Innovation und Energiewende

 

   REACT-EU

EFRE-Programm Baden-Württemberg 2014 bis 2020
Innovation und Energiewende

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist ein Strukturfonds der EU, mit dessen Hilfe der wirtschaftliche, territoriale und soziale Zusammenhalt innerhalb der EU gefördert wird. Baden-Württemberg konzentriert sich mit seinem EFRE-Programm auf das Leitmotiv „Innovation und Energiewende“ und unterstützt gezielt die Themen Forschung und Innovation sowie Verminderung der CO₂-Emissionen. Im Rahmen von REACT-EU fließen zusätzliche Mittel zur Bewältigung der COVID-19-Krise in das EFRE-Programm Baden-Württemberg 2014-2020.

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Pressemitteilungen

23. Juni 2021

Rund 86 Millionen Euro zusätzliche EU-Mittel fließen in EFRE-Programm Baden-Württembergs

„Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat auch Baden-Württemberg und seine Wirtschaft empfindlich getroffen. Dies bringt beispiellose Herausforderungen mit sich. Mit 86 Millionen Euro an zusätzlichen EU-Mitteln kann das Land zielgerichtet Impulse für mehr Nachhaltigkeit setzen, die Digitalisierung voranbringen und die Wirtschaft durch zukunftsorientierte Investitionen krisenfester machen. Wir freuen uns, dass die Europäische Kommission unsere Programmplanung für REACT-EU genehmigt hat und das Land nun mit voller Kraft in die Umsetzung gehen kann“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Mittwoch (23. Juni) in Stuttgart.

Die Europäische Union stellt mit ihrem Aufbauinstrument ‚NextGenerationEU‘ 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen bereit. Teil dieses Pakets ist die Initiative REACT-EU (‚Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe‘). Mit der jetzt erteilten Genehmigung durch die Europäische Kommission fließen 86 Millionen Euro zusätzlich in das EFRE-Programm 2014-2020 Baden-Württemberg, das nun insgesamt mehr als 330 Millionen Euro an europäischen Fördergeldern umfasst.

Die zusätzlichen Mittel werden in strategisch wichtigen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel zum Ausbau von Forschungsinfrastrukturen in Bereichen der umwelt- und klimafreundlichen sowie digitalen Wirtschaft oder Gesundheitswesen. Kommunen können Fördermittel für strategiebasierte Vorhaben zur Senkung des CO2-Ausstoßes für den Klimaschutz erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen werden bei Investitionen in Innovation unterstützt. Auch in die innovative Holznutzung sollen Mittel fließen.

„Mit den Vorbereitungen für die Förderung haben wir bereits im Herbst letzten Jahres begonnen, damit die Mittel in dem kurzen Umsetzungszeitraum bis Ende 2023 zielführend eingesetzt werden können. Die bereits durchgeführten Förderaufrufe hatten eine sehr gute Resonanz“, sagte der Minister.

Das Förderportfolio ist Ergebnis eines Sondierungsprozesses, an dem die an der EFRE-Förderung beteiligten Landesministerien und weitere Partner beteiligt waren. Der EFRE-Begleitausschuss als wichtigster Partner hatte die Programmplanung für REACT-EU bei seiner Sitzung am 12. Mai 2021 vor Einreichung bei der Europäischen Kommission genehmigt. Das Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschafts-, Wissenschafts-, Kommunal-, Sozial- und Umweltpartnern, der Europäischen Kommission und der mit der EFRE-Förderung befassten Landes- und Bundesbehörden zusammen.

„Die gute Zusammenarbeit mit dem EFRE-Begleitausschuss schätze ich sehr. Mit REACT-EU knüpfen wir nun an das EFRE-Programm 2014-2020 unter dem Leitmotiv ‚Innovation und Energiewende‘ an und schlagen die Brücke zur gerade begonnenen Förderperiode 2021-2027, die den Fokus auf Forschung, Entwicklung und Innovation sowie auf die Umsetzung wichtiger Themen für Umwelt- und Klimaschutz, wie Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie und Wasserstoffwirtschaft legt“, erklärte Minister Hauk.

Hintergrundinformation:

Unter der Federführung des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (EFRE-Verwaltungsbehörde) arbeiten das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz bei der Planung und Umsetzung der EFRE-Programme eng zusammen.

Weitere Informationen zur EFRE-Förderung finden Sie im Internet unter https://efre-bw.de/, zur Förderperiode 2021-2027 unter https://2021-27.efre-bw.de/

23. Juni 2021

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Mittel aus Brüssel helfen uns entscheidend dabei, Projekte für den Übergang zu einer grünen, digitalen und resilienten Wirtschaft auf den Weg zu bringen.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich heute (23. Juni) erfreut, dass die Europäische Kommission Pläne Baden-Württembergs – unter anderem des Wirtschaftsministeriums – im Rahmen der Aufbauhilfe REACT-EU genehmigt und dafür Mittel bereitgestellt hat. Mit einer ersten Tranche in Höhe von rund 33 Millionen Euro kann das Wirtschaftsministerium damit Vorhaben fördern, die der Bewältigung der Corona-Pandemie und zur stabilen Erholung der Wirtschaft dienen. Über eine etwaige weitere, kleinere Tranche für 2022 wird auf EU-Ebene im Herbst 2021 entschieden.

„Die Corona-Pandemie hat unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt hart getroffen. Herausforderungen wie die Beschleunigung der Digitalisierung, die Nutzung der Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz und die Transformation von Industrie und Gesellschaft hin zu einer CO2-freien Wirtschaft haben sich durch die Krise nochmals sehr stark verdeutlicht. Für die Mittel aus Brüssel für REACT-EU sind wir sehr dankbar. Sie helfen uns entscheidend dabei, Projekte für den Übergang zu einer grünen, digitalen und resilienten Wirtschaft auf den Weg zu bringen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

„REACT-EU ermöglicht uns gezielte FuE-Investitionen, vor allem in der wirtschaftsnahen Forschung der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), mit der wir die hohe Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Wirtschaft in den Bereichen Digitalisierung und Klimaschutz unterstützen und ausbauen werden“, führte die Ministerin weiter aus.

Geplant sind Erweiterungs- und Neubauten beim Zentrum für Sonnenergie- und Wasserstoffforschung (ZSW) in Ulm und Stuttgart sowie für das Forschungsinstitut für Edelmetalle und Metallchemie (fem) in Schwäbisch Gmünd, die damit ihre Forschungs- und Technologietransferaktivitäten auf Zukunftsfeldern wie Brennstoffzellentechnik, synthetische Kraftstoffe, Energietechnik oder Rohstoffeffizienz vorantreiben können. Hinzu kommen Investitionen in Geräteinfrastrukturen anderer Institute der innBW, beispielsweise in den Bereichen Medizintechnik und Life Sciences sowie der Quantentechnologie.

„Mit diesen Vorhaben setzen wir zielgerichtet Impulse mit möglichst hoher Multiplikator-Wirkung für eine stabile Erholung der Wirtschaft im Sinne des European Green Deal. Zugleich unterstützen wir die Innovationsfähigkeit insbesondere unserer kleinen und mittleren Unternehmen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Die Mittel aus REACT-EU ermöglichten es dem Wirtschaftsministerium, Vorhaben umzusetzen, die anderweitig nur schwer oder gar nicht hätten ermöglicht werden können, etwa weil keine Bundesmittel oder Landesmittel eingesetzt werden können oder nicht zur Verfügung stehen. Die Förderung aus REACT-EU sei umso hilfreicher, als sie eine 100-prozentige Kofinanzierung aus Europäischen Mitteln darstelle und keine ergänzende Kofinanzierung seitens des Landes oder der Zuwendungsempfänger nötig sei, so die Ministerin.

Weitere Informationen

REACT-EU steht für „Recovery Assistance for Cohesion and the Territories of Europe“ (Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas) und ist Teil des Aufbauinstruments „NextGenerationEU“, mit dem die EU 750 Milliarden Euro zur Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer wirtschaftlichen und sozialen Folgen bereitstellt. REACT-EU wird in Baden-Württemberg nun unter anderem über das Programm des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) umgesetzt, an dem das Wirtschaftsministerium beteiligt ist.

1. März 2021

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Hochleistungsfasern eröffnen enorme Innovationspotenziale in neuen Einsatzbereichen. Mit der Förderung stärken wir diese Zukunftsfelder erheblich“

Mit 400.000 Euro unterstützt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau den Ausbau der Forschung an Hochleistungsfasern bei den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung in Denkendorf (DITF). Die Mittel stammen zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dienen der Beschaffung eines speziellen 3-D-Druckers. „Hochleistungsfasern eröffnen enorme Innovationspotenziale für neue Einsatzbereiche. Der geförderte 3-D-Drucker ermöglicht es, faserverstärkte Bauteile in Kombination mit herkömmlichen textilen Strukturen und neuen Werkstoffen herzustellen. Dies ist in der Medizintechnik oder im Bereich der Smart Textiles von großer Bedeutung“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (1. März).

Mit den DITF verfüge Baden-Württemberg über Europas größtes Forschungsinstitut für textile Fragestellungen, betonte die Wirtschaftsministerin. Zielgruppen der DITF seien aber schon lange nicht mehr nur Unternehmen der klassischen Textil- und Bekleidungsindustrie. „Mit innovativen textilen Produkten wie neuartigen Biomaterialien für die Wundversorgung erschließen die DITF für die Textilbranche neue Absatzmärkte im Gesundheitswesen. Aber auch im Bereich der Umwelt- und der Oberflächentechnik ermöglichen die Entwicklungen der DITF den Ersatz konventioneller Materialien durch textile Produkte“, sagte die Ministerin.

Als das deutsche Kompetenzzentrum für alle textilen Fragestellungen bieten die DITF durch die Kombination von Textilchemie und textiler Verfahrenstechnik unter einem Dach ganzheitliche Problemlösungen entlang der gesamten textilen Kette von der Faserherstellung und -aufbereitung bis zur Erzeugung und Veredelung textiler Flächen an. Hochleistungsfasern auf Carbon- oder Keramikfasern spielen in vielen Industriebereichen eine wichtige Rolle – vor allem dort, wo Werkstoffe benötigt werden, die bei geringem Gewicht höchsten Belastungen standhalten und gleichzeitig lange haltbar sind. Diese Hochleistungsfasern können einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung und Energieeinsparung leisten. Diese Eigenschaften sind nicht nur im Bereich der Luft- und Raumfahrt, sondern auch in vielen Bereichen der Mobilität, Medizintechnik und Freizeitin-dustrie von großer Bedeutung.

Diese wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trage erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land bei, unterstrich Hoffmeister-Kraut. Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen sei eine wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg. „Mit unserer Förderung stärken wir die Forschung im Bereich der Carbon- und Keramikfasern und sorgen für einen weiteren Innovationsschub bei den DITF“, so die Wirtschaftsministerin.

Weitere Informationen:
Außer originären Landesmitteln verwendet das Wirtschaftsministerium auch Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), um die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft im Land zu stärken. Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg für den Zeitraum 2014-2020 rund 247 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Mit daraus finanzierten Projekten werden im Bereich des Wirtschaftsministeriums unter anderem anwendungsnahe Forschung und Entwicklung, Technologie- und Wissen-stransfer, Vernetzungsaktivitäten und Unternehmensgründungen gestärkt. Die Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), zu der die DITF gehören, ist ein deutschlandweit einzigartiges Bündnis von 13 außeruniversitären anwendungsorientierten Forschungsinstituten. Zusammen bieten die Einrichtungen der innBW ein einzigartiges Leistungsspektrum über den gesamten Entwicklungsprozess von der Idee bis zur Marktreife. Dabei orientieren sie sich in ihrer Arbeit an den Wachstumsfeldern der Zukunft, entlang derer die Landesregierung ihre Technologiepolitik ausrichtet. Zusammen mit Unternehmen entwickelt die innBW marktreife Produkte, Verfahren und Dienstleistungen und erfüllt ihre Rolle als Vordenker, damit das Land seine Spitzenposition als europäische Technologieregion hält.

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    Auf der Auftaktveranstaltung am 14. Oktober, die im Sparkassenforum in...

    Ort: Sparkassenforum in Lörrach - Lörrach

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