Wirtschaftsministerium fördert Kompetenzzentrum für die Mikromedizintechnik in Villingen-Schwenningen

Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau vom 13.12.2016

Die Hahn-Schickard-Gesellschaft errichtet am Standort Villingen-Schwenningen ein Kompetenzzentrum für die Mikromedizintechnik „MedAssembly“. Dafür erhält Hahn-Schickard eine Förderung von insgesamt 730.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und 292.000 Euro aus Landesmitteln.

Mit den Fördermitteln werden eine medizintechnisch angepasste Organisations- und Fertigungsstruktur aufgebaut, die bestehende Infrastruktur für die mikromedizinische Fertigung (englisch: Assembly) erweitert sowie innovative Produkte regionaler Unternehmen der Medizintechnik erprobt.

„Durch die fachgerechte Unterstützung bei der Fertigung und Zulassung neuer medizintechnischer Produkte können rund hundert überwiegend mittelständische Unternehmen des Medizintechnik-Clusters in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg wesentlich schneller und risikofreier neue technische Lösungen in erfolgreiche Produkte umsetzen und ihre Investitionskosten in der Fertigung stark reduzieren“, so Ministerialdirektor Hubert Wicker bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids am 13.Dezember 2016 an Institutsleiter Professor Dr. Roland Zengerle in Villingen-Schwenningen. Dies sei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil bei der Etablierung neuer Produkte und erleichtere auch Gründern den Einstieg in den für die Regionalentwicklung wichtigen Zukunfts- und Wachstumsmarkt der Mikrosystemtechnik.

Mit MedAssembly wird neben der Zulassungsberatung und -begleitung die Basis für die Fertigung von mikromedizintechnischen Mustern und klinischen Serien geschaffen. Dafür wird die bei Hahn-Schickard bereits vorhandene Fertigungsinfrastruktur inklusive der benötigten Test- und Analysemöglichkeiten erweitert und medizintechnisch angepasst.

Weitere Informationen
Das Leuchtturmprojekt „MedAssembly“ wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014-2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ziel der Landesregierung ist es, innovationsorientierte Regionalentwicklung voranzutreiben.

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