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2. Juli 2014

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 02.07.2014

Minister Alexander Bonde: „Mittelständler sind ein Wachstumsmotor und prägen den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg“
02.07.2014 „Der Mittelstand im Ländlichen Raum Baden-Württembergs ist ein Wachstumsmotor. Mit der Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘ wollen wir gezielte Impulse setzen und innovative Unternehmen im Ländlichen Raum unterstützen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft haben. Mit unserem technologieorientierten Förderprogramm sprechen wir bewusst kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten in ländlichen Städten und Gemeinden an, die neue Produkte und Produktionsprozesse entwickeln. Diese Unternehmen schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Fläche. Sie stärken den Ländlichen Raum und prägen die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Baden-Württemberg. Sie können die Hidden Champions von morgen sein“, sagte Verbraucherminister Alexander Bonde am Mittwoch (2. Juli) beim Besuch der Firma Aquaero/SACS in Rottweil, die den Zuschlag in der ersten Förderrunde des Programms „Spitze auf dem Land“ erhalten hatte.

Hintergrundinformationen:

Mit dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus der Förderung auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation sowie die Verringerung der CO2-Emissionen mit dem Programm „Innovation und Energiewende“.

Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land“ will das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum ansprechen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte aufweisen. Kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent Zuschuss erhalten. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden große und umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produktionsverfahren, Prozesse, Dienstleistungen und Produkte.

Die Antragstellung erfolgt schriftlich durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Jährlich sind jeweils zwei Auswahlrunden im April und Oktober geplant. In der gesamten Förderperiode 2014 bis 2020 werden nach derzeitigem Stand insgesamt 31 Millionen Euro an
EFRE- und Landesmittel zur Verfügung stehen.

Im Bewertungsausschuss sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Baden-Württemberg Connected e.V., die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das MLR vertreten.

Bisher wurden durch rund 50 Städte und Gemeinden Projekte von Unternehmen eingereicht. Der Bewertungsausschuss auf Landesebene hat alle Projekte bewertet und 20 Projekte zur Aufnahme vorgeschlagen. Insgesamt sind für die Projekte sieben Millionen Euro bereitgestellt. Die nächste Auswahlrunde ist für Herbst 2014 geplant.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „Spitze auf dem Land“ finden Sie unter http://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/laendlichen-raum-staerken/efre/spitze-auf-dem-land/

 

11. Juni 2014

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 02.06.2014

Minister Alexander Bonde: „Gezielte Impulse für innovative Unternehmen stärken den Ländlichen Raum nachhaltig“
02.06.2014 „Baden-Württemberg ist innovativ und wirtschaftsstark – gerade auch im Ländlichen Raum. Um den Ländlichen Raum nachhaltig zu stärken, unterstützt die Landesregierung mit der Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘ gezielt kleine und mittlere Unternehmen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft haben. Die Fördergelder aus dem landeseigenen Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bauen so die führende wirtschaftliche Stellung Baden-Württembergs weiter aus. In der zweiten Auswahlrunde erhalten acht innovative Unternehmen im Ländlichen Raum insgesamt drei Millionen Euro“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Montag (2. Juni) in Stuttgart.

Drei Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen mit Potenzial

In der ersten Auswahlrunde im Herbst 2013 waren bereits für 12 Unternehmen 4,2 Millionen Euro bereitgestellt worden. Die zweite Auswahlrunde war im Februar 2014 ausgeschrieben worden. „Die eingegangenen 22 Aufnahmeanträge zeigen die Attraktivität unserer neuen Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘. Der Bewertungsausschuss auf Landesebene hat alle Projekte eingehend bewertet und acht Projekte zur Aufnahme vorgeschlagen. Die drei Millionen Euro Fördermittel kommen jeweils zur Hälfte von der EU und vom Land“, so Bonde. Die ausgewählten Unternehmen können nun ihre konkreten Förderanträge bei der L-Band einreichen. Die L-Bank nimmt eine abschließende Prüfung vor und bewilligt die Zuschüsse. „Spitze auf dem Land setzt gezielte Impulse für innovative und dezentrale Wirtschaftsstrukturen, attraktive Arbeitsplätze und gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land“, so Bonde abschließend.

Hintergrundinformationen:

Aufgenommene Projekte nach Gemeinden:

Stadt/Gemeinde Unternehmen Kreis

Sexau MEDI-Tech GmbH Emmendingen

(Endoskopietechnik)

Neubulach Vapic GmbH Calw

(Reinigungstechnik)

Neuenstein Microfilter GmbH Hohenlohekreis

(Spezialfiltertechnik)

Obersontheim VMS-Maschinenbau GmbH Schwäbisch Hall (Lebensmittelverpackungstechnik)

Rosenberg Josef Ehrler GmbH & Co. KG Ostalbkreis

(technische Holzfasern)

Sulzbach-Laufen Jäger Handling GmbH & Co. KG Schwäbisch Hall

(Automatisierungstechnik)

Albstadt Boss Oil Zollernalbkreis

(Spezialschmierstoffe)

Albstadt Carl Meiser GmbH & Co. KG Zollernalbkreis

technische Textilien)

Mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation sowie die Förderung der Bestrebungen zur Verringerung der CO2-Emissionen mit dem Programm „Innovation und Energiewende“.

Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ will das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum ansprechen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte aufweisen. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie Kerne für Innovation und Zukunftsfähigkeit sind und zur ausgeglichenen Struktur Baden-Württembergs beitragen und helfen, diese zu sichern.

Dabei können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent Zuschuss erhalten. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden große umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produktionsverfahren, Prozesse, Dienstleistungen und Produkte.

Die Antragstellung erfolgt schriftlich durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. In der gesamten Förderperiode 2014 bis 2020 werden nach derzeitigem Stand insgesamt 31 Millionen Euro an EFRE- und Landesmittel zur Verfügung stehen.

Im Bewertungsausschuss sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Baden-Württemberg Connected e.V., die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das MLR vertreten.

Mit dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) fördert das Land private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines örtlichen Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt „Arbeiten“ wird die Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen sowie der Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung ab 2014 liegt der Schwerpunkt dieser Ausschreibung auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche, das heißt im Ländlichen Raum.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ finden Sie auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz unter http://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/laendlichen-raum-staerken/efre/spitze-auf-dem-land/

 

5. Mai 2014

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 05.05.2014

Minister Alexander Bonde: „Baden-Württemberg ist Vorreiter bei der Umsetzung der EU-Regionalförderung“

Minister Nils Schmid: Mit dem EFRE–Programm fördert die Landesregierung gezielt Innovationen für Unternehmen

05.05.2014 „Baden-Württemberg ist stark in der Fläche und hat in den Verhandlungen um das neue EFRE-Regionalentwicklungs-Programm der EU rund 100 Millionen Euro mehr Mittel bekommen als in der abgelaufenen Förderperiode. Mit dem EFRE-Förderprogramm ‚Innovation und Energiewende‘ von 2014 bis 2020‘ fördert die Landesregierung in den nächsten sieben Jahren Projekte im Wert von rund 500 Millionen Euro in den Bereichen Innovation und Energiewende, um die Stärken des Landes weiter zu entwickeln. Davon stellt die EU rund 247 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung. Wir setzen in der neuen Förderperiode auf mehr Wettbewerb, um mit diesen Fördermitteln in der Fläche möglichst nachhaltige Impulse zu setzen“, sagte der Minister für den Ländlichen Raum, Alexander Bonde, anlässlich der Startveranstaltung am Europatag (5. Mai) in Stuttgart. Gemeinsam mit Wirtschafts- und Finanzminister Dr. Nils Schmid, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, dem Amtschef im Umweltministerium, Ministerialdirektor Helmfried Meinel, sowie Vertretern der Europäischen Kommission gab er den Startschuss für die Förderung aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) im Land.

Mehr Innovation für Mittelstand und Forschung

Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid betonte den hohen Stellenwert von Innovation für kleine und mittlere Unternehmen im Land. „Mit dem EFRE–Programm fördert die Landesregierung gezielt Innovationen für Unternehmen und stärkt so durch Technologietransfer und Clusterinitiativen das Innovationsland Baden-Württemberg “, so Schmid. Rund 70 Prozent der EU-Mittel, 173 Millionen Euro, würden im Zeitraum von 2014 bis 2020 für den Programmteil Forschung, technologische Entwicklung und Innovation bereitgestellt. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: hob den Einsatz der EFRE-Mittel für den Hochschul- und Forschungsstandort Baden-Württemberg hervor: „Das Land setzt einen klaren Förderschwerpunkt im Bereich Forschung und stellt damit die Weichen, dass Baden-Württemberg eine der innovativsten Regionen in Europa bleibt.“

Förderung der Energiewende: Mehr Energieeffizienz, weniger Kohlendioxid

Ministerialdirektor Helmfried Meinel wies auf den Beitrag des EFRE-Programms für Energiewende und Klimaschutz hin. „Rund 61 Millionen Euro stehen für die Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen sowie die Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes in Kommunen zur Verfügung“, hob Meinel hervor. „Damit bekommt das wichtige Thema zusätzlichen Schwung, ohne Fortschritte bei der Effizienz sind weder die Klimaschutzziele in Land, Bund und Europa zu erreichen noch die Energiewende umzusetzen.“

Umfassender Konsultationsprozess

„Das Förderprogramm ist das gelungene Ergebnis eines seit dem Jahr 2011 laufenden Konsultationsprozesses der vier Fachministerien mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, den Sozial- und Umweltpartnern sowie den kommunalen und regionalen Partnern“, so Bonde, dessen Ministerium zugleich EFRE-Verwaltungsbehörde für Baden-Württemberg ist. Nach der Durchführung von sechs großen Konsultationsveranstaltungen und intensiven Gesprächen liege das Programm derzeit bei der Europäischen Kommission in Brüssel zur Genehmigung.

Hintergrundinformation:

Die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg fördern im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2014 bis 2020 Innovation und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Bestrebungen für ein CO2-armes Wirtschaften. Mit dem Strukturförderprogramm „Innovation und Energiewende“ will die Landesregierung künftig noch stärker zur Europäischen Wachstumsstrategie „Europa 2020“ beitragen, die auf innovatives, nachhaltiges und integratives Wachstum setzt.

Baden-Württemberg erhält für die Förderperiode 2014 bis 2020 rund 247 Millionen Euro aus dem EFRE, die mit Mitteln aus Baden-Württemberg in mindestens gleicher Höhe kofinanziert werden. Der Titel des Programms „Innovation und Energiewende“ beschreibt auch die wesentlichen Ziele, die durch die Förderung von Projekten in den Bereichen Forschung, Forschungsinfrastruktur, Technologietransfer zwischen Forschungsreinrichtungen und Unternehmen, Weiterentwicklung von Clustern sowie Investitionen in Innovationsinfrastruktur und Projekte zur Minderung des Kohlendioxid-Ausstoßes in Kommunen und Unternehmen erreicht werden sollen.

Weitere Informationen zum EFRE-Programm 2014-2020 in Baden-Württemberg finden Sie unter www.efre-bw.de.

28. Februar 2014

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 27.02.2014

Minister Alexander Binde: „Die Landesregierung stärlt gezielt innovative Unternehmen im ländlichen Raum“

27.02.2014 „Innovation ist und bleibt ein Schlüssel für die Spitzenstellung des Landes als einer der wirtschaftlich stärksten und attraktivsten Regionen in Europa. Der globale Wettbewerb erfordert jedoch dauerhafte Anstrengungen zur Stärkung der Innovationskraft in der ganzen Fläche des Landes. Mit der nächsten Bewerbungsrunde für das Förderprogramm ‚Spitze auf dem Land‘ wollen wir gezielt kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum ansprechen, die innovativ und technologieorientiert sind, neue Produkte und Produktionsprozesse entwickeln und damit das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen. Damit wollen wir weitere Impulse setzen für die Zukunft unseres Landes“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Donnerstag (27. Februar) zur nächsten Bewerbungsrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Die Mittel kommen auch aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union (EFRE).

Bewerbung bis 31. März 2014 möglich

Bis 31. März 2014 müssen die Bewerbungen vorliegen. Im April 2014 findet die nächste Bewertungs- und Auswahlrunde statt. Erste Anfragen liegen bereits vor. „Dies zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind für den Ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Mit diesem Förderangebot für Unternehmen setzen wir ein klares Signal für die Technologieführerschaft Baden-Württembergs und gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land“, so Bonde. Für den Herbst 2014 sei bereits eine weitere Bewerbungs- und Auswahlrunde vorgesehen.

Erste Auswahlrunde erfolgreich abgeschlossen

In der ersten Auswahlrunde im September letzten Jahres hatten Städte und Gemeinden 26 Unternehmen zur Förderung vorgeschlagen. Der Bewertungsausschuss konnte daraus landesweit zwölf Projekte zur Förderung empfehlen. Diese befinden sich nun auf dem Weg zur Umsetzung ihrer Investitionen. „Das Spektrum der Unternehmen reicht von der Luft- und Raumfahrttechnik bis zur Entwicklung und Produktion von umweltverträglichen Reinigungsmitteln. Die Resonanz hat deutlich gezeigt, dass wir ein sehr gutes Potenzial an Unternehmen haben, die mit der Förderung einen zusätzlichen Schub in ihrer Entwicklung erhalten“, so Bonde abschließend.

Hintergrundinformationen:

Mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation sowie die Förderung der Bestrebungen zur Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen mit dem Programm „Innovation und Energiewende“.

Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum will das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum ansprechen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte aufweisen. Diese Unternehmen sind von besonderer Bedeutung für den Ländlichen Raum, da sie die ausgeglichene Struktur Baden-Württembergs prägen und Kerne für Innovation und Zukunftsfähigkeit sind. Dabei können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent Zuschuss erhalten. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro. Bezuschusst werden große umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produktionsverfahren, Prozesse, Dienstleistungen und Produkte.

Die Antragstellung erfolgt schriftlich durch die Gemeinden in Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Jährlich sind jeweils zwei Auswahlrunden im April und Oktober geplant. In der gesamten Förderperiode 2014 bis 2020 werden nach derzeitigem Stand insgesamt 31 Millionen Euro an EFRE- und Landesmitteln zur Verfügung stehen.

Im Bewertungsausschuss sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Baden-Württemberg Connected e.V., die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das MLR vertreten.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist ein Förderprogramm zur Strukturverbesserung in Städten und Gemeinden vor allem des Ländlichen Raums. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines örtlichen Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt Arbeiten wird die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen sowie der Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung ab 2014 liegt der Schwerpunkt auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche, das heißt im Ländlichen Raum.

Die aktuelle Ausschreibung und weitere Informationen zum Förderprogramm „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ finden Sie unter http://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/laendlicher-raum/laendlichen-raum-staerken/efre/spitze-auf-dem-land/

16. Januar 2014

Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft vom 16.01.2014

Minister Nils Schmid: „Die hohe Qualität der Projektvorschläge signalisiert das große Innovationspotenzial in den Regionen“

16.01.2014 Elf Regionen haben im Landeswettbewerb RegioWIN „Regionale Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit“ mit ihren Beiträgen eine unabhängige Jury überzeugen können und ziehen in die zweite Runde ein. In dieser winken ihnen insgesamt rund 65 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln. Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid, der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, und der Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Jürgen Walter, übergaben den prämierten Regionen heute (16. Januar) in Stuttgart ihre Urkunden. Die drei Ressorts führen den Wettbewerb gemeinsam durch.

Die eingereichten Strategiekonzepte zur zukunftsfähigen Regionalentwicklung sind so unterschiedlich wie die Regionen: Die Themen reichen von intelligenter Mobilität oder nachhaltigen Innovationen über neue Formen der logistischen Verteilung und Produktion bis hin zu umfassenden Konzepten zur Gestaltung der Energiewende auf der regionalen Ebene. In der jetzt abgeschlossenen Phase stand die Strategie für die Regionen im Vordergrund, die im Konsens der Akteure zusammengestellt wurde. Erstmals wurden mit RegioWIN flächendeckend strategische Konzepte für die regionale Entwicklung in Baden-Württemberg erarbeitet.

Minister Nils Schmid: „Ich freue mich über die innovativen Konzepte aus den Regionen. Die hohe Qualität der Projektvorschläge signalisiert das große Innovations- und Entwicklungspotenzial in den Regionen des Landes. Der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg kann immer nur die Stärke repräsentieren, die von den einzelnen Regionen und Wirtschaftsräumen ausgeht. Wenn ich mir die für RegioWin eingereichten Konzepte ansehe, bin ich mir sicher: Das Land ist bestens aufgestellt, um die Chancen aus dem internationalen Innovationswettbewerb und der Energiewende zu nutzen.“

Der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, zeigte sich mit dem Wettbewerb sehr zufrieden: „Baden-Württemberg hat starke Metropolen und starke ländliche Räume – und braucht auch in Zukunft beides, um im harten internationalen Wettbewerb weiter eine Spitzenposition einzunehmen. Der Wettbewerb RegioWIN hat erneut gezeigt, wie gut gerade unsere ländlichen Räume wirtschaftlich aufgestellt sind. Viele Unternehmen, die die das Wissen und Know-how unserer Regionen nutzen, haben hier ihren Sitz – und bewegen sich erfolgreich am Markt. Mit RegioWIN geben wir den Regionen einen zusätzlichen Investitionsschub für mehr Innovation und Nachhaltigkeit.“

Staatssekretär Jürgen Walter: „Als Zukunftslabore der Gesellschaft arbeiten unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen an den großen Fragen unserer Zeit. Damit sind sie wichtige Partner bei der nun anstehenden Umsetzung der regionalen Entwicklungskonzepte. RegioWIN bündelt die Expertise aller Beteiligten und trägt damit zur Stärkung unserer Wissensgesellschaft bei.

Hintergrund:

Die Jury wird nach dem Abgabetermin Ende September 2014 die regionalen Entwicklungskonzepte und die darin vorgeschlagenen Leuchtturmprojekte nach einem transparenten Kriterienkatalog bewerten und auswählen. Die ausgewählten und prämierten Leuchtturmprojekte haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Förderung aus diesem EFRE-Fördertopf zu stellen.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hatte RegioWIN im Februar in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz aufgelegt. Regionen, Landkreise, Städte und Gemeinden wurden aufgefordert, sich mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung mit den Stärken und Schwächen ihrer Region auseinanderzusetzen. Dabei sollten im Hinblick auf Innovation, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung Zukunftschancen identifiziert und eine gemeinsame Zukunftsstrategie erarbeitet werden.

Für den Wettbewerb haben 527 kommunale Akteure zusammen mit 987 Unternehmen, Hochschulen und Verbänden in 14 Regionen rund 190 Projekte zur weiteren Entwicklung ihrer Region mit einem geschätzten Investitions- und Ausgabevolumen von 660 Millionen Euro entwickelt.

Eine unabhängige Jury hat Mitte Dezember aus den fünf Landkreisen oder Kreisverbünden und neun Regionen elf für die zweite Wettbewerbsphase ausgewählt. In der zweiten Phase sind die teilnehmenden Regionen und Kreise aufgefordert, ein Regionales Entwicklungskonzept einzureichen. Darin müssen die Maßnahmen konkretisiert, priorisiert und für Leuchtturmprojekte Detailplanungen vorgelegt werden. Der Wettbewerb endet mit der Prämierung der Regionalen Entwicklungskonzepte und der Leuchtturmprojekte durch eine Jury Ende 2014.

Für die bei RegioWIN prämierten Leuchtturmprojekte winken rund 65 Millionen Euro an EFRE-Mitteln. Die Leuchtturmprojekte müssen die Innovationsfähigkeit der Regionen zeigen oder bei der Umsetzung der Energiewende helfen. Die Förderung aus EFRE-Mitteln beträgt mindestens 100.000 Euro und maximal fünf Millionen Euro pro Projekt. Die Förderperiode läuft von 2014 bis 2020.

 

  • Südlicher Oberrhein: Sustainable Energy Valley – Energiewende-Region Südlicher Oberrhein
  • Technologieregion Karlsruhe: Smart Movement – Bewegung in und für die Region
  • Stuttgart: SUEVIA – Innovative und nachhaltige Stadt-Umland-Kooperation für Umwelt, Energie, Verkehr, Industrie und Arbeitsmarkt
  • Metropolregion Rhein-Neckar: Smart Innovation, Smart Distribution, Smart Energy
  • Ostalbkreis: Nachhaltige Innovationen im Ostalbkreis
  • Baden-Württembergische Mitglieder des Schwabenbunds: Wissenstransfer(netzwerk)² im Schwabenbund
  • Bodenseekreis: Visionen leben und realisieren – in Innovationen, Qualität und Nachhaltigkeit
  • Schwarzwald-Baar-Heuberg: Eine Industrieregion im ländlichen Raum 2020 – Innovationskern für Mikro- und Medizintechnik
  • Konstanz-Sigmaringen: Effizienzregion 5.0
  • Nordschwarzwald: Nordschwarzwald 2030 – eine dynamische, attraktive und vom spezialisierten Mittelstand geprägte Wissensregion
  • Neckar-Alb: Forschung, Technik, Umwelt, Natur Neckar-Alb (FORTUNA)

9. Dezember 2013

Pressemitteilung des Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom 09.12.2013

Franz Untersteller: „Mit dem neuen Programm schaffen wir attraktive Förderkonditionen für ambitionierte Maßnahmen in den Kommunen und bringen so den praktischen Klimaschutz voran“

09.12.2013 „Klimaschutz mit System“ heißt das neue Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Es richtet sich an Gemeinden und Landkreise, die auf systematischer Grundlage einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen. „Mit ‚Klimaschutz mit System‘ unterstützen wir Kommunen, die ihr Engagement für den Klimaschutz weiter ausbauen und damit ihrer Vorbildfunktion im Sinne des Landesklimaschutzgesetzes nachkommen möchten“, sagte Umweltminister Untersteller heute zum Start des Programms. Die Gemeinden und Landkreise spielten eine unverzichtbare Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele des Landes.

Gefördert werden Maßnahmen des kommunalen Klimaschutzes, die auf bereits existierenden Klimaschutzkonzepten oder der Teilnahme am European Energy Award® basieren. Das Programm wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert und durch Landesmittel ergänzt.

Förderfähig sind alle Maßnahmen des kommunalen Klimaschutzes.
Franz Untersteller: „Inhaltlich machen wir den Kommunen keine Vorgaben, wir setzen vielmehr auf die Kreativität der Kommunen und die Vielfalt ihrer Ideen und Projekte.“

Alle Maßnahmen werden mit mindestens 50 Prozent und ab einer Fördersumme von 100.000 Euro gefördert. Pro Maßnahme können bis zu 3 Millionen Euro bewilligt werden.

Um die besten Ideen auswählen zu können, ist dem eigentlichen Förderverfahren ein Teilnahmewettbewerb vorangestellt. Gemeinden und Landkreise haben bis zum 30. Mai 2014 Zeit, ihre Projektideen beim Umweltministerium einzureichen.

Franz Untersteller: „Ich bin mir sicher, dass wir mit ‚Klimaschutz mit System‘ eine attraktive Möglichkeit bieten, um kommunale Klimaschutzprojekte weiter auszubauen. Alle Kommunen lade ich herzlich dazu ein, sich mit ihren Projektideen alleine oder im Verbund mit anderen Partnern zu bewerben.“

Ergänzende Informationen:

Nach den Vorgaben des Landesklimaschutzgesetzes sollen die CO2-Emissionen des Landes bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent gegenüber 1990 verringert werden. Bei der Realisierung einer erfolgreichen Klimaschutzpolitik kommt der kommunalen Ebene besondere Bedeutung zu. Die Gemeinden und Landkreise üben im Bereich des Klimaschutzes und der Energieeffizienz eine Vorbildfunktion für ihre Einwohner aus und können die Rahmenbedingungen für die auf ihrer Gemarkung verursachten CO2-Emissionen maßgeblich mitgestalten.

Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren und zur Wettbewerbsteilnahme können unter https://efre-bw.de heruntergeladen werden.

 

8. November 2013

Pressemitteilung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz vom 08.11.2013

Minister Alexander Bonde: „Die Innovationskraft Baden-Württemberg kommt aus der Fläche“

Erste Auswahlrunde der neuen Förderlinie „Spitze auf dem Land“ abgeschlossen / 12 Unternehmen erhalten 4,2 Millionen Euro

08.11.2013 „Baden-Württemberg ist eine der wirtschaftlich stärksten und innovationsfähigsten Regionen in Europa. Die Innovationskraft des Landes kommt aus der Fläche – viele starke kleine und mittlere Unternehmen haben ihren Sitz im Ländlichen Raum. Der immer stärker werdende globale Wettbewerb, in dem die Unternehmen auch im Ländlichen Raum stehen, erfordert dauerhafte Anstrengungen zur Stärkung der Innovationskraft. Mit der neuen Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘ will die Landesregierung gezielt Unternehmen unterstützen, die das Potenzial zur Technologieführerschaft haben. Damit tragen europäische Fördermittel und Landesmittel über das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) dazu bei, die herausragende wirtschaftliche Stellung Baden-Württembergs weiter auszubauen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, am Freitag (8. November) in Stuttgart.

Erwartungen deutlich übertroffen

Für die erste Auswahlrunde hatten 26 Städte und Gemeinden Projekte von Unternehmen eingereicht. „Die eingegangenen Bewerbungen haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Der Bewertungsausschuss auf Landesebene hat alle Projekte geprüft und 12 Projekte zur Aufnahme vorgeschlagen. Diese sollen insgesamt 4,2 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten, die EU und Land zu gleichen Teilen bereitstellen“, so Bonde. Neben dem erwarteten Beitrag zur Technologieführerschaft Baden-Württembergs leisteten die unterstützten Projekte nachhaltige Beiträge zur Verbesserung der Ressourcen- und Energieeffizienz. „Mit der Förderlinie ‚Spitze auf dem Land‘ setzen wir jetzt und in den kommenden Jahren ein klares Signal für den Ländlichen Raum und gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land. Wir bringen die ökologische Modernisierung des Landes voran, indem wir Nachhaltigkeit fördern, attraktive Arbeitsplätze schaffen und dezentrale Wirtschaftsstrukturen stärken“, so der Minister abschließend.

Hintergrundinformationen:

Mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 richten die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg den Fokus auf die Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation sowie die Förderung der Bestrebungen zur Verringerung der CO2-Emissionen mit dem Programm „Innovation und Energiewende“. Das MLR ist die Verwaltungsbehörde für EFRE.

Mit der Förderlinie „Spitze auf dem Land! Technologieführer für Baden-Württemberg“ will das Land kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten im Ländlichen Raum ansprechen. Diese sollen das Potenzial zur Technologieführerschaft erkennen lassen, indem sie Innovationsfähigkeit und ausgeprägte Technologiekompetenz in der Umsetzung und Anwendung innovativer Produktionsprozesse und Produkte aufweisen. Bezuschusst werden große umfassende Unternehmensinvestitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen zur Entwicklung und wirtschaftlichen Nutzung neuer oder verbesserter Produktionsverfahren, Prozesse, Dienstleistungen und Produkte. Dabei können kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten für ihre Investitionen bis zu 20 Prozent Zuschuss, mittlere Unternehmen mit weniger als 100 Beschäftigten bis zu 10 Prozent Zuschuss erhalten. Der maximale Förderbetrag pro Projekt beträgt 400.000 Euro.

Die Gemeinden stellen ihre Anträge schriftlich in Zusammenarbeit mit den Unternehmen. Der Bewertungsausschuss prüft auf Landesebene die eingegangenen Anträge und schlägt die Projekte vor, die den Zuschlag bekommen sollen. Im Bewertungsausschuss sind der Gemeindetag Baden-Württemberg, die Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung, das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Baden-Württemberg Connected e.V., die Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank, die Regierungspräsidien Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie das MLR vertreten. Die Entscheidung über die Aufnahme in die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Jährlich sind jeweils zwei Auswahlrunden im April und Oktober geplant. In der gesamten Förderperiode 2014 bis 2020 werden nach derzeitigem Stand insgesamt 31 Millionen Euro an EFRE- und Landesmittel zur Verfügung stehen.

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ist ein kommunales Förderprogramm. Das Land fördert private, gewerbliche und kommunale Investitionen, die im Rahmen eines örtlichen Entwicklungskonzeptes zur Strukturverbesserung führen. Im Förderschwerpunkt Arbeiten wird die Sicherung bzw. Schaffung von Arbeitsplätzen in kleinen und mittleren Unternehmen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen sowie der Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen unterstützt. Im Zusammenspiel mit der EFRE-Förderung ab 2014 liegt der Schwerpunkt dieser Ausschreibung auf der Sicherung und dem Ausbau der Technologieführerschaft Baden-Württembergs in der Fläche, das heißt im Ländlichen Raum.

5. November 2013

Pressemitteilung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft vom 05.11.2013

Minister Nils Schmid: die hohe Zahl der Projektvorschläge signalisiert das große Innovations- und Entwicklungspotenzial in den Regionen des Landes

05.11.2013 Der Landeswettbewerb RegioWIN „Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation und Nachhaltigkeit“ hat alle Erwartungen übertroffen. Bis zum Abgabetermin am 31. Oktober haben 527 Akteure zusammen mit 987 Unternehmen, Hochschulen und Verbänden in 14 Regionen 190 Projekte zur weiteren Entwicklung ihrer Region entwickelt. Darunter waren 95 Leuchtturmprojekte, 53 Schlüsselprojekte und 42 weitere Maßnahmen mit einem geschätzten Investitions- und Ausgabevolumen von 660 Millionen Euro.

Die Projekte sind Teil der regionalen Strategiekonzepte von fünf Landkreisen oder Kreisverbünden und neun Regionen die daraus 14 Wettbewerbsbeiträge zusammengestellt und abgegeben haben. Damit bewerben sie sich um rund 65 Millionen Euro an EFRE-Mitteln, die bei RegioWIN für prämierte Leuchtturmprojekte zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Leuchtturmprojekte müssen die Innovationsfähigkeit der Regionen zeigen oder bei der Umsetzung der Energiewende helfen.

Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid zeigte sich von der breiten Mobilisierung in allen Regionen des Landes mit so vielen Akteuren beeindruckt: „Dies bestätigt, dass mit dem Wettbewerb das richtige Instrument gewählt wurde. Die hohe Zahl der Projektvorschläge signalisiert das große Innovations- und Entwicklungspotenzial in den Regionen des Landes. Eine gute regionale Entwicklung in den Regionen ist die beste Voraussetzung für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg. Das Land ist damit bestens aufgestellt, um die Chancen aus dem internationalen Innovationswettbewerb und der Energiewende zu nutzen.“

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft hatte RegioWIN im Februar in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz aufgelegt. Regionen, Landkreise, Städte und Gemeinden wurden aufgefordert, sich mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung mit den Stärken und Schwächen ihrer Region auseinanderzusetzen. Dabei sollten im Hinblick auf Innovation, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung Zukunftschancen identifiziert und eine gemeinsame Zukunftsstrategie erarbeitet werden. Alle 14 Wettbewerbsbeiträge richten ihren Fokus auf Innovation, Produktion/ Technologietransfer oder die Energiewende; die Hälfte der Wettbewerbsbeiträge thematisiert die Fachkräftesicherung.

Eine unabhängige Jury wird nun Mitte Dezember nach einem transparenten Kriterienspiegel die besten Strategie-Konzepte prämieren. Diese können dann an der zweiten Wettbewerbsphase teilnehmen. In der zweiten Phase sind die teilnehmenden Regionen und Kreise aufgefordert, ein Regionales Entwicklungskonzept einzureichen. Darin müssen die Maßnahmen konkretisiert, priorisiert und für Leuchtturmprojekte Detailplanungen vorgelegt werden. Der Wettbewerb endet mit der Prämierung der Regionalen Entwicklungskonzepte und der Leuchtturmprojekte durch eine Jury Ende 2014.

Für die in der zweiten Wettbewerbsphase erfolgreichen und prämierten Leuchtturmprojekte kann eine Förderung aus EFRE-Mitteln von mindestens 100.000 Euro und maximal fünf Millionen Euro pro Projekt beantragt werden. Die Förderperiode läuft von 2014 bis 2020.

 

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