Regionale Kompetenzstellen des Netzwerk Energieeffizienz

Mit der Förderrichtlinie „Regionale Kompetenzstellen des Netzwerk Energieeffizienz (kurz: KEFF)“ setzt sich das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) für die Steigerung von Energieeffizienz in Unternehmen ein. Der Unternehmenssektor verbraucht fast ein Viertel der Energie in Baden-Württemberg. Aus diesem Grund ist das UM bestrebt, insbesondere den Unternehmenssektor bei der Erreichung des Ziels der Landesregierung zu unterstützen, bis 2050 die CO2-Emissionen in Baden-Württemberg um 90% zu senken. In allen Branchen sind zum Teil noch erhebliche Energieeffizienzpotenziale vorhanden, die derzeit nicht oder nicht hinreichend ausgeschöpft werden. Im Fokus von KEFF stehen vor allem jene kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), denen im Vergleich zu den großen Unternehmen oftmals die Zeit sowie die Kapazitäten fehlen, um sich mit möglichen Energieeffizienzpotenzialen intensiv auseinanderzusetzen. Mit dem Netzwerk der regionalen Kompetenzstellen sollen über die nächsten sieben Jahre entscheidende Impulse für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen und damit für die Hebung vorhandener Energieeffizienzpotenziale gesetzt werden.

Weitere Informationen zu den einzelnen KEFF sowie den zahlreichen Veranstaltungen erhalten Sie auf der KEFF-Homepage: www.keff-bw.de

Projektauswahl

Im Rahmen eines öffentlichen Teilnahmewettbewerbs konnten für jede der zwölf Regionen Baden-Württembergs Trägerorganisationen für eine regionale Kompetenzstelle für Energieeffizienz gefunden werden. 32 Trägerorganisationen betreiben inzwischen in regional unterschiedlicher Zusammensetzung die KEFF und beschäftigen hierzu sogenannte Effizienzmoderatoren und Projektassistenzen. Das KEFF-Personal dient als unabhängiger und neutraler Ansprechpartner für die Firmen in der jeweiligen Region. Die zwölf regionalen Kompetenzstellen bilden zusammen mit einer zentralen Koordinierungsstelle das landesweite Netzwerk Energieeffizienz. Die zentrale Koordinierungsstelle wurde bei Umwelttechnik BW eingerichtet und hat die Aufgabe, die KEFF bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu unterstützen und im Netzwerk Energieeffizienz die Qualität der Ansprache, Sensibilisierung und Information von Unternehmen sicherzustellen.

Aufgaben

Die Aufgaben der KEFF sind durchaus vielfältig. Einerseits sollen sie Unternehmen für das Thema Energieeffizienz sensibilisieren und KMU über weiterführende Energieberatungs- und Kooperationsmöglichkeiten und beispielhafte Lösungen informieren. Andererseits sollen sie Unternehmen beim Übergang von der Beratung zur Umsetzung von Maßnahmen sowie beim Abbau von Hemmnissen bei der Maßnahmenumsetzung unterstützen. Um die Unternehmen über die Angebote der KEFF sowie die verschiedenen Fachthemen zu informieren, verfolgen die KEFF unterschiedliche Konzepte, die auf die Charakteristika der jeweiligen Region abgestimmt sind. Neben Informationsveranstaltungen und Workshops werden ebenfalls persönliche Initialgespräche mit einzelnen Unternehmen geführt. Weiterhin zählt zu den Aufgaben der KEFF die Initiierung und Unterstützung lokaler und regionaler Energieeffizienznetzwerke und hierbei die Einbindung aller relevanten Akteure.

Zu erwähnen ist insbesondere, dass die KEFF keine Konkurrenz zu bestehenden Energieberatungsangeboten aufbauen. Sondern ganz im Gegenteil, die KEFF bieten ihre Tätigkeiten neutral, unentgeltlich und ausschließlich im nicht-wettbewerblichen Bereich an. Sie führen keine Energieberatungen durch, sondern vermitteln beispielsweise im Rahmen von Initialgesprächen passende Energieberatungsangebote an die Unternehmen.

Projektlaufzeit

Die Trägerorganisationen der KEFF werden aktuell für vier Jahre aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln gefördert. Nach drei Jahren Projektlaufzeit wird eine Evaluation der KEFF durchgeführt. Das Ergebnis der Evaluation ist letztlich maßgeblich dafür, ob die Trägerorganisationen eine Bewilligung für weitere drei Jahre bekommen können. Nach maximal sieben Jahren Projektlaufzeit soll das Netzwerk Energieeffizienz eine ausreichende Bekanntheit und regionale wie landesweite Vernetzung und Einbindung erreicht haben und sich selbst tragen können.

Projektbeispiele