem Campus Fallenbrunnen in Friedrichshafen. Die Investitionskosten betragen rund 15 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium stellt hierfür die in RegioWIN höchstmögliche Fördersumme von 7 Millionen Euro bereit, davon 5 Millionen Euro aus dem EFRE und 2 Millionen Euro aus Landesmitteln.

Als Ankermieter ist das Institut für Weiterbildung, Wissens- und Technologietransfer (Partner der DHBW Ravensburg und ein Unternehmen im Steinbeis-Verbund) mit der Technologietransfer-Initiative BodenseeInnovativ vorgesehen. BodenseeInnovativ, seit 2016 operativ, bietet die Möglichkeit zur Erprobung und Durchführung neuer kooperativer Innovationsmethoden. In thematisch unterschiedlichen Innovation-Labs arbeiten interdisziplinäre Teams aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Die Gesamtkosten im Projektzeitraum bis Ende 2020 betragen rund 2,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium stellt hierfür 1,9 Millionen Euro zur Förderung bereit, davon 1,3 Millionen Euro aus dem EFRE und 0,6 Millionen Euro aus Landesmitteln.

Wettbewerb RegioWIN
Der Wettbewerb RegioWIN ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Förderperiode 2014 – 2020. RegioWIN hat Maßstäbe in der Einbindung lokaler Entscheidungsträger aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft in die Ausrichtung ihrer regionalen Entwicklung und in der Umsetzung der EU-Strukturpolitik gesetzt. Der Wettbewerb hat im Land und bei der EU-Kommission starke Aufmerksamkeit und durchweg positives Feedback erreicht. Im Rahmen des Wettbewerbs RegioWIN wurden im Januar 2015 die erarbeiteten Regionalen Entwicklungskonzepte von elf WINregionen prämiert. Darauf aufbauend wurden insgesamt 21 Leuchtturmprojekte ausgezeichnet, für deren Umsetzung insgesamt rund 100 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://regiowin.eu/

28. Oktober 2017

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Wir wollen mit unseren Start-up-Acceleratoren die Gründungsdynamik innovativer Geschäftsmodelle weiter ausbauen“

Um den Auf- und Ausbau von Start-up-Acceleratoren im Land weiter zu forcieren, startet das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau nun eine zweite Runde zur Förderung von Infrastruktur für technologiespezifische Start-up-Acceleratoren aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union. „Mit der gezielten Förderung von Start-up-Acceleratoren wollen wir die Gründungsdynamik im Bereich innovativer Geschäftsmodelle weiter ausbauen. Die Acceleratoren sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gründungsoffensive ‘Start-up BW‘, die insbesondere auf die Märkte der Zukunft ausgerichtet ist“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Mangelnde Professionalität bei der Entwicklung von marktorientierten Geschäftsmodellen aus Technik- und Dienstleistungsinnovationen sowie der schwierige Zugang zu Kapital führten auch in Baden-Württemberg immer noch zu hohen Ausfallquoten in der Vorgründungsphase. „Vor diesem Hintergrund fördern wir technologie- oder branchenspezifische Zentren für Gründungsvorhaben mit hohem Potential. Hier werden die Entwicklungsprozesse von innovativen Start-ups konzentriert, professionalisiert und beschleunigt, also acceleriert“ so Hoffmeister-Kraut.

Start-up-Acceleratoren sind eine spezielle Form von Gründerzentren für die unternehmerische Frühphase. Sie dienen der intensiven und umfassenden Betreuung von Hightech-Gründungsvorhaben, insbesondere von Spinoffs aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Im Rahmen einer intensiven Betreuungsphase sollen vor allem marktfähige Prototypen und Dienstleistungskonzepte sowie darauf aufbauende Geschäftsmodelle realisiert werden.

Die Start-up BW Acceleratoren sollen überregionale, wenn nicht sogar nationale und internationale Attraktivität entfalten. Zum weiteren Aus- und Aufbau von Start-up-Acceleratoren stellt das Wirtschaftsministerium Mittel aus dem europäischen Strukturfonds EFRE und ESF zur Förderung der baulichen Infrastruktur bzw. des personellen Betriebs bereit. Anträge können bis zum 6. April 2018 eingereicht werden. Alle Informationen zum Förderaufruf finden Sie ab sofort unter www.efre-bw.de, zu Start-up BW unter www.startupbw.de.

Informationsveranstaltung
Am Freitag, 15. Dezember 2017 führt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Anschluss an die Arbeitstagung seiner Initiative für Existenzgründungen und Unternehmensnachfolge (ifex) in Bad Boll eine öffentliche Informationsveranstaltung durch (Beginn 14.00 Uhr). Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aller an diesem Aufruf interessierten Institutionen.

Weitere Informationen zu Acceleratoren
Aus zwei früheren Förderaufrufen des Wirtschaftsministeriums – sowohl für Infrastruktur als auch Betrieb der Acceleratoren – sind bislang insgesamt sechs innovative Vorhaben im Aufbau, die unterschiedliche Branchen- und Technologieschwerpunkte aufweisen:

– Der Life Science-Accelerator Baden-Württemberg Mannheim/Heidelberg/Tübingen mit den Schwerpunkten Biotechnologie, Pharma und Medizin-technologie.
– Der Up2B-Accelerator Walldorf mit den Schwerpunkten Industrie 4.0, Inter-net of Things und Big Data.
– Der badenCAMPUS-Accelerator Breisach/Freiburg mit den Schwerpunkten Mikrosystemtechnik und Nachhaltigkeitstechnologien.
– Der START <SMART> GREEN-Accelerator Freiburg mit den Schwerpunk-ten Green Economy, Kreativwirtschaft, und Digitale Innovation.
– Das „CyberLab“ Karlsruhe mit den Schwerpunkten IT und angrenzende Hightech-Branchen.
– Der M.Tech Accelerator Stuttgart mit den Schwerpunkten Engineering und Mobilität.

27. September 2017

„Baden-Württemberg ist einer der führenden Wirtschaftsstandorte in Europa, und es sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die im Ländlichen Raum Baden-Württembergs entscheidend zur Innovationskraft beitragen und für Arbeitsplätze und Wohlstand sorgen. Ziel unserer Förderpolitik ist es, diese Betriebe in ihrer Arbeit zu unterstützen und so die ländlichen Regionen im Land in ihrer Leistungsfähigkeit weiterzuentwickeln“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (20. September) in Stuttgart.

Mit dem Programm ‚Spitze auf dem Land‘ fördere das Land gezielt innovationsstarke Mittelständler, die das Potenzial haben, einen wichtigen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Hierfür stünden in der Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung.

„Nach der Hälfte der Laufzeit sind rund 25 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden. Wir konnten innerhalb der vergangenen drei Jahre 73 Unternehmen in 69 ländlich geprägten Gemeinden in die Förderlinie aufnehmen. Im Rahmen dieser Projekte werden insgesamt etwa 650 Arbeitsplätze geschaffen“, erklärte Minister Hauk. Eine Umsetzungsrate von 95 Prozent belege, dass die Förderlinie maßgeschneidert und die Projekte gut durchdacht wären. „Die Gelder gelangen dorthin, wo sie hingehören“, so Hauk.

„Mit ‚Spitze auf dem Land‘ haben wir ein hervorragendes Instrument, um die herausragende Stellung Baden-Württembergs mit Blick auf die Technologieführerschaft und Innovationskraft weiter auszubauen. Bereits Ende Oktober steht die nächste Auswahlsitzung an“, sagte der Minister. Bewerbungen für diese neunte Auswahlrunde seien noch bis zum 30. September 2017 möglich.

Hintergrundinformationen:

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovationen und Zukunftsfähigkeit sind. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen.

In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderlinie insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt. In den zurückliegenden acht Auswahlrunden hat der auf Landesebene gebildete Bewertungsausschuss 151 Projekte beraten. Für insgesamt 73 Projekte wurde eine Förderzusage erteilt. Die bisher bereitgestellten Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 25 Millionen Euro. Auf Seiten der Unternehmen wird dadurch ein Investitionsvolumen in Höhe von 196 Millionen Euro angestoßen.

Die Bewerbung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch Aufnahmeanträge der Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Basis des Vorschlages eines dazu eingerichteten Bewertungsausschusses. Dieser tagt zweimal jährlich, im April und Oktober eines Jahres.

Aufnahmeanträge können jederzeit eingereicht werden. In der Auswahlrunde im April eines Jahres werden alle Aufnahmeanträge berücksichtigt, die bis zum 31. März vorliegen. In der Auswahlrunde im Oktober diejenigen, die bis zum 30. September eines Jahres vorliegen.

Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V., die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen, die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Mit dem EFRE und dem zugrunde liegenden Programm „Innovation und Energiewende“ richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung, Innovation sowie auf die Verringerung der CO2-Emissionen. Das ELR ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden im Ländlichen Raum. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung liegt der Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr-bw.de/laendlicher-raum/  zur Verfügung.

Unten stehend finden Sie eine Übersichtskarte mit den Gemeinden, in denen Unternehmen in die Förderlinie „Spitze auf dem Land!“ aufgenommen wurden.

Übersichtskarte ELR

Weitere Informationen