Innovation und Energiewende

Auftakt 2021-27

 

EFRE-Programm Baden-Württemberg 2014 bis 2020
Innovation und Energiewende

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein Strukturfonds der EU, mit dessen Hilfe der wirtschaftliche, territoriale und soziale Zusammenhalt innerhalb der EU gefördert wird. Baden-Württemberg konzentriert sich mit seinem EFRE-Programm auf das Leitmotiv „Innovation und Energiewende“ und unterstützt gezielt die Themen Forschung und Innovation sowie Verminderung der CO₂-Emissionen. Im Rahmen von REACT-EU fließen zusätzliche Mittel zur Bewältigung der COVID-19-Krise in das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2014-2020.

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Pressemitteilungen

18. Januar 2022

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Förderung stärkt die wirtschaftsnahe Forschung für die Bedarfe unserer mittelständischen Unternehmen.“

Das Wirtschaftsministerium fördert das Institut der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. in Villingen-Schwenningen mit 891.000 Euro für die Anschaffung wegweisender Geräteausstattung. Die Förderung setzt sich zusammen aus 495.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus 396.000 Euro zur Kofinanzierung aus Haushaltsmitteln des Landes.

„Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt dazu bei, dass die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit unserer Betriebe weiter ausgebaut wird. Durch die Förderung der neuen Geräteausstattung für das Hahn-Schickard-Institut in Villingen-Schwenningen stärken wir die wirtschaftsnahe Forschung für die Bedarfe unserer mittelständischen Unternehmen“, erklärte Wirtschaftsministein Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Mit der Zuwendung soll die zielgerichtete Ausstattung des Reinraumes durch Beschaffung einer Plasmaätzanlage fortgesetzt werden. Diese Anlage soll Chlor-Ätzprozesse zur Realisierung von Metall- und piezoelektrischen Strukturen im Mikrometer-Bereich für hochintegrierte und -effiziente Mikrosysteme ermöglichen.

Solche Strukturen im Mikrometer- oder noch kleinerem Bereich ermöglichen eine höhere Präzision und effizientere Bearbeitungsprozesse bei der Herstellung von immer kleineren und flexibleren Mikrosystemen. Der Bedarf hierfür wächst insbesondere im Rahmen der Entwicklung mikromedizinischer oder -biologischer Systeme zunehmend, die für wichtige Zukunftstechnologien wie Industrie 4.0, aber auch in Branchen wie zum Beispiel dem Maschinenbau oder der Pharmaindustrie benötigt werden. Bedeutsam sind sie zudem insbesondere für kleine Stückzahlen und damit auch für die Anwendung bei kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Hahn-Schickard-Gesellschaft ist Träger von Forschungsinstituten an den Standorten Villingen-Schwenningen, Stuttgart und Freiburg mit einer Außenstelle in Ulm. Die Institute betreiben industrienahe, anwendungsorientierte Forschung, Entwicklung und Fertigung in der Mikrosystemtechnik. Die Gesamtbetreuung und Verantwortung von der Idee bis zur Produktion zählt zu den herausragenden Stärken der Forscher. Das Angebot umfasst auch die Herstellung von Prototypen, von Erst- und Kleinserien sowie die Überleitung in die industrielle Produktionstechnologie. Damit sind die Institute gerade für kleine und mittlere Unternehmen ein wertvoller Innovationspartner.

Weitere Informationen:
Außer originären Landesmitteln verwendet das Wirtschaftsministerium auch Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), um die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft im Land zu stärken. Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhielt Baden-Württemberg für den Zeitraum 2014-2020 rund 247 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE, in der neuen Förderperiode 2021-2027 sind dies rund 279 Millionen Euro. Mit daraus finanzierten Projekten werden im Bereich des Wirtschaftsministeriums unter anderem anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, Technologie- und Wissenstransfer, Vernetzungsaktivitäten und Unternehmensgründungen gestärkt.

Die Institute der Hahn-Schickard-Gesellschaft sind Mitglieder der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW). Die 13 Institute der Innovationsallianz sind wichtige Partner der Wirtschaft im Technologietransfer und bilden eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung in Unternehmen. Sie forschen erfolgreich in den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die neue Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Das fachliche Spektrum der Forschungsarbeit reicht von Mikroelektronik, Informatik, Biotechnologie und Medizintechnik bis hin zu Lasertechnik und erneuerbaren Energien. Die Institute erhalten eine jährliche Grundfinanzierung durch das Wirtschaftsministerium.

Mehr Infos zu EFRE finden Sie unter www.efre-bw.de

16. Dezember 2021

© Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „REACT-EU ermöglicht uns, gezielt in den Ausbau des Technologietransfers und in die Stärkung der Innovationskraft unseres Mittelstands zu investieren.“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die Institute der Hahn-Schickard-Gesellschaft mit insgesamt 4,1 Millionen Euro für den Ausbau der Geräteinfrastruktur in der Mikrosystemtechnik. Die Mittel stammen aus dem Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung zur Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie und zur Vorbereitung einer grünen, digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft (REACT-EU)“ der Europäischen Union.

„Mit den Mitteln aus REACT-EU können wir gezielte Investitionen in die Leistungsfähigkeit unserer wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen tätigen. Das ermöglicht den Ausbau des Technologietransfers und dadurch die Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer mittelständischen Unternehmen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (15. Dezember) bei der Übergabe der Förderbescheide in Stuttgart.

Die Hahn-Schickard-Gesellschaft ist Träger von Forschungsinstituten an den Standorten Villingen-Schwenningen, Stuttgart sowie in Freiburg mit der Außenstelle Ulm. Die Institute betreiben industrienahe, anwendungsorientierte Forschung, Entwicklung und Fertigung in der Mikrosystemtechnik. In vielen Branchen und speziell in Zukunftsfeldern wie Industrie 4.0, der nachhaltigen Mobilität, den Umwelttechnologien, Erneuerbaren Energien und Ressourceneffizienz sowie der Gesundheit und Pflege werden Produkte benötigt, die besonders material-, energie- und umweltschonend sind, und ein gesundes und sicheres Leben ermöglichen.

Mit 1,6 Millionen Euro wird das Hahn-Schickard-Institut in Villingen-Schwenningen unterstützt. Dort sollen Geräte für die Erforschung von neuartigen Formen audiovisueller Kommunikation beschaffen werden. Diese neue Form der Mikroakustik soll virtuelle Kommunikation in der Zukunft noch komfortabler machen.

Das Hahn-Schickard-Institut in Stuttgart erhält eine Förderung in Höhe von 800.000 Euro für den Aufbau einer vernetzten und sensorgestützten digitalen Pilotlinie für die Fertigung von individualisierten Sensoren und Mikrosystemen mit Hilfe von digitalen und additiven Fertigungstechnologien.

Auf das Hahn-Schickard-Institut in Freiburg entfallen 1,25 Millionen Euro zur Beschaffung von Forschungsgeräten zur Digitalisierung von Prozessketten in der molekularen Diagnostik. Damit wird ein Beitrag zur Digitalisierung im Gesundheitswesen durch Flexibilisierung und Individualisierung von Produkten und Prozessen in der Personalisierten Medizin geleistet.

Mit einer Förderung in Höhe von 450.000 Euro wird in der Außenstelle Ulm der Hahn-Schickard-Gesellschaft der Forschungsbereich der digitalen markierungsfreien Histopathologie, der Analyse von Gewebeproben, ausgebaut. Die Förderung leistet einen Beitrag, die Datenübermittlung in Kliniken zu automatisieren.

EU-Mittel für den Übergang zu einer grünen, digitalen und resilienten Wirtschaft
„Die Corona-Pandemie hat unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt hart getroffen. Herausforderungen wie die Beschleunigung der Digitalisierung, die Nutzung der Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und die Transformation von Industrie und Gesellschaft hin zu einer CO2-freien Wirtschaft haben sich durch die Krise nochmals sehr stark verdeutlicht. Für die Mittel der EU sind wir sehr dankbar. Sie helfen uns entscheidend dabei, Projekte für den Übergang zu einer grünen, digitalen und resilienten Wirtschaft auf den Weg zu bringen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Die Mittel aus REACT-EU erlaubten es, Vorhaben umzusetzen, die ansonsten nur schwer oder gar nicht möglich wären, etwa weil Bundes- oder Landesmittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Die Förderung aus REACT-EU sei umso hilfreicher, als keine ergänzende Finanzierung seitens des Landes oder der geförderten Forschungseinrichtungen nötig sei, so die Ministerin. „Mit diesen Vorhaben setzen wir zielgerichtet Impulse mit möglichst hoher Multiplikator-Wirkung für eine stabile Erholung der Wirtschaft im Sinne des European Green Deal. Zugleich unterstützen wir die Innovationsfähigkeit insbesondere unserer kleinen und mittleren Unternehmen“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Weitere Informationen
REACT-EU steht für „Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe“ (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas) und ist Teil des Aufbauinstruments „NextGenerationEU“, mit dem die EU 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen bereitstellt. REACT-EU wird in Baden-Württemberg unter anderem über das Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) umgesetzt, an dem das Wirtschaftsministerium beteiligt ist. In einer ersten Tranche aus REACT-EU stehen dem Wirtschaftsministerium 33 Millionen Euro zur Förderung von Forschungsinfrastruktur mit Ausrichtung auf den Übergang zu einer digitalen und grünen Wirtschaft zur Verfügung.

Die Institute der Hahn-Schickard-Gesellschaft sind Mitglieder der Innovationsallianz Baden-Württemberg e.V. Die 13 Institute der Innovationsallianz sind wichtige Partner der Wirtschaft im Technologietransfer und bilden eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und der Entwicklung in Unternehmen. Sie forschen erfolgreich in den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die neue Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Das fachliche Spektrum der Forschungsarbeit reicht von Mikroelektronik, Informatik, Biotechnologie und Medizintechnik bis hin zu Lasertechnik und Erneuerbaren Energien. Die Institute werden durch das Wirtschaftsministerium jährlich  in ihrer Grundfinanzierung mit insgesamt rund 35 Millionen Euro gefördert.

27. Oktober 2021

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Wichtiger Impuls für die Wissenschaft, mit dem der Übergang zu einem digitalen und grüneren Europa maßgeblich unterstützt wird“

Weitere 14 Millionen Euro für sechs Universitäten bewilligt

Um die Forschungsinfrastruktur an Universitäten in Baden-Württemberg weiter zu stärken und auszubauen, hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst weitere 14 Millionen Euro aus der Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas im Kontext der Corona-Pandemie „REACT-EU“ bewilligt. Die Mittel ermöglichen die Anschaffung von sieben Großgeräten zur Forschung in strategisch bedeutsamen Bereichen an den Universitäten des Landes – etwa in der Quantenforschung oder den Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel. „Für die Wissenschaft ist ‚REACT-EU‘ ein wichtiger Impuls, mit dem der Übergang zu einem digitalen und grüneren Europa maßgeblich unterstützt wird. Ich freue mich, dass die Universitäten des Landes auf diesen Aufruf mit zahlreichen innovativen und kreativen Anträgen reagiert haben. Die ausgewählten Vorhaben helfen
maßgeblich dabei, den Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg zu stärken und seine internationale Strahlkraft weiter voranzutreiben.“

Die EU-Förderung wird zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der COVID-19 Pandemie bereitgestellt. Die Investition in die Ausstattung der Universitäten deckt verschiedene Forschungsrichtungen ab. Alle Vorhaben leisten einen Beitrag zur Innovationsstrategie des Landes und unterstützen den Übergang in eine klimafreundliche und digitale Wirtschaft.

Sechs geförderte Universitäten

Universität Stuttgart: Die Quantenforschung an der Universität Stuttgart wird gleich durch zwei Großgeräte gestärkt werden. Auf diese Weise werden richtungsweisende Innovationen im Bereich der Digitalisierung ermöglicht. Fördervolumen: insgesamt ca. 2,5 Mio. Euro

Universität Tübingen: An der Universität Tübingen wird die datenzentrierte Forschung und Entwicklung neuer maschineller Lernverfahren durch die Skalierung der bereits existierenden „Tübingen ML Cloud“ unterstützt.
Fördervolumen: 2 Mio. Euro

Universität Heidelberg: Mit der Anschaffung eines superauflösenden Lichtmikroskops an der Universität Heidelberg soll das Verständnis zellulärer Prozesse vertieft werden. Hiermit wird die Grundlage für die Entwicklung
beispielsweise von besseren Biopharmaka oder Impfstoffen gelegt.Fördervolumen: 2,2 Mio. Euro

Karlsruher Institut für Technologie (KIT): Auch der Forschungsbereich von Nachhaltigkeit und Klimawandel wird durch Anschaffungen an mehreren Universitäten abgedeckt. Am KIT wird mit einem Großgerät an der Wirtschaftlichkeit der Kreislaufwirtschaft gearbeitet, indem durch digital-autonome Aufarbeitung von Gebrauchtteilen ressourceneffizientes Wirtschaften und verlängerte Lebenszyklen von Teilen ermöglicht werden. Fördervolumen: 2,2 Mio. Euro

Universität Hohenheim: Die Uni Hohenheim plant mit ihrer Investition die Visualisierung von Pflanzen-Boden-Insekten-Interaktionen in klimagestressten Agrarsystemen, um somit Handlungsempfehlungen zum nachhaltigen
Anbau ressourceneffizienter Pflanzen und zum Erhalt der Artenvielfalt zu formulieren. Fördervolumen: rund 2,6 Mio. Euro

Universität Freiburg: An der Universität Freiburg sollen mit dem Großgerät nachhaltige Dünnfolien aus Polymeren und Gläsern auf innovative Weise verarbeitet werden, was die Herstellung biologisch abbaubarer, umweltfreundlicher Materialien erlaubt.
Fördervolumen: 2,3 Mio. Euro

Weitere Informationen

REACT-EU
REACT-EU steht für „Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe“ (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas) und ist Teil des
Aufbauinstruments „NextGenerationEU“. In diesem Rahmen stellt die Europäische Union 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Folgen der COVID-19 Pandemie bereit.

Die REACT-EU Mittel werden unter anderem im Rahmen des Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Baden-Württemberg umgesetzt. Der EFRE ist ein Strukturfonds der EU, der den wirtschaftlichen, territorialen und sozialen Zusammenhalt innerhalb der EU fördert.

EFRE
Weitere Informationen zur EFRE-Förderung finden Sie hier.

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