Innovation und Energiewende

Tage der
offenen Tür 2017

  • 2. Aufruf Start-up-Acceleratoren

    Förderaufruf des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 14.10.2017

    Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (WM) unterstützt den Auf- und Ausbau von Infrastruktur für technologiespezifische Start-up-Acceleratoren mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union.

    Start-up-Acceleratoren sind eine spezielle Form von Gewerbe- beziehungsweise Gründerzentren für die unternehmerische Frühphase, insbesondere von Spin-offs aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Mit der Förderung der Infrastruktur von technologiespezifischen Start-up-Acceleratoren wird die Basis für eine intensive und umfassende Betreuung von Hightech-Gründungsvorhaben geschaffen, um insbesondere die Entwicklung marktorientierter Geschäftsmodelle zu beschleunigen und Hürden beim Zugang zu Risikokapital zu beseitigen.

    Das Förderangebot richtet sich an Landesgesellschaften, Kommunen, kommunale Gesellschaften, Wirtschaftsförderungseinrichtungen, regionale Verbände, Technologietransfergesellschaften sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

    Anträge können bis zum 6. April 2018 bei der Landeskreditbank (L-Bank), Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe eingereicht werden.

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  • Förderung des Technologietransfers zwischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften und kleinen- und mittleren Unternehmen

    Förderaufruf des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst vom 07.06.2017

    Zur Förderung von gemeinsamen Forschungskooperationen zwischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird das „HAW-KMU-TT“-Förderprogramm ausgeschrieben. Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung von Fragestellungen mit besonderer Relevanz für die regionale Wirtschaft und einer konkreten Perspektive für eine weitere wirtschaftliche Nutzung durch Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Durch die direkte Zusammenarbeit soll die Vernetzung der HAW untereinander und mit den regionalen Partnern aus der Wirtschaft gestärkt und der wechselseitige Wissens- und Technologietransfer unterstützt werden.

     

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  • Holz Innovativ Programm

    Förderaufruf des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 10.12.2015

    Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) unterstützt Vorhaben, deren Gegenstand die Bereitstellung, Verarbeitung, Bearbeitung und Verwendung von Holz ist, mit Fördermitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln. Dadurch sollen Innovationen in der Nutzung von Holz forciert, neue Anwendungsfelder für den Rohstoff Holz erschlossen und deren Einführung beschleunigt werden. Damit wird die Innovationstätigkeit der Unternehmen in der Wertschöpfungskette Forst & Holz insgesamt gestärkt. Die Förderschwerpunkte, welche näher im Förderaufruf beschrieben sind, liegen im Bereich Cluster, Angewandte Forschung und Innovation im Holzbau.

    Von den an einer Förderung Interessierten ist ein zweistufiges Verfahren zu durchlaufen. Im ersten Schritt ist eine Vorhabensskizze zur Vorauswahl der Projekte einzureichen (Details entnehmen Sie bitte dem Förderaufruf). Die Projektauswahl der fristgerecht eingereichten Vorhabensskizzen erfolgt durch das MLR nach Abschluss der begleitenden Beratungen innerhalb des Clusterbeirats Forst & Holz. Die Entscheidung der Projektauswahl wird schriftlich durch das MLR bekannt gegeben. Insofern das Vorhaben positiv durch das MLR beschieden wurde, liegt eine Antragsberechtigung vor. Anträge können erst nach erfolgreich abgeschlossenem Projektauswahlverfahren bei der L-Bank eingereicht werden.

    Im zweiten Schritt ist ein formaler Förderantrag bei der L-Bank zu stellen. Diese nimmt den Antrag entgegen, bearbeitet ihn und erteilt bei positiver Prüfung der Antragsunterlagen einen Bewilligungsbescheid.

    Damit die Vorhabensskizzen im in der Regel zweimal jährlich tagenden Clusterbeirat Forst & Holz beraten werden können, sind diese bis zum 15. März oder 15. September eines Jahres einzureichen.

    Vorhabensskizzen zum innovativen Holzbau können zusätzlich jährlich zum 15. Juni und 31. Dezember eingereicht werden. Sie werden dann vom Unterausschuss des Clusterbeirats Forst & Holz beraten.

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  • Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg

    Förderaufruf des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 10.02.2015

    Mit der Ausschreibung „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum mit Kofinanzierung aus dem EFRE-Programm 2014-2020 soll die Spitzenstellung des Landes weiter ausgebaut werden.

    Das Förderangebot spricht kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im ländlichen Raum an, die aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit und ihrer ausgeprägten Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen.

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EFRE-Programm Baden-Württemberg 2014 bis 2020
Innovation und Energiewende

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein Strukturfonds der EU, mit dessen Hilfe der wirtschaftliche, territoriale und soziale Zusammenhalt innerhalb der EU gefördert wird. Baden-Württemberg bezieht Fördermittel aus dem EFRE, um das Operationelle Programm mit dem Leitmotiv „Innovation und Energiewende“ in Baden-Württemberg in der Förderperiode 2014-2020 umzusetzen. Das Operationelle Programm konzentriert sich dabei auf die Stärken des Landes und unterstützt gezielt die Themen Forschung und Innovation sowie Verminderung der CO₂-Emissionen.

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Pressemitteilungen

27. September 2017

„Baden-Württemberg ist einer der führenden Wirtschaftsstandorte in Europa, und es sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die im Ländlichen Raum Baden-Württembergs entscheidend zur Innovationskraft beitragen und für Arbeitsplätze und Wohlstand sorgen. Ziel unserer Förderpolitik ist es, diese Betriebe in ihrer Arbeit zu unterstützen und so die ländlichen Regionen im Land in ihrer Leistungsfähigkeit weiterzuentwickeln“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (20. September) in Stuttgart.

Mit dem Programm ‚Spitze auf dem Land‘ fördere das Land gezielt innovationsstarke Mittelständler, die das Potenzial haben, einen wichtigen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Hierfür stünden in der Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung.

„Nach der Hälfte der Laufzeit sind rund 25 Millionen Euro an Fördermitteln gebunden. Wir konnten innerhalb der vergangenen drei Jahre 73 Unternehmen in 69 ländlich geprägten Gemeinden in die Förderlinie aufnehmen. Im Rahmen dieser Projekte werden insgesamt etwa 650 Arbeitsplätze geschaffen“, erklärte Minister Hauk. Eine Umsetzungsrate von 95 Prozent belege, dass die Förderlinie maßgeschneidert und die Projekte gut durchdacht wären. „Die Gelder gelangen dorthin, wo sie hingehören“, so Hauk.

„Mit ‚Spitze auf dem Land‘ haben wir ein hervorragendes Instrument, um die herausragende Stellung Baden-Württembergs mit Blick auf die Technologieführerschaft und Innovationskraft weiter auszubauen. Bereits Ende Oktober steht die nächste Auswahlsitzung an“, sagte der Minister. Bewerbungen für diese neunte Auswahlrunde seien noch bis zum 30. September 2017 möglich.

Hintergrundinformationen:

Die Förderlinie ‚Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg‘ richtet sich an innovationsorientierte Unternehmen, die das Potenzial haben, einen Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs zu leisten. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovationen und Zukunftsfähigkeit sind. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investition bis zu 20 Prozent Zuschuss erhalten, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu zehn Prozent. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produkte und Dienstleistungen.

In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderlinie insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und dem baden-württembergischen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) zur Verfügung gestellt. In den zurückliegenden acht Auswahlrunden hat der auf Landesebene gebildete Bewertungsausschuss 151 Projekte beraten. Für insgesamt 73 Projekte wurde eine Förderzusage erteilt. Die bisher bereitgestellten Fördermittel belaufen sich auf insgesamt 25 Millionen Euro. Auf Seiten der Unternehmen wird dadurch ein Investitionsvolumen in Höhe von 196 Millionen Euro angestoßen.

Die Bewerbung für die Förderlinie erfolgt schriftlich durch Aufnahmeanträge der Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz auf der Basis des Vorschlages eines dazu eingerichteten Bewertungsausschusses. Dieser tagt zweimal jährlich, im April und Oktober eines Jahres.

Aufnahmeanträge können jederzeit eingereicht werden. In der Auswahlrunde im April eines Jahres werden alle Aufnahmeanträge berücksichtigt, die bis zum 31. März vorliegen. In der Auswahlrunde im Oktober diejenigen, die bis zum 30. September eines Jahres vorliegen.

Im Bewertungsausschuss vertreten sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, die Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg Connected e.V., die Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen, die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Mit dem EFRE und dem zugrunde liegenden Programm „Innovation und Energiewende“ richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung, Innovation sowie auf die Verringerung der CO2-Emissionen. Das ELR ist das bedeutendste Förderprogramm des Landes zur integrierten Strukturentwicklung von Gemeinden im Ländlichen Raum. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung liegt der Schwerpunkt der aktuellen Förderperiode auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche.

Weitere Informationen stehen Ihnen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter www.mlr-bw.de/laendlicher-raum/  zur Verfügung.

Unten stehend finden Sie eine Übersichtskarte mit den Gemeinden, in denen Unternehmen in die Förderlinie „Spitze auf dem Land!“ aufgenommen wurden.

Übersichtskarte ELR

16. Juni 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 16.06.2017

Einmal jährlich tagt der Begleitausschuss für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Bei der diesjährigen Sitzung Anfang Juni informierte sich das Gremium unter anderem über den Stand der Umsetzung des ‚EFRE-Programms Baden-Württemberg 2014-2020 – Innovation und Energiewende‘; genehmigte den jährlich zu erstellenden Durchführungsbericht an die Kommission; und es erhielt einen Überblick über durchgeführten und geplanten Kommunikationsmaßnahmen. Dieses Jahr hatte Ramböll Management Consulting zudem erste Evaluationsergebnisse der begleitenden Bewertung präsentiert, und ein Vertreter des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Baden-Württemberg hatte das Programm des ESF und Synergien mit dem EFRE vorgestellt.

Die Sitzung fand im Tagungszentrum des Wissenschafts- und Technologiezentrums (WTZ) in Heilbronn statt.

Während der Sitzung wurde auch dargelegt, dass die breite Öffentlichkeit bei den Tagen der offenen Tür von EFRE-geförderten Projekten im Rahmen der EU-weiten Veranstaltung ‚Europa in meiner Region‘ eingeladen ist, sich über Projekte zu informieren, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Baden-Württemberg gefördert werden. Bei insgesamt sieben Veranstaltungen im Verlauf des Jahres 2017 gewähren Projektträger einen Blick hinter die Kulissen. Das gebotene Themenspektrum reicht von Forschungsprojekten im Bereich der Technik über die Kreativwirtschaft bis hin zu Fragen der Energieeffizienz. Mit dabei ist auch das WTZ in Heilbronn, welches am 11. Mai 2017 der Öffentlichkeit neben zahlreichen spannenden Vorträgen einen Ausblick von der Dachterrasse auf den Gesamtkomplex und das Gelände der Bundesgartenschau 2019 bot.

Von der Forschung über die Kreativwirtschaft bis zur Energieeffizienz

Um Streusalz gezielt nur an glatte Stellen streuen zu müssen, braucht es ein ausgeklügeltes System der Straßenzustandserkennung. Wie diese und andere innovative Anwendungen aussehen können, damit beschäftigt sich das EFRE-geförderte Forschungsprojekt Innovative Millimeterwellen-Sensorik für industrielle Anwendungen, kurz MikroSens. Es präsentierte sich am 31. März 2017 im Rahmen der Nacht der Technik an der Hochschule Heilbronn. Bei der Nacht der Technik hatten Technikfans jeden Alters die Gelegenheit, Technik zum Anfassen zu erleben. Diese Gelegenheit wurde von über 1500 Besuchern jeden Alters genutzt – mit großer Begeisterung.

Als ‚Zentrum für Mannheims neue Arbeiterklasse‘ bezeichnet sich das mit EU-Mitteln geförderte Kreativwirtschaftszentrum C-HUB im aufstrebenden Stadtteil Jungbusch in Mannheim. Am 09. Mai 2017 öffnete es unter dem Motto ‚Kreative in Europa‘ seine Türen und gewährte Interessierten einen Blick über die Schulter der Schaffenden.
Im C-HUB, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Musikpark Mannheim und zur Popakademie Baden-Württemberg liegt, finden auf rund 3500 Quadratmetern rund 37 Start-up Firmen aus der Kreativwirtschaft ein passendes Umfeld. Abgedeckt werden Bereiche wie die Werbewirtschaft, der Designmarkt, die Filmwirtschaft, der Kunstmarkt sowie die Software- bzw. App-Entwicklung.

Mit einem ‚Energie-Rundgang‘ und einem unterhaltsamen Infoabend eröffnete die Stadt Emmendingen am 31. Mai die Aktion ‚Energiekarawane‘. Hier handelt es sich um ein kostenloses Vor-Ort-Beratungsangebot zu Energieeinsparpotenzialen, das vom 1. Juni bis zum 25. Juli 2017 läuft.

Wer noch ein EFRE-gefördertes Projekt kennen lernen möchte, hat am 28. Juni 2017 in Ravensburg-Weingarten die Gelegenheit. Im so genannten ‚Mittwochsseminar“ stellt sich das Forschungsprojekt ‚DiP‘ mit einem Vortrag zur Digitalisierung im Maschinenbau vor. Darüber hinaus findet am 21. Juli 2017 eine lange Nacht der Wissenschaften an der Universität Ulm anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums statt. Dort präsentiert sich das EFRE-geförderte Innovationszentrum Batterietechnologie, das am Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm angesiedelt ist und Fertigungstechnologien für eine neue Generation von Hochleistungsbatterien erforscht. Das Projekt hat zum Ziel, die Anforderungen der Automobilindustrie hinsichtlich Energiedichte, Sicherheit, Lebensdauer und Kosten für Hochleistungsbatterien künftig besser erfüllen zu können. Damit ist das Projekt hoch modern und leistet es einen wichtigen Beitrag für die Wende zur Elektromobilität.

19. Mai 2017

Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 19.05.2017

 

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Rückgewinnung von Phosphor hat ökologisch und ökonomisch eine immense Bedeutung. Wer hier investiert, investiert zukunftsweisend.“

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gibt den Startschuss für die dritte Runde im Förderprogramm zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen und Klärschlammasche. Von heute (19.05.) an können sich privat-gewerbliche Unternehmen, Gebietskörperschaften einschließlich deren Eigenbetriebe und öffentlich-rechtliche Zusammenschlüsse von Gebietskörperschaften wieder um Fördermittel für die Entwicklung und den Bau von Versuchsanlagen und großtechnische Pilotanlagen zur Phosphorrückgewinnung bewerben.

Der Förderaufruf richtet sich gleichermaßen an kommunale Unternehmen in privater Rechtsform mit einem kommunalen Anteil von mehr als 50 Prozent. Im Rahmen des dritten Förderaufrufs sind Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 50.000 Einwohnerwerten oder dem entsprechenden Klärschlammanfall antragsberechtigt. Erstmals wird auch die Erstellung von Projektskizzen kommunaler Einrichtungen gefördert.

Umweltminister Franz Untersteller: „Da es EU-weit keine nennenswerten Phosphorvorkommen gibt, ist es unser Ziel, auf lange Sicht unabhängig zu werden von teuren Phosphorimporten aus politisch unsicheren Lieferländern. Außerdem wollen wir erreichen, dass der Abbau von Rohphosphaten eingedämmt und die damit verbundenen erheblichen Umweltbelastungen zurückgehen.“
Insgesamt rund 13 Millionen Euro Fördervolumen

Um diese Ziele zu erreichen, fördert Baden-Württemberg mit Hilfe der Europäischen Union die Entwicklung und den Bau von Versuchsanlagen und großtechnischen Pilotanlagen zur Phosphor-Rückgewinnung. Insgesamt stehen in dem Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) acht Millionen Euro zur Verfügung. Das Land ergänzt diese Mittel durch bis zu 4,8 Millionen Euro.

Minister Untersteller äußerte sich in diesem Zusammenhang zufrieden über die Novelle der Klärschlammverordnung des Bundes, die in wenigen Wochen in Kraft treten wird. Er sagte: „Die Bundesrepublik wird das erste Land der Europäischen Union sein, welches Kläranlagen ab einer Ausbaugröße von 50.000 Einwohnerwerten zur Rückgewinnung von Phosphor verpflichtet. Das ist ein richtiges und wichtiges Signal.“ Der schonende Umgang mit Ressourcen und deren Rückgewinnung aus Abfällen habe ökologisch und ökonomisch eine immense Bedeutung. Dies gelte besonders für lebenswichtige Rohstoffe wie Phosphor, für die es keinen Ersatz gebe, so Untersteller.

Bis die Betreiber der betroffenen Kläranlagen die neue Verordnung umsetzen müssen, bleiben ihnen noch einige Jahre Zeit. Sie sind jedoch verpflichtet, bis 2023 ein Konzept vorzulegen, wie sie der Rückgewinnung nachkommen werden. Diese Zeit müsse genutzt werden, um die technologische Entwicklung auf diesem Gebiet voranzubringen, appellierte der Umweltminister. „Nur wenn Investitionen in Anlagen zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm oder Klärschlammasche gezielt angereizt werden, sind entscheidende und zukunftsweisende Fortschritte zu erwarten,“ ist Untersteller überzeugt. Er fügte hinzu: „Für den Start der dritten Förderrunde hätten wir keinen besseren Zeitpunkt finden können.“

Die Möglichkeit zur Einreichung der Projektskizzen besteht bis zum 13. Oktober 2017.

Weitere Informationen

Förderprogramm Phosphor-Rückgewinnung

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    Datum: 29.11.2017

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  • Donnerstag 30.11.2017

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    Datum: 30.11.2017

    Zeit: 17:00 - 19:00

  • Mittwoch 06.12.2017

    Energieeffiziente Querschnittstechnologien

    Querschnittstechnologien sind die technischen Anwendungen, die die meisten Arbeitsprozesse überhaupt...

    Ort: IHK Bezirkskammer Böblingen - Böblingen

    Datum: 06.12.2017

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